Spatenstich

Hessing Stiftung baut schwebenden OP-Saal nach virtuellem Vorbild

Startschuss für ein weiteres Groß-Projekt der Hessing Stiftung: In Göggingen wird für rund 3 Millionenen Euro ein siebter OP-Saal errichtet. Im Vorfeld wertete Hessing an Hand eines virtuellen Modells aus, wie dieser optimal gestaltet werden kann.

„Die Idee eines neuen OP-Saals ist nicht ganz neu“, begann Markus Funk, Direktor der Hessing Stiftung, seine Erläuterungen am Dienstagmorgen. Schon vor zwei Jahren beschäftigten sich Stiftung, Klinik und Regierung von Schwaben mit dem Bauvorhaben. Letztere hatte den Planungen bereits ihr Okay ausgesprochen. Dann habe man umgedacht, erzählte Funk.

Virtueller OP

„Wir haben uns Gedanken gemachte: Wie funktioniert der OP für Patienten und Mitarbeiter am besten?“ Die Lösung bot die Industrie. Die Stiftung und alle Projektverantwortlichen versuchten das Projekt wie ein Industrie-Unternehmen anzugehen. Das heiße nicht, man wolle Patienten am Fließband abfertigen, versicherte Funk. Hierbei ging es um die Abläufe an sich. Dazu wurden auch alle am OP beteiligten Berufsgruppen in eine Arbeitsgruppe mit aufgenommen und befragt. Mittels einer Computer Simulation mit echten Daten aus einem Jahr wurde dann ein virtueller OP gebaut.

2 Millionen Euro Förderung

„Ich glaube, wir sind zu einem tollen Ergebnis gekommen“, freute sich Funk am 30. April beim Spatenstich. Das fand auch die Regierung von Schwaben und ermöglichte den Höchstfördersatz für Einzelprojekte im Gesundheitswesen. Zwei Drittel der Kosten trägt sie. Die restliche Millionen bringt die Stiftung auf. Erreichtet wird der OP-Saal über dem Wirtschaftshof schwebend. Acht Stahlbetonpfeiler stützen ihn. So ist der rund 500 Quadratmeter große Anbau bestens an das bestehende Netz angeschlossen. Eine der Herausforderungen wird die Logistik sein: Der Wirtschaftshof bleibt während des Baus in Betrieb. Bis zum Frühjahr 2020 soll der neue OP fertig sein. 

Patientenzahlen steigen weiter

Dass der siebte OP-Saal gebraucht wird, zeigen auch die Patientenzahlen. „Der Zustrom ist ungebrochen“, erklärt der Stiftungs-Direktor. In den Kliniken arbeite man im Spitzensegment der Orthopädie. Viele Spitzensportler kommen hier her genauso wie Menschen mit komplizierten Eingriffen. Das bestätigte auch Augsburgs 2. Bürgermeisterin Eva Weber. Wie groß das Areal in Göggingen sei, wie viele Mitarbeiter hier arbeiten und wie viele Patienten hier jährlich betreut werden, sehe man zwar auf den ersten Blick nicht. Hessing sei aber etwas, das in der Stadt „stark verankert ist“.

„Wichtig, dass die Klinik immer am Puls der Zeit bleibt“

Lobende Worte fand die Politikerin auch für den Einsatz einer Simulation. Das kenne sie gut aus der Industrie. Gerade auch im Innovationspark seien die Unternehmen angehalten, mit dieser Methode noch stärker zu arbeiten. Dass die Gesundheits-Branche dies nun auch nutzt, sei ein echter Erfolg. „Es ist wichtig, dass die Klinik immer am Puls der Zeit bleibt und das tut Hessing“, so Weber.

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