Für weniger Studienabbrecher

Südwestmetall startet MINToring-Programm in Ulm

Südwestmetall startet in Ulm das Programm MINToring. Foto: Südwestmetall
Absolventen von MINT-Studiengängen sind gefragte Fachkräfte. Wichtig ist deshalb, die Studienabbrecher-Quoten so gering wie möglich zu halten. Der Arbeitgeberverband Südwestmetall und die VECTOR Stiftung starten deshalb in Ulm das Projekt „MINToring – Studierende begleiten Abiturienten und Studienanfänger“.

Die Hochschulen in Baden-Württemberg haben insbesondere in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) mit hohen Studienabbrecher-Quoten zu kämpfen. Um dem Problem zu begegnen, wurde das Projekt „MINToring – Studierende begleiten Abiturienten und Studienanfänger“ ins Leben gerufen. Nach dem erfolgreichen Projektstart in Stuttgart, Karlsruhe und Esslingen folgen nun die Standorte Aalen und Ulm.

Bedarf an MINT-Studienabsolventen soll weiter steigen

Der Geschäftsführer der Südwestmetall-Bezirksgruppe Ulm, Götz Maier, weist auf die besondere Bedeutung des Projekts für die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie hin: „Bei unseren Betrieben gibt es ein besonders großes Interesse an erfolgreichen Studienabsolventen aus den MINT-Disziplinen. Gerade im Hinblick auf die fortschreitende Digitalisierung der Industrie wird der Bedarf hier sogar noch wachsen.“

Projekt erreicht Studienabbrecher-Quote von null Prozent

„Mit dem Mentorenprogramm MINToring unterstützen wir Schülerinnen und Schüler bei ihrer Studienorientierung und in den ersten Semestern ihres MINT-Studiums“, erläutert Matthias Toepfer, Leiter des Referats Hochschulpolitik und Politischer Dialog bei Südwestmetall. „Die Studienabbrecher-Quote von null Prozent bei den Teilnehmern des Programms ist ein toller Erfolg. Wesentliches Erfolgsrezept hierbei ist die engagierte Betreuung durch Studierende höherer Semester.“

Über das Projekt „MINToring – Studierende begleiten Abiturienten und Studienanfänger“

Hinter dem MINToring-Projekt steht die zentrale Idee, Schüler für naturwissenschaftliche und technische Studiengänge zu gewinnen und auf ihrem Weg in ein MINT-Studium zu begleiten. Hierzu stehen Studierende der MINT-Fächer (MINToren) den jungen Erwachsenen (MINTees) beratend und unterstützend zur Seite. Zum einen werden Einblicke in verschiedene Studiengänge und das Studentenleben gegeben. Zum anderen werden durch die Begleitung seitens der MINToren in den ersten Semestern die Studienabläufe stabilisiert.

Überzeugte Teilnehmer

„Mir wurde der Übergang zum Universitätsalltag durch das Projekt sehr vereinfacht“, berichtet Tamara Cirillo. Die 26-jährige studiert Technologiemanagement an der Universität Stuttgart. „Inzwischen bin ich selbst MINTorin geworden, weil ich die vielen wertvollen Informationen, die ich durch das Projekt gewinnen konnte, gerne weitergeben möchte“, erläutert sie. Die 23-jährige Studentin der Luft- und Raumfahrttechnik, Linda Mally, sagt, sie sei MINTorin geworden, weil sie Schülern Mut machen möchte, ein MINT-Fach zu studieren. „Schulnoten sind nicht alles“, erzählt sie: „Die Noten in der Schule waren bei mir nicht so gut, vor allem in Mathe und Physik – und trotzdem habe ich ein MINT-Studium geschafft und bin aktuell im 1. Master-Semester an der Universität Stuttgart.“

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