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HWK Ulm kämpft für deutschen Meistertitel
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Handwerkskammer Ulm

HWK Ulm kämpft für deutschen Meistertitel

 Über 22.000 Unterschriften für den Meisterbrief. Foto: HWK Ulm

Mit einer Unterschriften-Aktion „Ja zum Meister“  kämpft die Handwerkskammer Ulm für den deutschen Meistertitel. Bereits 22.000 Unterschriften konnten für den Meisterbrief gesammelt werden. Die Befürworter dieses Abschlusses sehen keinen Sinn darin, die Qualität eines solchen zu mindern.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

„Deutscher Meister – starkes Europa“. Unter diesem Leidfaden sammelt die Handwerkskammer Ulm Unterschriften für den Meisterbrief. Die Organisation konnte bereits über 22.000 Unterstützungs-Unterschriften sammeln. Dieses Zwischenergebnis legten sie nun in der Landesvertretung Baden-Württemberg der EU-Kommission vor.

Große Beliebtheit des Meisterbriefes in der Öffentlichkeit

Joachim Krimmer, Präsident der Handwerkskammer Ulm: „Alleine zwischen Jagst und Bodensee haben sich zehntausende Menschen für unseren Meistertitel ausgesprochen. Diese Menschen wissen, dass bei einer Abschaffung des Meisters auch die Qualität und die Ausbildungsleistung unseres Wirtschaftszweig auf der Strecke bleibt. Diese Menschen wissen, dass der Meisterbrief Verbraucher schützt, dass er Orientierung bietet und Zukunft schafft.“ Die große Beteiligung und Unterstützung der Initiative von Seiten der Bevölkerung, Politik und Gesellschaft, bekräftigen die Verantwortlichen.

Der Meister ist eine Chance und kein Hindernis für Europa

Die Absicht der EU, im Rahmen einer Transparenz-Initiative, den Meisterbrief als Zulassungskriterium in Frage zu stellen, sieht Krimmer als widersinnig: „Wer die Jugendarbeitslosigkeit in Europa bekämpfen will, muss dafür nicht die Berufsqualifikation der Ausbilder abschaffen. Wer sich mehr Wachstum auf die Fahne schreibt, sollte auch das nachhaltige Wirtschaften im Blick haben. Dass der Meisterbrief beide Ziele sichert, ist der Kommission weiter unklar.“ Krimmer bezog sich hierbei auf die Aussagen von Pierre Delsaux (stellvertretender EU-Generaldirektor für den Bereich Binnenmarkt), welcher auf den generellen Trend verwies, dass andere Mitgliedsstaaten zur Deregulierung ihrer beruflichen Systeme neigen. Delsaux betonte desweiteren, wie wichtig es sei die EU-Staaten davon zu überzeugen, dass es sich beim deutschen Meistersystem keineswegs um ein Marktzugangshemmnis handle.

EU-Abgeordneten und Politiker stehen hinter der Initiative

Die Europaabgeordneten der Region sicherten dem Handwerk ihre Unterstützung zu. Evelyne Gebhardt, SPD, betonte: „Wenn unser Land im internationalen Wettbewerb bestehen will, brauchen wir mehr Qualifikation. Nicht weniger!“ Die Abgeordneten der CDU, Dr. Inge Gräßle und Norbert Lins, verwiesen auf den bereits gegangenen Weg: „Dass man im vielsprachigen Brüssel explizit über den deutschen Meister spricht, ist schon jetzt ein Erfolg für die Selbstverwaltungen des Handwerks.“ Michael Theurer, FDP, abschließend: „Die Leistungsbereitschaft des Einzelnen steht und fällt mit der beruflichen Perspektive – beides sichert unser deutscher Meister.“

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