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Schlecker Solidaritätsfonds zieht Bilanz
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Schlecker

Schlecker Solidaritätsfonds zieht Bilanz

 Der Solidaritätsfond der Schlecker-Beschäftigten konnte bereits über 100 ehemaligen Beschäftigten helfen, Foto: fotolia.de

Er wurde eingerichtet, um den ehemaligen Schlecker-Beschäftigten, die nach der Insolvenz ihres Arbeitgebers vor dem Nichts standen zu helfen. Seit rund 100 Tagen gibt es den Solidaritätsfonds der Schlecker-Beschäftigten bereits. Kurz vor Weihnachten ist ein guter Tag, um eine erste Bilanz zu ziehen.

Im Früh-Sommer 2012 wurde der Anstoß für den Solidaritätsfond der Schlecker-Beschäftigten gegeben. Leni Breymaier, ver.di-Landesbezirksleiterin in Baden-Württemberg, bat den ehemaligen Leiter der Betriebsseelsorge Paul Schobel unter dem Dach seiner Caritas-Stiftung „Arbeit und Solidarität“ einen Fonds für die arbeitslosen „Schlecker-Frauen“ ins Leben zu rufen. Gesagt, getan. In der Bevölkerung stoß der Solidaritätsfonds auf eine große Resonanz. Mit dem Solidaritätsfonds sollte „Erste Hilfe“ für bedürftige ehemalige Schlecker-Beschäftigte geleistet werden können. Mit Erfolg, wie die erste Bilanz jetzt zeigt. „Das bisherige Spendenaufkommen“, berichtet Pfarrer Paul Schobel, lasse erkennen, dass „die Solidarität in Deutschland noch lebendig ist.“ Seit dem Start des Schlecker Solidaritätsfonds konnte mehr als 100 bedürftigen ehemaligen Schlecker-Beschäftigten, vor allem alleinerziehenden Frauen, mit insgesamt fast 40.000 Euro geholfen werden. Ursprünglich sei der Solidaritätsfonds „aus Wut darüber entstanden, dass die Politik den 25.000 Beschäftigten eine Transfergesellschaft verweigert hat“.

Schlecker-Frauen befinden sich in äußerst schwieriger Lage

Paul Schobel ist jedoch der Meinung, dass es bei der Wut allein aber nicht bleiben dürfe. Jetzt müsse die Solidarität ein Zeichnen setzen. Mehr als 150 Anträge hat eine dreiköpfige Vergabe-Kommission bearbeitet. Der Großteil der Anträge sei erschütternd. Wer heute mit niedrigem Einkommen unerwartet und ohne Abfindung erwerbslos würde, rutsche unweigerlich in die Armut. Dies gelte vor allem für die vielen alleinstehenden und alleinerziehenden ehemaligen „Schlecker-Frauen“. Mit der Insolvenz von Schlecker und der daraus resultierenden Schließung der Schlecker Märkte haben 25.000 Beschäftigte ihren Job verloren. Bis heute haben immer noch mehr als die Hälfte davon keine neue Arbeit gefunden. Damit befinden sich Tausende der Gekündigten in einer äußerst schwierigen, oft ihre Existenz bedrohenden Lage.

Eine kleine aber notwendige Unterstützung

Der Solidaritätsfonds der Schlecker-Beschäftigten bietet eine einmalige Hilfe, die auf 400 Euro begrenzt ist. Natürlich ist dies nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, dennoch hat die Hilfe beispielsweise den Einkauf von Heizöl oder Winterkleidung möglich gemacht. In vielen Fällen konnten in letzter Minute die Kündigung der Wohnung oder ein Inkasso-Verfahren abgewendet werden - in zwei Fällen sogar der Gerichtsvollzieher. Das Vergabe-Team, das aus Vertretern der Katholischen Betriebsseelsorge, dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt der Ev. Kirchen und dem Gesamtbetriebsrat besteht, erklärt Paul Schobel, gebe in jedem Fall auch sozialberaterische Hinweise für die Zukunft. So können sich die ehemaligen Schlecker-Beschäftigten darüber informieren, wo sie weitere Unterstützung finde oder staatliche Zuschüsse erhalten. „Gut zu wissen, dass überhaupt noch jemand an uns denkt!“, schreibt eine ehemalige Schlecker-Beschäftigte in einem Dankbrief an den Fonds.

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