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Mitten in der Abwärtsspirale: Wirtschaftsstandort Neu-Ulm schlägt Alarm
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Konjunkturumfrage

Mitten in der Abwärtsspirale: Wirtschaftsstandort Neu-Ulm schlägt Alarm

Gerd Stiefel von der Fritz Stiefel Industrie-Vertretungen GmbH ist Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Neu-Ulm. Foto: Peter Fastl

Hohe Energie- und Rohstoffpreise, der Fachkräftemangel und nachlassende Inlandsnachfragen – laut IHK-Konjunkturumfrage befindet sich die Wirtschaft im Landkreis Neu-Ulm mitten in der Abwärtsspirale. Was die IHK Schwaben nun von der Politik fordert.

Die Wirtschaft im Landkreis Neu-Ulm wird von vielen Angebots- und Nachfrageschocks sowie vielfältigen Risiken stark belastet. Der regionale IHK-Konjunkturindex ist im Vergleich zur Vorumfrage um 35 Punkte auf 79 Punkte eingebrochen. Dies spiegelt nicht nur die aktuelle Geschäftslage, sondern auch die künftigen Erwartungen der Unternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistung wider. Grund für den Einbruch sind die pessimistischen Erwartungen der Unternehmer aus dem Landkreis für die kommenden zwölf Monate. Dabei erwarten 57 Prozent der Befragten eine Verschlechterung ihrer Situation, während lediglich vier Prozent mit einer Verbesserung rechnen.

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Unternehmen befürchten Verschlechterung in den kommenden Monaten

Trotz allem zeigt sich die aktuelle gesamtwirtschaftliche Lage weiterhin stabil. So berichten 87 Prozent der Befragten Unternehmer von einer guten oder befriedigenden Geschäftslage. 13 Prozent der Unternehmen bewerten ihre derzeitige wirtschaftliche Situation als schlecht. „Viele Unternehmen stehen angesichts der explodierenden Energie- und Rohstoffpreise unter enormem Druck und befürchten, dass sich die wirtschaftliche Lage in den kommenden Monaten weiter verschlechtern könnte”, stellt Gerd Stiefel, Vorsitzender der Regionalversammlung Neu-Ulm fest.

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Hohe Risiken mit weniger Aufträgen und Investitionen

Die hohen Energie- und Rohstoffpreise stellen die Unternehmen vor teils existenzielle Herausforderungen. Hinzu kommen der Fachkräftemangel, die nachlassende Inlandsnachfrage aufgrund der Inflation sowie steigende Arbeitskosten. Diese Risiken werden durch einen Blick auf das Auftragsvolumen verstärkt. So verzeichnen 26 Prozent der befragten Unternehmen einen Rückgang ihrer Inlandsaufträge, während der Anteil im Ausland bereits bei 39 Prozent liegt. Die aktuelle Lage sorgt auch für rückläufige Investitionsabsichten. In Folge dessen möchten 26 Prozent aller Unternehmen im Landkreis Neu-Ulm ihre Investitionen im Inland in den nächsten Monaten senken. Positiv zeigt sich, dass der regionale Arbeitsmarkt vorerst robust bleibt. Rund 84 Prozent aller Unternehmen möchten die Zahl ihrer Beschäftigen auf konstantem Niveau belassen oder sogar erhöhen.

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Abwärtstrend der Industrie belastet den Landkreis

„Trotz aller Herausforderungen und wirtschaftlichen Risiken setzen unsere Unternehmen alles daran, ihre Belegschaft in Arbeit zu halten. Das ist ein positives Signal und stimmt mich zuversichtlich, dass wir auch diese schwierige Situation bewältigen werden“, gibt sich IHK-Regionalgeschäftsführer Oliver Stipar optimistisch. Dennoch wird die Wirtschaft im Landkreis Neu-Ulm vom produzierenden Gewerbe geprägt. Dementsprechend stark trifft den regionalen Wirtschaftsstandort die schlechte Stimmung in der Industrie. Infolge der immensen Preissteigerungen bei Energie und stockenden Lieferketten bricht der Branchenindex besonders stark ein.

IHK fordert Verlängerung der Laufzeit von Kohle- und Kernkraftwerken

Um eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation zu verhindern, fordert die IHK eine schnelle Umsetzung der, von der Politik angekündigten wirtschaftspolitischen Maßnahmen. So soll beispielsweise die Laufzeit der Kohle- und Kernkraftwerke so lange wie nötig verlängert werden, da die Energieversorgung und Preissituation auch im Winter 2023/24 eine Herausforderung bleiben wird. Ebenso sollen die Vorschläge der Gaskommission bezüglich der Preisbremsen schnell umgesetzt werden. Die Vollversammlung der IHK Schwaben fordert zusätzlich ein Belastungsmoratorium auf nationaler und europäischer Ebene, um langfristige ökonomische Schäden zu verhindern und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu erhalten.

Masterplan der Politik für Fachkräftemangel benötigt

Auch der Fachkräftemangel lässt sich nach Überzeugung der IHK Schaben nur mit einer nachaltigen Strategie lösen. Durch mehr Aus- und Weiterbildung sowie einer gezielten Einwanderung in den deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt soll dem Arbeits- und Fachkräftemangel begegnet werden. “Wir brauchen nun umgehend einen verlässlichen Masterplan der Politik, wie die Unternehmen kurzfristig und spürbar von den explodierenden Energie- und Rohstoffpreisen entlastet werden. Unsicherheit ist Gift für die weitere konjunkturelle Entwicklung”, bewertet Dr. Peter Schorr die angespannte Stimmung in der Unternehmerschaft.

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