Strategische Investition im Unterallgäu

Alois Müller baut weltweit einzigartige Green Factory 2.0

Beim offiziellen Spatenstich in Ungerhausen. Foto: Ingo Jensen/Alois Müller
Großprojekt in Ungerhausen im Unterallgäu: Die Alois Müller GmbH errichtet dort das größte nahezu energieautarke Produktions- und Bürogebäude der Welt. So entsteht auf einer Fläche von 18.000 Quadratmetern die neue Green Factory 2.0.

Bereits seit 2012 betreibt das Unternehmen eine rund 4.000 Quadratmeter große Green Factory. Diese wird nun nochmals um 10.000 Quadratmeter an Produktions-  und Lagerflächen sowie weiteren 4.000 Quadratmetern für Büro, Verwaltung, Schulung und Kantine erweitert.

Wichtiger strategischer Schritt

„Wir haben vor fünf Jahren die erste Green Factory gebaut, um den Grad der Vorfertigung deutlich zu erhöhen, weil wir dadurch die Prozess-Sicherheit erhöhen und unseren Kunden eine deutlich höhere Qualität anbieten können. Diese Strategie ist voll aufgegangen und wir müssen jetzt den nächsten Schritt machen, wenn wir diesen Wachstumsmarkt auch in Zukunft bedienen möchten. Dazu müssen wir selbst weiter wachsen und laufend in modernste Technologien investieren“, erklärt Andreas Müller, Geschäftsführer der Alois Müller GmbH.

Andreas Müller, Geschäftsführer der Alois Müller Gruppe. Foto: Ingo Jensen/Alois Müller

Inbetriebnahme im Frühjahr 2018

Die neue Green Factory 2.0 wird beinahe ausschließlich über eine 1,1 Megawatt-Photovoltaikanlage mit regenerativer Sonnenenergie versorgt. Die neue Fabrik, deren Bau von der Europäischen Union finanziell gefördert wird, soll bereits im Frühjahr 2018 in Betrieb genommen werden. Dort wird die Alois Müller GmbH in Zukunft hauptsächlich Energiemodul-Systeme und weitere versorgungstechnische Komponenten des Anlagenbaus wie zum Beispiel Rohrleitungs-Systeme aus Stahl und Edelstahl fertigen.

Bereiche werden auf zwei Standorte aufgeteilt

Im Zuge der Erweiterung der Green Factory wird der gesamte Anlagenbau der Alois Müller GmbH stückweise von Memmingen nach Ungerhausen verlegt. Lärm- und verkehrsintensive Arbeiten werden so vorausschauend an die Autobahn verlagert. Die Hauptverwaltung der Alois Müller GmbH sowie die Schwerpunkte „Engineering“ und „Service“ bleiben weiterhin am Standort in Memmingen. „Durch das Splitting schaffen wir die optimalen Bedingungen für die unterschiedlichen Arbeitsfelder. So schaffen wir den Raum, dass wir langfristig in allen Bereichen nachhaltig wachsen können. Und das ist dringend nötig“, so Müller.

Andreas Müller, Geschäftsführer der Alois Müller Gruppe. Foto: Ingo Jensen/Alois Müller

Neubau verfolgt zwei Ziele

Mit dem Neubau will Müller einerseits zeigen, wie sich nachhaltige, ressourcenschonende Produktions-Umgebungen in der Praxis realisieren lassen. Andererseits positioniert sich die Gruppe damit auch als innovativer Arbeitgeber. „Wir arbeiten als Dienstleister für das Who-is-Who der deutschen Wirtschaft. Dafür brauchen wir die besten Arbeitnehmer. Und die bekommen wir nur, wenn wir ihnen die besten Arbeits-Bedingungen bieten“, so Müller.

Zusammenarbeit mit Memminger Bauunternehmen

Erstellt wird die neue Green Factory 2.0 der Alois Müller Gruppe von der ebenfalls in Memmingen ansässigen Josef Hebel GmbH & Co. Bauunternehmung als Teilschlüsselfertigbau. Die technische Gebäude-Ausstattung übernehmen die Spezialisten von Alois Müller komplett in Eigenregie. „Bei der Auftragsvergabe für den Bau war mir wichtig, einen zuverlässigen Partner aus der Region auszuwählen. Da wir mit Josef Hebel bereits viele Baustellen und Projekte gemeinsam gemeistert haben und wir insgesamt hervorragend zusammenarbeiten, war es naheliegend, unseren Partner auch beim eigenen Großprojekt wieder mit ins Boot zu holen“, sagt Müller.

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