Max Hergt

Digitales Mindset: Welche Mitarbeiter brauchen Unternehmen in der Zukunft?

Unternehmen, die heute erfolgreich am Markt agieren, möchten den Status Quo selbstverständlich ebenso für die Zukunft sichern oder weiter ausbauen. Hierzu bedarf es neben einer angepassten zukunftsfähigen Produktwelt Mitarbeiter, die verstanden haben, was die Digitalisierung alles ändert.

Man kann es nicht oft genug erwähnen: Die Digitalisierung wird von den meisten Menschen nach wie vor massiv unterschätzt. Viele Chefs, Manager, Führungskräfte und Arbeitnehmer fragen sich immer noch, wie stark sich die Digitalisierung auf ihr Geschäft auswirkt. Im Zweifel massiv. Die technologische Entwicklung verändert nicht nur Produkte und Services, sondern vor allem auch die Kunden. Der Kunde gewöhnt sich immer mehr an individuelle, maßgeschneiderte Produkte und Dienstleistungen - und das branchenübergreifend. Längst ist es normal, dass ich mir neue Sportschuhe bestellen kann, die an mein Fußbett und meinem Lauf- und Bewegungsstil angepasst sind und in meinen gewählten Lieblingsfarben mit den eigenen Initialen erhältlich sind.

Digitalisierung ist längst Alltag

Fast schon Standard ist es, dass mein frei konfiguriertes Lieblingsmüsli auf Knopfdruck nach Hause kommt und ich an der Kaffeebar nicht nur meinen Lieblingskaffee aus fairem Handel und in Bioqualität bekomme, sondern zudem aus einer stetig wachsenden Auswahl an Milch- und Milchersatzprodukten wählen kann. Versicherungen lassen Kunden die Produktbausteine nach aktuellem Bedarf frei wählen und passen die Policen adaptiv nach Lebensgewohnheiten und -veränderungen flexibel an. In Zukunft wird die Versicherungsgesellschaft vorhersagen könenn, was ich benötige und welche Risiken in meinem Leben wirklich abgesichert sein müssen.

Ich kann meinen Gesundheitszustand immer besser mit Hilfe digitaler Assistenten kontrollieren, aufzeichnen und überwachen. Die Treffsicherheit der hieraus gestellten Diagnosen und Behandlungsmöglichkeiten wird dank künstlicher Intelligenz und riesiger konsolidierter Datenmengen, die weltweit gesammelt werden, immer präziser. Kurzum, fast alles wird für den Kunden, den Anwender, individueller, persönlicher und vor allem: Es verändert sich, stetig.

Lebens-, Arbeits- und Kundenwelten - wir sehen starke Veränderungen durch die fortschreitende Digitalisierung in allen Bereichen. Das bedeutet für Unternehmer, dass sie verstärkt darauf achten müssen, wer im eigenen Betrieb arbeitet und für Arbeitnehmer, sich selbst die Frage zu stellen, wie sie dem Thema gegenüber aufgeschlossen sind. Denn Produkte und Dienstleistungen werden sich in Zukunft immer häufiger ändern, sich anpassen. Die Halbwertszeit wird immer kürzer.

Verweigerung des digitalen Wandels ist keine Option

Oft sehe ich in meiner Arbeit ganz unterschiedliche Typen von Menschen in den Unternehmen und hier gibt es auch kein richtig oder falsch. Wie so oft kommt es auf die Mischung in der Belegschaft an. Selbstverständlich darf es auch Mitarbeiter geben, die das Thema technologischer Wandel kritisch hinterfragen. Oftmals sind es Leistungsträger im Unternehmen, die das traditionelle Geschäftsmodell erfolgreich am Laufen halten. Sie arbeiten mit bewährten Modellen und haben damit derzeit noch Erfolg. Sie vermitteln wichtige Systemstabilität in unruhigen Zeiten. Geachtet werden muss nur darauf, dass es beim kritischen Hinterfragen bleibt und es nicht zur Verweigerung des digitalen Wandels führt. Denn hier - und da bin ich ganz ehrlich - würde ich eine Gefahr fürs zukünftige Geschäft sehen.

Bis auf einige ganz kleine Ausnahmen, Nischen und Sonderfälle, wird es nicht ohne digitale Weiterentwicklung funktionieren. Innerhalb der Belegschaft und bei der Rekrutierung von neuem Personal sollte darauf geachtet werden, dass digitale Befürworter gefunden werden. Personen, die offen sind für neue Technologien und stetige Veränderungen. Diese Mitarbeiter können bei Akzeptanz durch die Kollegen sinnvoll dazu beitragen, Offenheit für neues zu schaffen und so die digitale Transformation des Unternehmens tatkräftig unterstützen. Wir brauchen mehr Brückenbauer im Unternehmen, die auf der einen Seite das Geschäft verstehen und auf der anderen Seite mit offensivem Handeln und Denken dazu beitragen, eine positive Stimmung innerhalb des Betriebs zu etablieren. So schafft man es, die Werte und Leitbilder mit Leben zu füllen und sie nicht bloß irgendwo festzuhalten. Sie ahnen es, aber das Thema „gelebte Kultur“ spielt in der Zukunft eine entscheidende Rolle.

Große Herausforderungen bedeuten auch große Chancen

Wir brauchen - mehr denn je - eine positive Unternehmenskultur, die vom gesamten Unternehmen nicht nur gestützt, sondern stetig weiterentwickelt wird. Diese Kultur braucht Werte, die es zulassen, das tradierte - heute noch erfolgreiche - Geschäft in die Zukunft zu übertragen. Dazu ist es ebenso notwendig, dass neue Wege ausprobiert werden können und Scheitern eher als Chance denn als Gefahr gesehen wird. Kreativität und die Entwicklung neuer Ideen, neuer Produkte und Geschäftszweige muss nicht nur möglich sein, sondern aktiv gefördert werden. Das starre Denken in alten Mustern, Messgrößen, in Abteilungen und Silos muss überdacht und durch neues Denken ersetzt werden.

Eine große Herausforderung, aber eine noch viel größere Chance. Gemeinsam, also nicht nur Chefabteilung und Management, sondern wirklich abteilungsübergreifend über sämtliche Hierarchieebenen und Verantwortlichkeiten hinweg, gelingt es am besten, eine solche Veränderung nicht nur in Gang zu bringen, sondern in eine erfolgreiche Zukunft zu überführen. Hierfür brauche ich motivierte Mitarbeiter, die gerne das Unternehmen in eine positive Zukunft steuern. 

Über den Autor

Max Hergt ist erfolgreicher 5 Sterne Redner, erfahrener Unternehmer und investiert stetig in neue Start-ups. Er beschäftigt sich seit Jahren mit der digitalen Transformation. Als Zukunftscoach entwickelt er mit seinen Kunden aus KMU und Konzernen zukunftsfähige Geschäftsmodelle und neue Jobprofile. Seine Leidenschaft gilt dem Menschen. Das Thema positive Unternehmenskultur ist ihm entsprechend eine Herzensangelegenheit.

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Max Hergt

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Man kann es nicht oft genug erwähnen: Die Digitalisierung wird von den meisten Menschen nach wie vor massiv unterschätzt. Viele Chefs, Manager, Führungskräfte und Arbeitnehmer fragen sich immer noch, wie stark sich die Digitalisierung auf ihr Geschäft auswirkt. Im Zweifel massiv. Die technologische Entwicklung verändert nicht nur Produkte und Services, sondern vor allem auch die Kunden. Der Kunde gewöhnt sich immer mehr an individuelle, maßgeschneiderte Produkte und Dienstleistungen - und das branchenübergreifend. Längst ist es normal, dass ich mir neue Sportschuhe bestellen kann, die an mein Fußbett und meinem Lauf- und Bewegungsstil angepasst sind und in meinen gewählten Lieblingsfarben mit den eigenen Initialen erhältlich sind.

Digitalisierung ist längst Alltag

Fast schon Standard ist es, dass mein frei konfiguriertes Lieblingsmüsli auf Knopfdruck nach Hause kommt und ich an der Kaffeebar nicht nur meinen Lieblingskaffee aus fairem Handel und in Bioqualität bekomme, sondern zudem aus einer stetig wachsenden Auswahl an Milch- und Milchersatzprodukten wählen kann. Versicherungen lassen Kunden die Produktbausteine nach aktuellem Bedarf frei wählen und passen die Policen adaptiv nach Lebensgewohnheiten und -veränderungen flexibel an. In Zukunft wird die Versicherungsgesellschaft vorhersagen könenn, was ich benötige und welche Risiken in meinem Leben wirklich abgesichert sein müssen.

Ich kann meinen Gesundheitszustand immer besser mit Hilfe digitaler Assistenten kontrollieren, aufzeichnen und überwachen. Die Treffsicherheit der hieraus gestellten Diagnosen und Behandlungsmöglichkeiten wird dank künstlicher Intelligenz und riesiger konsolidierter Datenmengen, die weltweit gesammelt werden, immer präziser. Kurzum, fast alles wird für den Kunden, den Anwender, individueller, persönlicher und vor allem: Es verändert sich, stetig.

Lebens-, Arbeits- und Kundenwelten - wir sehen starke Veränderungen durch die fortschreitende Digitalisierung in allen Bereichen. Das bedeutet für Unternehmer, dass sie verstärkt darauf achten müssen, wer im eigenen Betrieb arbeitet und für Arbeitnehmer, sich selbst die Frage zu stellen, wie sie dem Thema gegenüber aufgeschlossen sind. Denn Produkte und Dienstleistungen werden sich in Zukunft immer häufiger ändern, sich anpassen. Die Halbwertszeit wird immer kürzer.

Verweigerung des digitalen Wandels ist keine Option

Oft sehe ich in meiner Arbeit ganz unterschiedliche Typen von Menschen in den Unternehmen und hier gibt es auch kein richtig oder falsch. Wie so oft kommt es auf die Mischung in der Belegschaft an. Selbstverständlich darf es auch Mitarbeiter geben, die das Thema technologischer Wandel kritisch hinterfragen. Oftmals sind es Leistungsträger im Unternehmen, die das traditionelle Geschäftsmodell erfolgreich am Laufen halten. Sie arbeiten mit bewährten Modellen und haben damit derzeit noch Erfolg. Sie vermitteln wichtige Systemstabilität in unruhigen Zeiten. Geachtet werden muss nur darauf, dass es beim kritischen Hinterfragen bleibt und es nicht zur Verweigerung des digitalen Wandels führt. Denn hier - und da bin ich ganz ehrlich - würde ich eine Gefahr fürs zukünftige Geschäft sehen.

Bis auf einige ganz kleine Ausnahmen, Nischen und Sonderfälle, wird es nicht ohne digitale Weiterentwicklung funktionieren. Innerhalb der Belegschaft und bei der Rekrutierung von neuem Personal sollte darauf geachtet werden, dass digitale Befürworter gefunden werden. Personen, die offen sind für neue Technologien und stetige Veränderungen. Diese Mitarbeiter können bei Akzeptanz durch die Kollegen sinnvoll dazu beitragen, Offenheit für neues zu schaffen und so die digitale Transformation des Unternehmens tatkräftig unterstützen. Wir brauchen mehr Brückenbauer im Unternehmen, die auf der einen Seite das Geschäft verstehen und auf der anderen Seite mit offensivem Handeln und Denken dazu beitragen, eine positive Stimmung innerhalb des Betriebs zu etablieren. So schafft man es, die Werte und Leitbilder mit Leben zu füllen und sie nicht bloß irgendwo festzuhalten. Sie ahnen es, aber das Thema „gelebte Kultur“ spielt in der Zukunft eine entscheidende Rolle.

Große Herausforderungen bedeuten auch große Chancen

Wir brauchen - mehr denn je - eine positive Unternehmenskultur, die vom gesamten Unternehmen nicht nur gestützt, sondern stetig weiterentwickelt wird. Diese Kultur braucht Werte, die es zulassen, das tradierte - heute noch erfolgreiche - Geschäft in die Zukunft zu übertragen. Dazu ist es ebenso notwendig, dass neue Wege ausprobiert werden können und Scheitern eher als Chance denn als Gefahr gesehen wird. Kreativität und die Entwicklung neuer Ideen, neuer Produkte und Geschäftszweige muss nicht nur möglich sein, sondern aktiv gefördert werden. Das starre Denken in alten Mustern, Messgrößen, in Abteilungen und Silos muss überdacht und durch neues Denken ersetzt werden.

Eine große Herausforderung, aber eine noch viel größere Chance. Gemeinsam, also nicht nur Chefabteilung und Management, sondern wirklich abteilungsübergreifend über sämtliche Hierarchieebenen und Verantwortlichkeiten hinweg, gelingt es am besten, eine solche Veränderung nicht nur in Gang zu bringen, sondern in eine erfolgreiche Zukunft zu überführen. Hierfür brauche ich motivierte Mitarbeiter, die gerne das Unternehmen in eine positive Zukunft steuern. 

Über den Autor

Max Hergt ist erfolgreicher 5 Sterne Redner, erfahrener Unternehmer und investiert stetig in neue Start-ups. Er beschäftigt sich seit Jahren mit der digitalen Transformation. Als Zukunftscoach entwickelt er mit seinen Kunden aus KMU und Konzernen zukunftsfähige Geschäftsmodelle und neue Jobprofile. Seine Leidenschaft gilt dem Menschen. Das Thema positive Unternehmenskultur ist ihm entsprechend eine Herzensangelegenheit.

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