Wirtschaft und Wissenschaft

HENSOLDT aus Ulm zeichnet Studenten mit Forschungspreis aus

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen vergibt HENSOLDT jährlich den Forschungspreis "Argus". Hiermit werden herausragende Abschlussarbeiten von Hochschulabsolventen ausgezeichnet.

Für den Sensorenhersteller HENSOLDT sind neue Erkenntnisse in den Fachgebieten Nachrichten-, Informations- und Elektrotechnik von großer Bedeutung. Sie sind Technologieschwerpunkte von HENSOLDT und zum Beispiel wichtig für die Flugsicherheit, die Erdbeobachtung und für Fahrerassistenzsysteme.

Beeinflussung in der Produktentwicklung

So erklärt Ryszard Bil, Chief Technical Officer (CTO) bei HENSOLDT näher: „Das Tempo der Technologieentwicklung in der Elektronik und Sensorik nimmt immer mehr zu. Deshalb ist es für ein Sensorhaus wie HENSOLDT extrem wichtig mit der Forschung in engem Kontakt zu bleiben und neue Erkenntnisse in Produktentwicklungen einfließen zu lassen."

Preisverleihung und Wissensaustausch

Der mit jeweils 1.500 Euro dotierte Preis wird seit 16 Jahren vergeben. Die Verleihung erfolgte im Rahmen des alljährlichen Professorentages am Ulmer Standort von HENSOLDT. Dieser dient Professoren renommierter Universitäten und Hochschulen sowie Experten des Unternehmens als Plattform zum Wissensaustausch.

Sechs Arbeiten überzeugten 

Jedes Jahr bestimmt eine Jury bestehend aus Hochschulprofessoren und Unternehmens-Experten aus zahlreichen Einreichungen die Preisträger. Dieses Jahr konnten sechs Abschlussarbeiten überzeugen. Darunter waren auch eine Arbeit von der Universität Ulm sowie eine weitere von der Hochschule Ulm.

Vibrationssensor in der Medizintechnik

So wurde Denis Schlotthauer, der Ingenieurwissenschaften und Informatik an der Universität Ulm studierte prämiert. Er verfasste eine Masterarbeit über die Entwicklung eines Vibrationssensors auf Radarbasis zum Einsatz in der Medizintechnik. Professor Christian Waldschmidt betreute die Arbeit.

Kalibrierungsmethode für Computerchips

Ausgezeichnet wurde auch die von Professor Roland Münzner betreute Bachelorarbeit von Dennis Böhm. Dieser studierte am Institut für Kommunikationstechnik der Hochschule Ulm. Er beeindruckte die Juroren mit der Entwicklung einer Kalibrierungsmethode für Computerchips in Radarsystemen, die nur noch ein Prozent der bisher aufgewendeten Zeit benötigt.

Verbesserung von Fahrerassistenzsystemen

Im Rahmen seiner Masterarbeit beschäftigte sich Hans Schily mit einem mathematischen Verfahren zur Detektion einer Vielzahl von schwer unterscheidbaren kleinen Objekten. Die Arbeit wurde von Professor Wolfgang Koch betreut und am Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) in Bonn geschrieben. Durch die Erkenntnisse der Arbeit sollen Fahrerassistenzsysteme verbessert werden.

Künstliche neuronale Netze 

Ebenfalls am FKIE studierte Katharina Klein. Sie erhielt den „Argus“-Preis für ihre Bachelorarbeit über den Einsatz von künstlichen neuronalen Netzen zur Vorhersage von Radarsignalen. Diese können unter anderem im Autoverkehr eingesetzt werden. Ihre Arbeit wurde von Sabine Apfeld betreut.

Genauere Radarsensoren

Jonas Fuchs erarbeitete am Lehrstuhl für Technische Elektronik der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg seine Masterarbeit unter der Betreuung Professor Robert Weigel. Fuchs Arbeit behandelte die Verbesserung der Genauigkeit von Radarsensoren durch Künstlichen Intelligenz.

Signalverarbeitung für Radarsysteme

Unter Anleitung von Professor Peter Höher am Institut für Informations- und Codierungstheorie der Christian-Albrechts-Universität Kiel hat Maurice Hott seine Arbeit vorgelegt. Darin entwickelte er ein neuartiges Verfahren der Signalverarbeitung für Radarsysteme, die mehrere Antennen gleichzeitig nutzen und daher schneller und genauer arbeiten. Auch diese Arbeit erachtete die Jury als preiswürdig.

Wertvollere Beitrag

In seiner vor Ort gehaltenen Laudatio unterstrich HENSOLDT-Technologiemanager Dr. Guy Kouemou: "Neue Produkte, die unseren Kunden helfen, zum Beispiel  Verkehrsmittel sicherer und effizienter zu machen, erfordern eine Vielzahl von Detailforschungen. Dazu leisten die hervorragenden Absolventen unserer Partnerhochschulen einen wertvollen Beitrag".

Über HENSOLDT

Am Standort Ulm sind rund 2.000 Mitarbeiter tätig. HENSOLDT beschäftigt sich mit der Entwicklung und Fertigung komplexer Sicherheitselektronik, Radaren, elektronische Schutzsysteme und Hochfrequenz-Elektronikbauteile. Den größte Teil der Mitarbeiter machen Ingenieure und Techniker aus. Ungefähr 180 junge Leute befinden sich in der Ausbildung.

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