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HWK will Schlecker-Beschäftigte unterbringen Handwerkskammer Ulm
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HWK/Schlecker

HWK will Schlecker-Beschäftigte unterbringen Handwerkskammer Ulm

 Dr. Tobias Mehlich, Foto: Handwerkskammer Ulm

Die Zukunft der Schlecker Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist für viele noch ungewiss. Das Handwerk setzt sich daher für deren berufliche Zukunft ein. Hier sind die Schlecker Beschäftigten Willkommen.

Mit der Insolvenz der Drogeriemarktkette Schlecker verlieren Tausende Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze. Das Handwerk fühlt sich hier zur Hilfe verpflichtet. „Im Handwerk der Region gibt es Chancen und freie und dauerhafte Arbeitsplätze für die ehemaligen Schlecker-Beschäftigten. Es ist seit langem ein Trend: große Unternehmen bauen die Arbeitsplätze der Menschen ab, aber in unserer Region kann man sich wieder einmal auf die vielen kleinen Unternehmen und den Mittelstand im Handwerk verlassen“, sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm. „Wir haben Möglichkeiten und rechtliche Grundlagen, mit denen wir den zumeist weiblichen Beschäftigten zügig helfen können, die durch die schmerzliche Insolvenz von Schlecker ihren Arbeitsplatz verlieren“, fügt Tobias Mehlich hinzu.

Von der Schlecker-Verkäuferin zum Bäcker

Tobias Mehlich verweist auf drei verschiedene Angebote der Handwerkskammer Ulm: Zum einen kann für Schlecker-Verkäuferinnen die Möglichkeit vorhandener Weiterbildungsordnungen der Handwerkskammer genutzt werden. Hier können die Schlecker Mitarbeiterinnen beispielsweise einen Zertifikatslehrgang besuchen, der Sie auf die Aufgaben einer Verkäuferin im Bäcker-Handwerk vorbereitet. Der zweiwöchige Kurs mit drei Modulen wird an der Bildungsakademie der Handwerkskammer Ulm durchgeführt. Die Kosten können, so die Verhandlungen der Handwerkskammer Ulm, zum einen über den Europäischen Sozialfonds des Wirtschaftsministeriums sowie möglicherweise von der Agentur für Arbeit übernommen werden.

Bäcker, Fleischer und Konditoren suchen nach Personal

„Durch Befragungen der Innungen für Fleischer und vor allem der Bäcker und Konditoren im großen Kammerbezirk ist der Bedarf an neuen, auch noch ungelernten Mitarbeitern, klar erkennbar geworden. Wer im Nahrungsmittelbereich anheuern will, der hat derzeit absolut gute Chancen, übrigens auch in der Ausbildung“, sagt Tobias Mehlich dazu. „Die Handwerkskammer aktiviert alle in Frage kommenden Instrumente, um mitzuhelfen den ehemaligen Schleckermitarbeitern wieder eine neue Perspektive aufzubauen. „Jüngere Mitarbeiter müssen jetzt auch darüber nachdenken, eine weitere neue Ausbildung mit Zukunftsaussichten zu machen und umzuschulen“, sagt Mehlich.

Weitere Möglichkeiten der Fortbildung

Neben dem extra für ungelernte Schlecker-Mitarbeiter geschaffenen Zertifikatslehrgang gibt es im Handwerk bereits bestehende Möglichkeiten auch für Fachkräfte, beispielsweise den kaufmännischen Fachwirt oder Betriebswirt in Vollzeit zu absolvieren. Diese Weiterbildung geht fünf Monate und schaffe weitere gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, so Mehlich.

Schlecker Mitarbeiter sind Willkommen

Die dritte Möglichkeit heißt Studium. Fachkräfte mit vier Jahren Berufserfahrung können auch ohne Abitur studieren. Das Studium zum Bachelor of Arts gibt es in Kooperation mit der Steinbeis Academy im Bereich Business Administration. „Wir machen Bildung für alle Facetten von Mitarbeitern, wir bringen die Schlecker-Mitarbeiter gerne bei uns im Handwerk unter, denn freie Positionen gibt's genug“, sagt Mehlich.

Kammerbezirk von Schlecker Insolvenz betroffen

In seinem Kammerbezirk der Handwerkskammer Ulm, der von Aalen bis zum Bodensee reicht, sind nach Schätzungen rund 1000 Schlecker-Mitarbeiter vom Verlust ihres Arbeitsplatzes betroffen. Im Kammerbezirk ist bekanntermaßen auch die Zentrale der insolventen Drogeriemarktkette beheimatet.

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