Dr. Matthias Walter, Blue Advisory GmbH

Künstliche Intelligenz: „Wie die Mitarbeiter für KI begeistern?“

B4B Leser fragen, Branchenexperten antworten: Viele Unternehmen arbeiten an Szenarien, wie Künstliche Intelligenz (KI) ihre Firma weiterbringen kann. Doch oft blockieren die Mitarbeiter – schließlich könnte sie die Maschine ersetzen. Doch wie lassen sich Widerstände gegen KI in der Belegschaft auflösen? Unser Experte Dr. Matthias Walter, Senior Manager Blue Advisory GmbH und Geschäftsführer der Blue Intelligence GmbH, kennt die Antwort.

Ich möchte das aus meiner Sicht effektivste „Mittel“, um Widerstände und Ängste gegen KI in der Belegschaft abzubauen, gleich vorweg nennen: kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren!

Ich habe Blockadehaltungen häufig in Fällen beobachten können, in denen die Belegschaft nicht oder nicht ausreichend eingebunden war. Das kann zu Ängsten oder Widerständen führen – vor allem, wenn wir wie im Fall der „Künstlichen Intelligenz“, über einen sehr abstrakten Begriff sprechen. Das Schwierige an KI ist, dass es DIE EINE KI nicht gibt. KI fängt einfach gesagt bei Hilfsmitteln zur besseren Analyse großer Datenmengen an und reicht über Predictive Maintenance und Chat Bots bis hin zu selbständig lernenden Robotern. Nicht nur unter Mitarbeitern, sondern auch auf der Führungsebene, herrscht hier oft ein uneinheitliches Begriffsverständnis – sogar innerhalb eines Unternehmens. Und vor einem „Phantom“ ohne konkretes Gesicht herrscht Skepsis. Ist mein Arbeitsplatz zukünftig überflüssig? Wie verändert sich mein Jobprofil dadurch? Im Sinne eines guten Change Managements hilft hier lediglich eine offene Kommunikation mit der Belegschaft.

KI für die Mitarbeiter greifbar machen

Nun ist aber Kommunikation nicht gleich Kommunikation. Kommunikation kann so unkonkret sein, dass sie Ängste sogar verstärkt. Daher rate ich: machen Sie KI greifbar für Ihre Mitarbeiter. Zeigen Sie bspw. Auszüge aus der „KI-Agenda“ Ihres Unternehmens auf und untermauern Sie diese mit Beispielen. Damit geben Sie dem „KI-Phantom“ ein Gesicht. Zeigen Sie auf, welche Chancen daraus für das Unternehmen resultieren, wie sich die Arbeit der Mitarbeiter verändern könnte und wie KI bei der täglichen Arbeit unterstützen kann. Zeigen Sie auch auf was passiert, wenn das Unternehmen nichts dergleichen unternimmt und so vielleicht den Anschluss im Wettbewerb verliert. Achten Sie auch darauf, dass es sich um einen Dialog handelt. Erkennen Sie die Bedenken Ihrer Mitarbeiter und nehmen Sie diese ernst.

Als Mittel zur Kommunikation bieten sich verschiedene Möglichkeiten an wie beispielsweise Mitarbeiterversammlungen, Einzelgespräche mit besorgten Mitarbeitern und Positivmultiplikatoren im Unternehmen, Intranet-Veröffentlichungen, „Roadshows“ durch das Unternehmen oder auch die Aufnahme von entsprechenden Schulungsangeboten. Bei der Wahl der richtigen Instrumente sollten Sie auch Faktoren wie Unternehmensgröße, Mitarbeiterstruktur, Branche („klassisch“ produzierende Mittelständler werden durch KI anders betroffen sein als beispielsweise Handelsunternehmen) oder geplante Einsatzzwecke der KI berücksichtigen.

Sie haben Rückfragen an unseren Experten Dr. Matthias Walter, oder wünschen eine tiefergehende Beratung? Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt auf.

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Ich habe Blockadehaltungen häufig in Fällen beobachten können, in denen die Belegschaft nicht oder nicht ausreichend eingebunden war. Das kann zu Ängsten oder Widerständen führen – vor allem, wenn wir wie im Fall der „Künstlichen Intelligenz“, über einen sehr abstrakten Begriff sprechen. Das Schwierige an KI ist, dass es DIE EINE KI nicht gibt. KI fängt einfach gesagt bei Hilfsmitteln zur besseren Analyse großer Datenmengen an und reicht über Predictive Maintenance und Chat Bots bis hin zu selbständig lernenden Robotern. Nicht nur unter Mitarbeitern, sondern auch auf der Führungsebene, herrscht hier oft ein uneinheitliches Begriffsverständnis – sogar innerhalb eines Unternehmens. Und vor einem „Phantom“ ohne konkretes Gesicht herrscht Skepsis. Ist mein Arbeitsplatz zukünftig überflüssig? Wie verändert sich mein Jobprofil dadurch? Im Sinne eines guten Change Managements hilft hier lediglich eine offene Kommunikation mit der Belegschaft.

KI für die Mitarbeiter greifbar machen

Nun ist aber Kommunikation nicht gleich Kommunikation. Kommunikation kann so unkonkret sein, dass sie Ängste sogar verstärkt. Daher rate ich: machen Sie KI greifbar für Ihre Mitarbeiter. Zeigen Sie bspw. Auszüge aus der „KI-Agenda“ Ihres Unternehmens auf und untermauern Sie diese mit Beispielen. Damit geben Sie dem „KI-Phantom“ ein Gesicht. Zeigen Sie auf, welche Chancen daraus für das Unternehmen resultieren, wie sich die Arbeit der Mitarbeiter verändern könnte und wie KI bei der täglichen Arbeit unterstützen kann. Zeigen Sie auch auf was passiert, wenn das Unternehmen nichts dergleichen unternimmt und so vielleicht den Anschluss im Wettbewerb verliert. Achten Sie auch darauf, dass es sich um einen Dialog handelt. Erkennen Sie die Bedenken Ihrer Mitarbeiter und nehmen Sie diese ernst.

Als Mittel zur Kommunikation bieten sich verschiedene Möglichkeiten an wie beispielsweise Mitarbeiterversammlungen, Einzelgespräche mit besorgten Mitarbeitern und Positivmultiplikatoren im Unternehmen, Intranet-Veröffentlichungen, „Roadshows“ durch das Unternehmen oder auch die Aufnahme von entsprechenden Schulungsangeboten. Bei der Wahl der richtigen Instrumente sollten Sie auch Faktoren wie Unternehmensgröße, Mitarbeiterstruktur, Branche („klassisch“ produzierende Mittelständler werden durch KI anders betroffen sein als beispielsweise Handelsunternehmen) oder geplante Einsatzzwecke der KI berücksichtigen.

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