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Hochschule Ulm: So sieht die zukünftige Energie-Versorgung aus
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Hochschule Ulm: So sieht die zukünftige Energie-Versorgung aus

 Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch. Foto: Hochschule Ulm

Kürzlich lud die Hochschule Ulm ein, über die verschiedenen Ansätze der Digitalisierung der Energiebranche zu diskutieren. Als Keynote-Speaker beteiligte sich auch Klaus Eder, Geschäftsführer der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU), am Diskurs zur Energiewende.

Leicht verfügbar, einfach zu bedienen, aus nachhaltigen Energiequellen gewonnen, vernetzt und intelligent – so soll die Energie-Versorgung der Zukunft aussehen. Das wurde beim 20. Produktionstechnischen Kolloquium (PKU) an der Hochschule Ulm deutlich, das unter dem Motto „25 Jahre Energietechnik Hochschule Ulm“ stand. In seinem Grußwort unterstrich Oberbürgermeister Gunter Czisch die Bedeutung der Energietechnik als Impulsgeber für die Stadtentwicklung in Ulm.

Anstieg der E-Mobilität bringt neue Herausforderungen

Klaus Eder, Geschäftsführer der SWU, trat als Keynote-Speaker zum Thema Energiewende anhand des Themas „Mobilität“ auf. So ist Eder sicher, dass die Zukunft von Themen wie Elektro-Mobilität, Shared Economy, Hybridfahrzeugen, Autonomen Fahrzeugen und Öffentlichem Nahverkehr geprägt sein wird. Auch die vertikale Mobilität, also der zunehmende Einsatz von Drohnen auch im Personenverkehr, soll demnach an Bedeutung gewinnen. Gerade der Anstieg in der E-Mobilität wird dabei die Energie-Versorger vor ganz neue Herausforderungen stellen, ist Eder sicher. So erreicht das fossile Tanken bisher noch eine Energiezufuhr, die pro Messeinheit um den Faktor 100 höher ist als beim E-Tanken.

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Neben E-Mobilität und steigendem Energiebedarf werden die Stadtwerke auch auf die wachsende Zahl von Verbrauchern mit hohen Ansprüchen reagieren müssen, erklärt der Geschäftsführer. Vor besondere Herausforderungen werden die Energie-Versorger durch Haushalte gestellt, die nicht nur Energie konsumieren, sondern durch Solarstrom-Anlagen oder vergleichbares selbst ins Netz einspeisen. Der Strom fließt damit in verschiedene Richtungen und die Energie-Erzeugung findet zunehmend dezentral statt.

Intelligente Netze als Lösung

Als Antwort auf die steigenden Ansprüche der Verbraucher gelten intelligente Netze, sogenannte Smart Grids, sowie Smart Homes und Smart Factories. Denn diese bieten die technischen Lösungen für wechselnde Stromrichtungen und punktgenaue Bereitstellung von Energie. Als Spezialist zu dem Thema trat Professor Gerd Heilscher von der Hochschule Ulm auf. Er referierte über die Arbeit seiner Forschungs-Gruppe „Smart Grid“, die in Zusammenarbeit mit den SWU ein Reallabor in Hittistetten betreibt. Die Forschungs-Gruppe „Smart Grid“ konnte mit ihrem Projekt bereits eine Delegation aus China begrüßen. Diese informierte sich im Testgebiet in Hittistetten über intelligente Stromnetze.

Heilscher machte deutlich, dass neben allen technologischen Herausforderungen die Innovationen vor allem auch die Kundenbedürfnisse beachten müssten. Dem Kunden sei es am Ende egal, wie „smart“ sein Netz sei, Hauptsache die Energie-Versorgung zuhause sei sicher, inklusive der Sicherheit der persönlichen Daten, und einfach zu bedienen, fasste der Professor zusammen. Die Organisatoren der Veranstaltung, Professor Georg Kleiser und Professor Peter Renze, waren erfreut über die Qualität der Vorträge des 20. PKU und der anschließenden Diskussionen im Fachpublikum.

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