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Ist Westschwaben Gründerregion?

Die Zahl der Gewerbeanmeldungen hat erneut zugenommen. Viele starten im Nebenerwerb in die Selbstständigkeit. Was das Gründen besonders in Krisenzeiten attraktiv macht.

Das Gründungsinteresse in Westschwaben ist weiter ungebrochen. Allein im ersten Halbjahr 2021 wurden in den Landkreisen Neu-Ulm und Günzburg 1.140 Gewerbeanmeldungen registriert. Das ist ein Plus von 10,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Dank des guten Öko-Systems in der Region mit vielen Netzwerken und Initiativen ist die Gründer-Dynamik auch über die Corona-Krise hinweg sehr stabil geblieben“, sagt Gerd Stiefel, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Neu-Ulm.

20 Prozent mehr Neuanmeldungen in der Corona- Krise

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Selbst mitten in der Corona-Krise war die Zahl der Gründungen in Bayerisch-Schwaben anders als in vielen anderen Regionen nicht eingebrochen – im Gegenteil: Rund 13.500 Unternehmen wurden 2020 neu angemeldet. Das sind 3,5 Prozent mehr als im Jahr davor. Dieser Trend setzt sich nun fort. Mit einem Plus von 20 Prozent bei den Neuanmeldungen in den ersten sechs Monaten des Jahre 2021 liegt Schwaben über dem Bayernwert (+16,4 Prozent). 7.840 Unternehmen wurden zwischen Januar und Juni neu angemeldet. Vor allem im Digitalbereich, aber auch im Gesundheits- und Bildungswesen gab es zuletzt viele Gründungen.

Neben dem Job in die Selbstständigkeit

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In der Beratungspraxis hat sich gezeigt, dass es einen deutlichen Anstieg von Gründungen im Nebenerwerb gab. Laut Karin Bräuer, regionale IHK-Gründungsberaterin für Westschwaben, ist das auch eine Folge der Corona-Krise. „Angesichts von Kurzarbeit oder drohender Arbeitslosigkeit stieg bei einigen die Bereitschaft, ein Unternehmen zu gründen, oftmals parallel zum bestehenden Job“, berichtet Bräuer. Sie schätzt, dass rund 60 Prozent der Neugründungen im Nebenerwerb erfolgten.

Start-ups brauchen bessere Rahmenbedingungen

Auffällig ist zudem der steigende Anteil an Start-ups mit innovativen, oft digitalen Geschäftsmodellen, der aktuell bei rund drei Prozent liegt. Viele Start-ups waren laut einer IHK-Umfrage besser durch die Krise gekommen als so manch etabliertes Unternehmen, weil sie von zukunftsfähigen Geschäftsmodellen profitierten. „Es ist wichtig, dass die Politik diesen Trend weiter unterstützt. Dazu muss die neue Bundesregierung die Rahmenbedingungen dringend verbessern“, fordert Hermann Hutter, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Günzburg. Die oft überbordende Bürokratie, mit denen sich Selbstständige konfrontiert sehen, schreckt heute noch viele Gründer ab. Handlungsbedarf gibt es auch bei Förderprogrammen, berichtet Hutter weiter. „Die sind oft nicht passgenaue, um den Bedürfnissen von Gründern gerecht zu werden.“

Anteil der Frauen unter den Gründern wächst

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Das Interesse von Frauen, sich selbstständig zu machen, steigt unterdessen weiter. Rund 40 Prozent der Interessentinnen und Interessenten in den IHK-Beratungen sind weiblich – Tendenz steigend. Viele Gründerinnen starten mit weniger Risiko, oft mit geringerem Startkapital. „Für Frauen ist die Selbstständigkeit eine gute Möglichkeit, sich einen maßgeschneiderten Arbeitsplatz zu gestalten“, berichtet IHK-Expertin Bräuer. „Denn die Vereinbarkeit von Familie und Berufe ist nach wie vor ein Thema, das eher die weiblichen Gründerinnen im Blick haben als die männlichen Unternehmer.“

Mehr als 2000 Beratungen durch die IHK

Die IHK Schwaben unterstützt Gründerinnen und Gründer mit umfassenden Beratungen – von der ersten Kontaktaufnahme beim Startup-Breakfast bin zur individuellen Einzelberatung zu Spezialthemen. Auch bei Finanzierungsfragen begleitet das Expertenteam die Neu-Unternehmer. Mehr als 2.000 Beratungsgespräche gab es im vergangenen Jahr. In Westschwaben arbeitet die IHK Schwaben in enger Abstimmung mit vielen weiteren Partnern wie dem der TFU Technologie- und Gründerzentrum Neu-Ulm/Ulm, dem Gründerzentrum Illertissen sowie der Hochschule Neu-Ulm, wo man zahlreiche Projekte und Veranstaltungen realisiert.

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Start-ups brauchen bessere Rahmenbedingungen

Auffällig ist zudem der steigende Anteil an Start-ups mit innovativen, oft digitalen Geschäftsmodellen, der aktuell bei rund drei Prozent liegt. Viele Start-ups waren laut einer IHK-Umfrage besser durch die Krise gekommen als so manch etabliertes Unternehmen, weil sie von zukunftsfähigen Geschäftsmodellen profitierten. „Es ist wichtig, dass die Politik diesen Trend weiter unterstützt. Dazu muss die neue Bundesregierung die Rahmenbedingungen dringend verbessern“, fordert Hermann Hutter, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Günzburg. Die oft überbordende Bürokratie, mit denen sich Selbstständige konfrontiert sehen, schreckt heute noch viele Gründer ab. Handlungsbedarf gibt es auch bei Förderprogrammen, berichtet Hutter weiter. „Die sind oft nicht passgenaue, um den Bedürfnissen von Gründern gerecht zu werden.“

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Mehr als 2000 Beratungen durch die IHK

Die IHK Schwaben unterstützt Gründerinnen und Gründer mit umfassenden Beratungen – von der ersten Kontaktaufnahme beim Startup-Breakfast bin zur individuellen Einzelberatung zu Spezialthemen. Auch bei Finanzierungsfragen begleitet das Expertenteam die Neu-Unternehmer. Mehr als 2.000 Beratungsgespräche gab es im vergangenen Jahr. In Westschwaben arbeitet die IHK Schwaben in enger Abstimmung mit vielen weiteren Partnern wie dem der TFU Technologie- und Gründerzentrum Neu-Ulm/Ulm, dem Gründerzentrum Illertissen sowie der Hochschule Neu-Ulm, wo man zahlreiche Projekte und Veranstaltungen realisiert.

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