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Saunabesuch wird teurer – Finanzministerium erhöht Steuern
Donaubad Wonnemar

Saunabesuch wird teurer – Finanzministerium erhöht Steuern

Saunieren wird künftig teurer - Finanzministerium habt Steuern an. Foto: Espressolia / pixelio
Saunieren wird künftig teurer - Finanzministerium habt Steuern an. Foto: Espressolia / pixelio

Trotz Protest vom Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie dem bundesweiten Verband Kommunaler Unternehmen gehen die Steuern für den Saunabesuch hoch. Statt wie bisher 7 Prozent müssen Betreiber ab 1. Juli nun 19 Prozent je Karte an den Staat abführen. Dies beschlossen die Finanzministerien des Bundes und der Länder. Damit stehen den Saunabesuchern unter anderem auch im Donaubad Wonnemar erhöhte Eintrittspreise bevor. Der Deutsche Sauna-Bund spricht von bevorstehenden Verlusten über 200 Millionen Euro.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Schlechte Nachricht für alle Sauna-Gänger: Die Finanzministerien des Bundes und der Länder beschlossen nun die Mehrwertsteuer auf den Saunabesuch von bisher 7 Prozent auf 19 Prozent anzuheben. Diese Regelung soll ab dem 1. Juli 2015 greifen. Betroffen davon sind mehr als 2.200 öffentliche Bäder und Saunen, darunter auch das Wonnemar in Ulm/Neu-Ulm. Auch hier werden die Gäste künftig mit höheren Eintrittspreisen rechnen müssen. Der Deutsche Saune-Bund beklagt zudem voraussichtlich zurückgehende Besucherzahlen.

Protest gegen Steuererhöhung bleibt erfolglos

„Um unseren Gästen weiterhin den gewohnt qualitativ hohen Standard bieten zu können, sind wir leider gezwungen, die Eintrittspreise in unserer großen Saunalandschaft anzuheben“, so Projektleiter Antonius Junker. Fast 50 Jahre lang galt die 7 Prozent Regelung, für die der Deutsche Städte- und Gemeindebund sowie der bundesweite Verband Kommunaler Unternehmen nun erfolglos kämpften. Die jährlich 16 Millionen regelmäßigen Saunabesucher in Deutschland werden nun ab 1. Juli durchschnittlich 12 Prozent mehr für ihr Entspannungs-Erlebnis bezahlen müssen.

Auch in Wonnemar steigen die Preise

„Eine betriebliche Kompensation dieser zusätzlichen Abgabe an den Fiskus ist aus wirtschaftlichen Gründen leider nicht möglich. Deshalb müssen wir – wie viele andere kommunale und privatwirtschaftliche Saunabetreiber – die Tarife, die auch Saunaleistungen beinhalten, zum 1. Juli erhöhen. Nur so können wir unseren Gästen weiterhin die guten Leistungen und den gewohnt qualitativ hohen Standard bieten“, bedauert Projektleiter Antonius Junker den Preisanstieg im Wonnemar. Je nach Dauer und auch in Kombination mit dem Erlebnisbad verändern sich hier nun die Tarife.

Deutscher Sauna-Bund prophezeit Verluste über 200 Millionen Euro

Doch nicht nur in Wonnemar ist man über diese negative Entwicklung betrübt. Auch der Deutsche Sauna-Bund äußert sich kritisch zu dieser Entwicklung. Rolf Andreas Pieper, Geschäftsführer des Deutschen Sauna-Bundes in Bielefeld, erklärte dazu: „Der volkswirtschaftliche Schaden kann sogar mit mehr als 200 Millionen Euro beziffert werden, wenn man alle Besuchshäufigkeiten berücksichtigt. Ein Großteil der 2.150 öffentlichen Saunabäder kommt deshalb in erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten.“

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