Severin Mitterwald

Datens(ch)ätze - So wichtig sind sie für erfolgreiche Online-Videos

Severin Mitterwald, CEO von ZEHNTAUSENDGRAD. Foto: ZEHNTAUSENDGRAD
Data Driven Video Marketing, also die datenbasierte Kreation, ist eine Form der Auswertung und Verwendung von nutzergenerierten Online-Daten. Soweit so gut, aber was genau kann diese neue Methode? Und wie nützt sie Unternehmen bei Werbe-Videos? Das verrät Severin Mitterwald, CEO von ZEHNTAUSENDGRAD.

Data Driven Video Marketing ist eine aktuelle und erfolgsversprechende Methode, um Online-Kampagnen effizienter zu machen. Das Nutzungsverhalten von Usern hilft, Videos in Zukunft immer personalisierter und zielgruppenorientierter zu gestalten. So können individuell relevante Themen für den jeweiligen Nutzer identifiziert und Projekte dahingehend abgestimmt werden.

Reduzierung von Werbekosten

Die Videos werden nicht nur effizienter, sondern auch günstiger. Früher waren die Kosten für die Verbreitung eines Videos starr und hoch. Sie sind immer gleichgeblieben, egal wie gut oder schlecht ein Spot aufgenommen wurde. Durch die Dynamiken der Social Media Welt ändert sich das jetzt: je besser eine Video-Kreation beim User ankommt, desto geringer sind letztlich die Distributionskosten, denn durch Likes und Shares verbreiten sich die Inhalte in Sozialen Netzwerken so gut wie von selbst. Das setzt aber auch ansprechende und emotional aufgeladene Videos voraus, die den Zuschauern in jeder Sekunde einen Mehrwert bieten und sie unterhalten. Langweilige Werbemonologe oder klassische Imagefilme mit platten Sprüchen überzeugen nicht länger.

Eine aktuelle Studie von Microsoft zeigt jedoch: nur 20 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Deutschland legen bisher Wert auf Social Media Kommunikation und eine damit verbundene Datenauswertung. Eine erschreckend geringe Anzahl, wenn man bedenkt, wie wichtig und wirksam Video Kommunikation unbestritten ist. Weltweit werden täglich alleine eine Milliarde Stunden YouTube Clips angeschaut. Dennoch geben viele Unternehmen Video und Content-Produktionen in Auftrag, ohne vorher zu prüfen, auf was Kunden positiv reagieren, was sie erwarten oder wie lange sie ein Video ansehen möchten. In einem Wettbewerb, in dem die Aufmerksamkeit der User so hart umkämpft ist, ist eine Kommunikationsstrategie ohne Erfolgsmessung oder Zielgruppenorientierung, drastisch ausgedrückt, untauglich.

User-Daten sollten nicht nur erhoben werden, sondern müssen auch analysiert und passend genutzt werden. Das bedeutet: Daten als Grundlage für eine passende Kreativstrategie heranziehen und zukünftigen Content und Kampagnen dahingehend abstimmen. So können Unternehmen den Erfolg einer Kampagne datenbasiert besser vorhersagen und noch während einer laufenden Marketing-Maßnahme Optimierungen vornehmen.

Im Idealfall sieht das Vorgehen dann folgendermaßen aus:

1. Audience Reasearch:

Zunächst muss das Nutzungsverhalten der User auf sozialen Plattformen und anderen digitalen Kanälen analysiert werden. Anschließend kann darauf aufbauend eine passende Kreativ-Strategie, zugeschnitten auf die analysierte Zielgruppe, entwickelt werden.

2. Strategy Set-up:

Vor der eigentlichen kreativen Produktion sollte die Vermarktungsstrategie, die konkreten Zielgruppen und die KPI’s festgelegt werden (KPI’s = Key Performance Indicators. Das sind Kennzahlen, durch welche die Effektivität von Aktivitäten eines Unternehmens gemessen wird).

3. Media Planning:

Basierend auf den generierten Daten, der Zusammensetzung des Publikums und der ausgearbeiteten Strategie wird dann ein auf das Budget abgestimmter Media-Plan erstellt. Dafür muss auch das jeweilige passende Format gewählt werden.

4. Creative & Efficient Production:

Die Erkenntnisse der Audience Research sollten nun dazu genutzt werden, Konzept-Ideen für ansprechende, auf Publikum und Plattform zugeschnittene Videos zu entwickeln. Werbespots müssen unter Umständen auch in verschiedenen Variationen produziert werden, um für unterschiedliche Plattformen geeignet zu sein. Durch die Datenanalyse ist es anschließend möglich, durch A/B-Tests eine kontinuierliche Optimierung zu gewährleisten.

Entscheidend ist, dass die Video- und Content-Produktion immer auf der zuvor erarbeiteten optimalen Strategie basiert.

5. Optimized Publishing:

Im Anschluss folgt das unmittelbare Veröffentlichen des erarbeiteten Contents auf allen relevanten Plattformen und Channels.

6. Campaign Management:

Durch untersuchen von Verhalten und Nutzung der verschiedenen Zielgruppenpools kann die Kampagne kontinuierlich optimiert werden.

7. Reporting:

Letztendlich sollten die gewonnen Einblicke, Informationen und Zielgruppenpools immer dokumentiert werden. Denn die Ergebnisse können auch für weitere Kampagnen genutzt werden.

Severin Mitterwald
ZEHNTAUSENDGRAD Videowerbung GmbH

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Severin Mitterwald

Datens(ch)ätze - So wichtig sind sie für erfolgreiche Online-Videos

Severin Mitterwald, CEO von ZEHNTAUSENDGRAD. Foto: ZEHNTAUSENDGRAD
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Data Driven Video Marketing ist eine aktuelle und erfolgsversprechende Methode, um Online-Kampagnen effizienter zu machen. Das Nutzungsverhalten von Usern hilft, Videos in Zukunft immer personalisierter und zielgruppenorientierter zu gestalten. So können individuell relevante Themen für den jeweiligen Nutzer identifiziert und Projekte dahingehend abgestimmt werden.

Reduzierung von Werbekosten

Die Videos werden nicht nur effizienter, sondern auch günstiger. Früher waren die Kosten für die Verbreitung eines Videos starr und hoch. Sie sind immer gleichgeblieben, egal wie gut oder schlecht ein Spot aufgenommen wurde. Durch die Dynamiken der Social Media Welt ändert sich das jetzt: je besser eine Video-Kreation beim User ankommt, desto geringer sind letztlich die Distributionskosten, denn durch Likes und Shares verbreiten sich die Inhalte in Sozialen Netzwerken so gut wie von selbst. Das setzt aber auch ansprechende und emotional aufgeladene Videos voraus, die den Zuschauern in jeder Sekunde einen Mehrwert bieten und sie unterhalten. Langweilige Werbemonologe oder klassische Imagefilme mit platten Sprüchen überzeugen nicht länger.

Eine aktuelle Studie von Microsoft zeigt jedoch: nur 20 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Deutschland legen bisher Wert auf Social Media Kommunikation und eine damit verbundene Datenauswertung. Eine erschreckend geringe Anzahl, wenn man bedenkt, wie wichtig und wirksam Video Kommunikation unbestritten ist. Weltweit werden täglich alleine eine Milliarde Stunden YouTube Clips angeschaut. Dennoch geben viele Unternehmen Video und Content-Produktionen in Auftrag, ohne vorher zu prüfen, auf was Kunden positiv reagieren, was sie erwarten oder wie lange sie ein Video ansehen möchten. In einem Wettbewerb, in dem die Aufmerksamkeit der User so hart umkämpft ist, ist eine Kommunikationsstrategie ohne Erfolgsmessung oder Zielgruppenorientierung, drastisch ausgedrückt, untauglich.

User-Daten sollten nicht nur erhoben werden, sondern müssen auch analysiert und passend genutzt werden. Das bedeutet: Daten als Grundlage für eine passende Kreativstrategie heranziehen und zukünftigen Content und Kampagnen dahingehend abstimmen. So können Unternehmen den Erfolg einer Kampagne datenbasiert besser vorhersagen und noch während einer laufenden Marketing-Maßnahme Optimierungen vornehmen.

Im Idealfall sieht das Vorgehen dann folgendermaßen aus:

1. Audience Reasearch:

Zunächst muss das Nutzungsverhalten der User auf sozialen Plattformen und anderen digitalen Kanälen analysiert werden. Anschließend kann darauf aufbauend eine passende Kreativ-Strategie, zugeschnitten auf die analysierte Zielgruppe, entwickelt werden.

2. Strategy Set-up:

Vor der eigentlichen kreativen Produktion sollte die Vermarktungsstrategie, die konkreten Zielgruppen und die KPI’s festgelegt werden (KPI’s = Key Performance Indicators. Das sind Kennzahlen, durch welche die Effektivität von Aktivitäten eines Unternehmens gemessen wird).

3. Media Planning:

Basierend auf den generierten Daten, der Zusammensetzung des Publikums und der ausgearbeiteten Strategie wird dann ein auf das Budget abgestimmter Media-Plan erstellt. Dafür muss auch das jeweilige passende Format gewählt werden.

4. Creative & Efficient Production:

Die Erkenntnisse der Audience Research sollten nun dazu genutzt werden, Konzept-Ideen für ansprechende, auf Publikum und Plattform zugeschnittene Videos zu entwickeln. Werbespots müssen unter Umständen auch in verschiedenen Variationen produziert werden, um für unterschiedliche Plattformen geeignet zu sein. Durch die Datenanalyse ist es anschließend möglich, durch A/B-Tests eine kontinuierliche Optimierung zu gewährleisten.

Entscheidend ist, dass die Video- und Content-Produktion immer auf der zuvor erarbeiteten optimalen Strategie basiert.

5. Optimized Publishing:

Im Anschluss folgt das unmittelbare Veröffentlichen des erarbeiteten Contents auf allen relevanten Plattformen und Channels.

6. Campaign Management:

Durch untersuchen von Verhalten und Nutzung der verschiedenen Zielgruppenpools kann die Kampagne kontinuierlich optimiert werden.

7. Reporting:

Letztendlich sollten die gewonnen Einblicke, Informationen und Zielgruppenpools immer dokumentiert werden. Denn die Ergebnisse können auch für weitere Kampagnen genutzt werden.

Severin Mitterwald
ZEHNTAUSENDGRAD Videowerbung GmbH

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