101 Köpfe, Folge 121

Carolina Trautner: „Ich hätte gerne mit Louis Armstrong musiziert “

Staatssekretärin Carolina Trautner ist studierte Apothekerin. Wie es zum Schritt in die Politik kam, welchen Moment ihrer Karriere sie gerne noch einmal erleben würde und welches Lied sie gerne mit Louis Armstrong gespielt hätte, verrät sie im 101 Köpfe-Interview.

Name: Carolina Trautner

Alter: 57

Position: Staatssekretärin für Familie, Arbeit und Soziales, Mitglied des Bayerischen Landtags

Unternehmen: Bayerische Staatsregierung, Bayerischer Landtag

Hobbies: Saxophon, Dauerlauf


B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie kam es nach Ihrem Studium der Pharmazie zum Schritt in die Politik?

Carolina Trautner: Über ehrenamtliches Engagement. Nachdem ich mich in meiner Heimatgemeinde Stadtbergen, die damals noch keine Stadt war, als Elternbeirätin im Kindergarten für ein Thema eingesetzt habe, wurde ich eingeladen, mich auch in der CSU zu engagieren. Dies habe ich gerne angenommen und wurde prompt die Vorsitzende des CSU-Verbandes vor Ort.

Vermissen Sie manchmal die Arbeit als Apothekerin?

Alles hat seine Zeit. Mir hat die Arbeit als Apothekerin unheimlich viel Freude gemacht. Aber auch in meiner jetzigen Funktion kann ich den Menschen – nach bestem Wissen und Gewissen – helfen!

Als studierte Apothekerin: Welches „Mittel“ hilft gegen Stress im Beruf?

Auch wenn man tatsächlich nicht wirklich viel Freizeit hat, diese gilt es dann bewusst zu nutzen. Leider habe ich kein „Geheimmittelchen“.

Wie hat sich Ihr Alltag mit dem Ruf ans Staatsministerium geändert?

Mein Arbeitsalltag hat sich natürlich stärker nach München verlagert und ich nehme viele Termine in allen Teilen Bayerns wahr. Dies bedarf einer guten Vorbereitung und einer exakten Taktung. Spontane Zusagen schließt das mittlerweile nahezu aus.

Welchen Moment in Ihrer Karriere würden Sie gerne nochmal erleben?

Meine erste Rede als Abgeordnete – einfach weil es etwas ganz Besonderes ist, im Bayerischen Landtag als Volksvertreterin sprechen zu dürfen. Gleiches gilt aber auch für meine Berufung in die Staatsregierung, worauf ich immer noch sehr stolz bin.

Als Politikerin haben Sie auch Einblicke in Unternehmen der Region. Welcher Besuch wird Ihnen immer in Erinnerung bleiben?

Wir haben in der Region viele wirklich ganz tolle Unternehmen, sodass es schwer ist, eines herauszunehmen. Nie vergessen werde ich allerdings Erfahrungen, die ich in meinen jährlichen Praktika gemacht habe. Einmal „musste“ ich beispielsweise mitten in der Nacht in der Backstube antreten. Da wurde mir so richtig bewusst, was hinter einem so vermeintlich einfachen Lebensmittel wie einer Breze steckt. Und das zweite ist, dass ich einen halben Tag lang „Gelbe Säcke“ eingesammelt habe. Auch etwas, was wir im Alltag manchmal vielleicht für zu selbstverständlich ansehen.

Bei welchem Unternehmen würden Sie gerne einmal hinter die Kulissen blicken?

Bei einem der großen amerikanischen Internetriesen. Mich würde interessieren, wie es gelang, mit dem wahnsinnig schnellen Aufstieg umzugehen und dies zu kompensieren. Außerdem würde ich gerne Einblicke in die dortige Unternehmenskultur bekommen.

Sie haben Ihr Abitur am A.B. von Stettenschem Institut gemacht. War eine Mädchenschule für Sie die richtige Wahl?

Ja und Nein. Ja, weil es eine sehr gute Schule war und ist. Nein, weil es mit Jungs in der Schule sicherlich auch lustig gewesen wäre.

Was ist Ihr spannendstes Wandererlebnis?

Bei einer Tour entlang einer alten Bahntrasse, die durch mehrere Tunnel führte, mussten sich unsere damals noch kleinen Kinder mit Taschenlampen den Weg suchen – ein spannendes Familienerlebnis!

Gibt es für sie als Saxophonistin einen Musiker, mit dem Sie gerne einmal zusammen spielen würden?

Ich hätte gerne mit Louis Armstrong zusammen musiziert – am liebsten den weltbekannten Song „What a wonderful world“! Völlig utopisch, auch vom Können her!

Welche regionalen Sportteams feuern Sie an und was verbindet Sie mit diesen?

Den FCA und die Topstar Kangaroos (Basketball) – ich versuche so viele Spiele wie möglich der beiden Vereine zu besuchen und bin ein echter Fan!

Was ist Ihr Lieblings-Ort in Stadtbergen?

Da gibt es zahlreiche. Einer davon ist sicher die Friedenskirche, nicht zuletzt, weil ich langjährig Mitglied im Kirchenvorstand war.

Neben Schlüssel, Geldbeutel und Smartphone: Welche drei Dinge dürfen in Ihrer Handtasche nicht fehlen?

Visitenkarten, Pflaster und Gummibärchen

Ganz spontan in 30 Sekunden: Drei tolle Persönlichkeiten aus Bayerisch-Schwaben?

Jakob Fugger, Katharina Althaus und das Kasperle aus der Puppenkiste.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
101 Köpfe, Folge 121

Carolina Trautner: „Ich hätte gerne mit Louis Armstrong musiziert “

Staatssekretärin Carolina Trautner ist studierte Apothekerin. Wie es zum Schritt in die Politik kam, welchen Moment ihrer Karriere sie gerne noch einmal erleben würde und welches Lied sie gerne mit Louis Armstrong gespielt hätte, verrät sie im 101 Köpfe-Interview.

Name: Carolina Trautner

Alter: 57

Position: Staatssekretärin für Familie, Arbeit und Soziales, Mitglied des Bayerischen Landtags

Unternehmen: Bayerische Staatsregierung, Bayerischer Landtag

Hobbies: Saxophon, Dauerlauf


B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie kam es nach Ihrem Studium der Pharmazie zum Schritt in die Politik?

Carolina Trautner: Über ehrenamtliches Engagement. Nachdem ich mich in meiner Heimatgemeinde Stadtbergen, die damals noch keine Stadt war, als Elternbeirätin im Kindergarten für ein Thema eingesetzt habe, wurde ich eingeladen, mich auch in der CSU zu engagieren. Dies habe ich gerne angenommen und wurde prompt die Vorsitzende des CSU-Verbandes vor Ort.

Vermissen Sie manchmal die Arbeit als Apothekerin?

Alles hat seine Zeit. Mir hat die Arbeit als Apothekerin unheimlich viel Freude gemacht. Aber auch in meiner jetzigen Funktion kann ich den Menschen – nach bestem Wissen und Gewissen – helfen!

Als studierte Apothekerin: Welches „Mittel“ hilft gegen Stress im Beruf?

Auch wenn man tatsächlich nicht wirklich viel Freizeit hat, diese gilt es dann bewusst zu nutzen. Leider habe ich kein „Geheimmittelchen“.

Wie hat sich Ihr Alltag mit dem Ruf ans Staatsministerium geändert?

Mein Arbeitsalltag hat sich natürlich stärker nach München verlagert und ich nehme viele Termine in allen Teilen Bayerns wahr. Dies bedarf einer guten Vorbereitung und einer exakten Taktung. Spontane Zusagen schließt das mittlerweile nahezu aus.

Welchen Moment in Ihrer Karriere würden Sie gerne nochmal erleben?

Meine erste Rede als Abgeordnete – einfach weil es etwas ganz Besonderes ist, im Bayerischen Landtag als Volksvertreterin sprechen zu dürfen. Gleiches gilt aber auch für meine Berufung in die Staatsregierung, worauf ich immer noch sehr stolz bin.

Als Politikerin haben Sie auch Einblicke in Unternehmen der Region. Welcher Besuch wird Ihnen immer in Erinnerung bleiben?

Wir haben in der Region viele wirklich ganz tolle Unternehmen, sodass es schwer ist, eines herauszunehmen. Nie vergessen werde ich allerdings Erfahrungen, die ich in meinen jährlichen Praktika gemacht habe. Einmal „musste“ ich beispielsweise mitten in der Nacht in der Backstube antreten. Da wurde mir so richtig bewusst, was hinter einem so vermeintlich einfachen Lebensmittel wie einer Breze steckt. Und das zweite ist, dass ich einen halben Tag lang „Gelbe Säcke“ eingesammelt habe. Auch etwas, was wir im Alltag manchmal vielleicht für zu selbstverständlich ansehen.

Bei welchem Unternehmen würden Sie gerne einmal hinter die Kulissen blicken?

Bei einem der großen amerikanischen Internetriesen. Mich würde interessieren, wie es gelang, mit dem wahnsinnig schnellen Aufstieg umzugehen und dies zu kompensieren. Außerdem würde ich gerne Einblicke in die dortige Unternehmenskultur bekommen.

Sie haben Ihr Abitur am A.B. von Stettenschem Institut gemacht. War eine Mädchenschule für Sie die richtige Wahl?

Ja und Nein. Ja, weil es eine sehr gute Schule war und ist. Nein, weil es mit Jungs in der Schule sicherlich auch lustig gewesen wäre.

Was ist Ihr spannendstes Wandererlebnis?

Bei einer Tour entlang einer alten Bahntrasse, die durch mehrere Tunnel führte, mussten sich unsere damals noch kleinen Kinder mit Taschenlampen den Weg suchen – ein spannendes Familienerlebnis!

Gibt es für sie als Saxophonistin einen Musiker, mit dem Sie gerne einmal zusammen spielen würden?

Ich hätte gerne mit Louis Armstrong zusammen musiziert – am liebsten den weltbekannten Song „What a wonderful world“! Völlig utopisch, auch vom Können her!

Welche regionalen Sportteams feuern Sie an und was verbindet Sie mit diesen?

Den FCA und die Topstar Kangaroos (Basketball) – ich versuche so viele Spiele wie möglich der beiden Vereine zu besuchen und bin ein echter Fan!

Was ist Ihr Lieblings-Ort in Stadtbergen?

Da gibt es zahlreiche. Einer davon ist sicher die Friedenskirche, nicht zuletzt, weil ich langjährig Mitglied im Kirchenvorstand war.

Neben Schlüssel, Geldbeutel und Smartphone: Welche drei Dinge dürfen in Ihrer Handtasche nicht fehlen?

Visitenkarten, Pflaster und Gummibärchen

Ganz spontan in 30 Sekunden: Drei tolle Persönlichkeiten aus Bayerisch-Schwaben?

Jakob Fugger, Katharina Althaus und das Kasperle aus der Puppenkiste.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben