Industriewoche gegen Fachkräftemangel

Südwestmetall Ulm: „Metall- und Elektro ist das Herz der Wirtschaft

Der Discovery Industry Truck hält bei HENSOLDT. Foto: Südwestmetall
Die Region Ulm/Alb-Donau/Biberach ist einer der erfolgreichsten Wirtschafts-Standorte Deutschlands. Als eine der stärksten Industrie-Regionen intensiviert diese ihre Bemühungen, genügend Fachpersonal für die Zukunft zu finden.

Die IHK Ulm und Südwestmetall wiesen daher zum Auftakt der Industriewoche Baden-Württemberg 2017 (19. bis 25. Juni) auf die Bedeutung der Industrie in ihrer Region hin. So weist diese die vierthöchste industrielle Brutto-Wertschöpfung pro Kopf im Vergleich mit den anderen 78 Regionen der IHKs in Deutschland auf. Der regionale Anteil des Verarbeitenden Gewerbes sei überdurchschnittlich hoch. „Die Industrie ist der Wirtschaftsmotor unserer Region“, erklärt IHK Ulm Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle. Götz Maier, Geschäftsführer der Bezirksgruppe Ulm, ergänzt: „Metall- und Elektro ist innerhalb der Industrie das Herz der Wirtschaft und bietet attraktive Arbeitsplätze.“

Discovery Industry Truck hält bei HENSOLDT

Die Industrie und die Organisationen IHK und Südwestmetall präsentieren sich daher im Rahmen der Industriewoche in rund 20 regionalen Veranstaltungen. Die Woche der Industrie beginnt in der Südwestmetall Bezirksgruppe Ulm mit drei Tagen Präsentation des Discovery Industry Trucks bei der Mitgliedsfirma HENSOLDT. Der Truck gibt auf zwei Stockwerken Einblicke in die Welt der Metall- und Elektroindustrie. Es werden Ausbildungs- und Karriere-Möglichkeiten erklärt sowie der Arbeitsalltag an fünf beispielhaften Arbeitsstationen vorgestellt. Dabei stehen naturwissenschaftliche und technische Studiengänge im Mittelpunkt und werden praxisnah durch Robotik, einem 3D-Scanner, oder einem Windkanal veranschaulicht.

600 offene Stellen in der regionalen Metall- und Elektroindustrie

„Es ist schön, dass das Wirtschaftsministerium die Industriewoche ausgerufen hat, um die Bedeutung der Industrie für Wirtschaft und Gesellschaft allen Menschen deutlich zu machen“, meint Otto Sälzle weiter. Nahezu drei von zehn sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Baden-Württemberg sind in der Industrie tätig. Auf regionaler Ebene ist es sogar jeder Dritte. Und auch beim Anteil an den Auszubildenden verzeichnet die Industrie regional und landesweit ähnliche Anteile. Nach aktuellen Zahlen seien jedoch noch rund 600 Stellen in der regionalen Metall- und Elektroindustrie unbesetzt, dazu auch noch einige Ausbildungsplätze.

„Wir haben hier in der Region doch die besten Voraussetzungen für die jungen Menschen"

Die Bedeutung der Industrie mit ihren vielfältigen Berufen betonte auch Iris Mann, Bürgermeisterin der Stadt Ulm für den Fachbereich Kultur, Bildung und Soziales. „Fachkräfte werden hier in Ulm sowohl an den Hochschulen mit ihren vielen MINT-Studiengängen als auch an den beruflichen Schulen ausgebildet und kommen hier im Anschluss auch gleich gut unter“, sagte sie und fügte hinzu: „Wir haben hier in der Region doch die besten Voraussetzungen für die jungen Menschen sowohl über eine Ausbildung als auch ein Studium. Denn die Betriebe sind einfach klasse und damit lässt sich bei guten Einkommen sehr gut in die Zukunft blicken.“

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben