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Wirtschaftliche Zurückhaltung bremst Neuinvestitionen der BayBG
Investitionen

Wirtschaftliche Zurückhaltung bremst Neuinvestitionen der BayBG

Die BayBG-Geschäftsführung, von links: Peter Pauli und Peter Herreiner. Foto: BayBG
Die BayBG-Geschäftsführung, von links: Peter Pauli und Peter Herreiner. Foto: BayBG

Die Beteiligungsgesellschaft investierte im Geschäftsjahr 2024/25 rund 37,8 Millionen Euro – und damit 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Ein Grund: Viele Unternehmen stecken im Dauerkrisenmodus.

Im vergangenen Geschäftsjahr verzeichnete die Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH (BayBG) ein spürbar rückläufiges Investitionsvolumen. Ursachen für diese Entwicklung sei die angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland sowie anhaltende globale Unsicherheiten. Diese hätten bei vielen heimischen Betrieben zu einer massiven Zurückhaltung bei Ausgaben führten. Insgesamt lag der Beteiligungsbestand zum Stichtag Ende September bei 364 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 382,4 Millionen Euro.

Finanzierungsschwerpunkte verschieben sich

Der Abschwung habe sich besonders im traditionellen Kerngeschäft der Wachstumsfinanzierung für den Mittelstand gezeigt. Hier halbierten sich die Neuinvestitionen im Vergleich zum Vorjahr nahezu, von 22 Millionen Euro auf 12,8 Millionen Euro. Anstatt auf Wachstum liege der Fokus der Unternehmen derzeit vielmehr auf Krisenbewältigung. Dementsprechend stabil blieben die Kapitalflüsse in anderen Segmenten wie Firmennachfolgen oder dem Start-up-Bereich. Geschäftsführer Peter Herreiner erklärt: „Die Beteiligungsanlässe haben sich spürbar verschoben. Wachstumsfinanzierungen spielten eine eher untergeordnete Rolle.“

BayBG investiert in bayerisch-schwäbische Bredent Group 

In Bayerisch-Schwaben belief sich das Portfolio der Gesellschaft auf 36,7 Millionen Euro. Neu investierte BayBG im vergangenen Geschäftsjahr in die Bredent Group aus Senden, Landkreis Neu-Ulm. Der Hersteller für Dentaltechnik gelte als „Hidden Champion“ der Branche und decke den Bedarf entlang der gesamten Wertschöpfungskette für Implantologie ab.

Gestiegene Ausfälle im Gesamtportfolio

Das herausfordernde Marktumfeld wirkte sich parallel auf den bestehenden Bestand aus. Die Zahl der Unternehmenspleiten fiel laut der Gesellschaft unerwartet hoch aus, da selbst Firmen mit funktionierenden Geschäftsmodellen massive Schwierigkeiten bei der Finanzierung notwendiger Veränderungsprozesse gehabt hätten. Geschäftsführer Peter Pauli benennt die angespannte Situation direkt: „Im abgelaufenen Geschäftsjahr hätten wir uns auf der Ausfallseite eine bessere Entwicklung gewünscht.“ Dennoch betrachte man die eigenes Risikomanagement über einen Fünfjahreszeitraum hinweg weiterhin als intakt. Eine künstliche Ausweitung des Neugeschäfts auf Kosten der internen Prüfstandards sei bewusst vermieden worden.

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