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Smart Grid-Projekt in Ulm weckt Interesse in China
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Hochschule Ulm

Smart Grid-Projekt in Ulm weckt Interesse in China

 Vertreter der HSU und SWU mit den chinesischen Innovationspark-Entwicklern Zhizhong Diao und Ge Jing. Foto: SWU
Vertreter der HSU und SWU mit den chinesischen Innovationspark-Entwicklern Zhizhong Diao und Ge Jing. Foto: SWU

Das Smart Grid Projekt der Hochschule Ulm (HSU) wurde erst kürzlich von einer chinesischen Delegation besucht. Zwei Entwickler eines ähnlichen, geplanten Innovationsparks in Peking, informierten sich im Testgebiet Hittistetten über intelligente Stromnetze.

von Tamina Andrasch, Online-Redaktion

„Dass sich die chinesischen Innovationspark-Entwickler ganz speziell für unsere Arbeit interessieren, zeigt das hohe Niveau auf dem sich unsere Forschung momentan befindet“, freute sich Konstantin Ditz, akademischer Mitarbeiter in der Energie- und Antriebstechnik, der das Konzept der Führung vorbereitet hatte.

Die Herausforderungen erneuerbarer Energien intelligent meistern

Für dieses gemeinsame Ziel empfingen Forscher der Hochschule Ulm und die Kooperationspartner der Stadtwerke Ulm (SWU) die chinesische Delegation auf dem Smart Grid-Testgelände in Senden-Hittistetten. Die Ulmer Projektpartner stellten dabei ihre Forschungsarbeit vor Ort vor und veranschaulichten die Umsetzung von neuen Entwicklungen und Lösungsansätzen im Bereich der intelligenten Stromnetze, den sogenannten Smart Grids.

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„Mehr Energie durch Photovoltaik-Anlagen erzeugt als verbraucht“

Die Einladung zu diesem Besuch erfolgte bei einer Ministerreise im Rahmen der Energiewende-Ausstellung in Peking. „Hittistetten hat sich deshalb für den Besuch angeboten, da hier in der Jahresbilanz mehr Energie durch Photovoltaik-Anlagen erzeugt wird als verbraucht wird“, erklärte Falko Ebe, ein weiterer akademischer Mitarbeiter.

Moderner Energietransport  Das kann ein intelligentes Stromnetz

Die Hauptaufgabe intelligenter Stromnetze besteht darin, die Energie möglichst effizient zu verteilen. So kann die Balance zwischen Einspeisung und Verbrauch bestehen bleiben. Dieses neue Nutzungskonzept wird vor allem dann notwendig, wenn es Veränderungen in den Strukturen gibt. Zum Beispiel ist ein intelligentes Stromnetz sinnvoll, wenn verstärkt der Einsatz erneuerbarer Energien erfolgt. Denn aus der starken Abhängigkeit von Umweltfaktoren ergibt sich nur eine variable Stromerzeugung. Smart Grids helfen dann, diese Schwankungen auszugleichen, damit eine Beeinträchtigung vermieden werden kann. Somit stellen sie nicht nur in Ulm und Umgebung die Zukunft des modernen Energietransports dar.

Geplantes Technologiezentrum in Peking

Mit den neuen Erkenntnissen aus Ulm soll nun nördlich von Peking ein „Ecological Aggregation Innovative Park“ entstehen, in dem sich Firmen aus der Umwelt-Technologie ansiedeln können. Das Technologiezentrum namens K20 soll dabei ähnlich dem Ulmer Science Park aufgebaut werden. Auch in Chinas Hauptstadt soll der Fokus vor allem auf Nachhaltigkeitsforschung gelegt werden.

Das Smart Grid-Projekt in Ulm – intelligente Netze als Ziel

Das Smart Grid-Projekt wurde vor einigen Jahren von der Hochschule Ulm und den Stadtwerken Ulm/Neu- Ulm ins Leben gerufen. Ziel des Projekts ist es, Technologien und Lösungsansätze für die Weiterentwicklung von konventionellen zu intelligenten Netzen zu schaffen. So soll den Herausforderungen der Energiewende mit zukunftsfähigen Methoden der Energiegewinnung angemessen begegnet werden.

Photovoltaik-Anlagen versorgen Hittistetten mit Strom

„Das Ziel dieser Forschungsarbeiten ist die Auswahl geeigneter Maßnahmen für einen kostengünstigen Umbau des Verteilnetzes zu einem intelligenten Netz, welches hohe Anteile von Solareinspeisungen aufnehmen kann“, erläutert Prof. Gerd Heilscher, Leiter des Smart Grid-Forschungsteams an der Hochschule Ulm. Im ländlich geprägten Testgebiet Hittistetten wird beispielsweiße bereits der Jahresstrombedarf vollständig mit Strom aus Photovoltaik Anlagen gedeckt.

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