B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
B4B Nachrichten  / 
HWK Ulm: „Beim Onlinehändler hat der Kunde eben Pech gehabt“
Anzeige
Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform
Handwerkskammer Ulm

HWK Ulm: „Beim Onlinehändler hat der Kunde eben Pech gehabt“

Die Gesundheitshandwerker gemeinsam mit der SPD-Abgeordneten Mattheis. Foto: HWK Ulm

Die Gesundheitshandwerker zwischen Jagst und Bodensee fordern einen verstärkten Blick auf die Dienstleistungsqualität in ihrer Branche. Viele Kaufentscheidungen fallen zugunsten des Händlers, der die günstigste Ware hat. Das gilt auch im Gesundheitsbereich. Die Konsequenzen daraus sind jedoch nicht nur für die Handwerker oft drastisch.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Die Handwerkskammer Ulm fordert einen größeren Fokus auf Handwerksleistungen im Gesundheitsbereich. Erst kürzlich trafen sich die baden-württembergischen Vertreter von Augenoptikern, Hörgeräteakustikern, Orthopädie-, Orthopädieschuh- und Zahntechnikern in der Handwerkskammer Ulm zu einem politischen Spitzengespräch. Die Gesprächspartnerin aus der Politik war die Sprecherin der Arbeitsgruppe Gesundheit der SPD-Bundestagsfraktion, Hilde Mattheis. Im Kern ging es auch darum, wie der Online-Handel oftmals den Handwerkern schadet.

„Leistung so individuell wie die Gesundheit des Kunden“

„Der Wettbewerb im Gesundheitsbereich ist hart“, so Joachim Krimmer, Präsident der Handwerkskammer Ulm. Brillen und Hörgeräte könne sich der Kunde heute ebenso online kaufen wie beim Hörgeräteakustiker oder beim Augenoptiker. Nur bekomme er online nie die Betreuungsqualität des Handwerks.„Wenn die Brille nicht passt, hat der Kunde eben Pech gehabt. Unsere Leistung hingegen ist so individuell wie  die Gesundheit des Kunden“, so Krimmer zur Mentalität vieler Internethändler.

„Qualität darf im Gesundheitsbereich nicht zur Disposition stehen“

Hilde Mattheis betonte, dass ein Mangel an Betreuung nicht im Interesse der Politik liegt: „Qualität darf im Gesundheitsbereich nicht zur Disposition stehen. Das Wissen und die Dienstleistung von Handwerks-betrieben werden dringend benötigt. Wir dürfen es nicht vom Markt verdrängen.“ Mattheis bekräftigte, dass dies sowohl für den Privatkunden- als auch den gewerblichen Bereich gelte.

Handwerk braucht gemeinsame Position für politische Diskussion

Doch gerade im gewerblichen Bereich sieht das Handwerk die Zusammenarbeit mit Ärzten und kommunalen Trägern von Seniorenheimen gefährdet. Grund sind Ausschreibungen für Gesundheitsprodukte, beispielsweise für Rollstühle. „Dann geht die Jagd nach dem billigsten Angebot wieder los“, erklärt Krimmer. Der pauschale Blick nach weniger Euro werde zu Lasten der Betreuung und der Wahlfreiheit der Kunden gehen. „Viel Spaß mit 200 Senioren, deren Hörgeräten vom Onlinehändler eben nicht individuell eingestellt wurden“, so Krimmer abschließend. Damit es nicht so weit komme, werde das Handwerk jetzt eine gemeinsame Position für die politische Diskussion erarbeiten.

Hintergrund

Zwischen Jagst und Bodensee gibt es insgesamt rund 590 Betriebe aus dem Gesundheitshandwerk. Sie erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von über 300 Millionen Euro. Landesweit sind 3.700 Handwerker am Kunden für dessen Gesundheit aktiv. Sie stehen im Interessenskonflikt zwischen Politik, Wirtschaft, Ärzteschaft, Krankenkassen und Pharmalobby.

Anzeige
Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Artikel zum gleichen Thema