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Für 50 Millionen Euro: Bekommt die Illertalbahn ein zweites Gleis?
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Landratsamt Neu-Ulm

Für 50 Millionen Euro: Bekommt die Illertalbahn ein zweites Gleis?

 Symbolbild. Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Nach 30 Jahren Stillstand scheint Bewegung in den zweigleisigen Ausbau der Illertalbahn zu kommen. Zunächst geht es um den Abschnitt zwischen Neu-Ulm und Senden. Entschieden ist in dieser Sache aber noch nichts.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

30 Jahre lang stand war die Sanierung der Illertalbahn auf Eis gelegt. Nun soll der partielle zweigleisige Ausbau der Illertalbahn weg vom Abstellgleis. Der Wahlkreisabgeordnete im Deutschen Bundestag, Dr. Georg Nüßlein, hatte zu der Unterredung ins Landratsamt Neu-Ulm eingeladen. Dabei sagte er gleich vorab: „Natürlich erwarten wir heute keine Zusage. Es geht darum, einen Weg zu suchen, der uns dem Ziel näherbringt.“ Mit am Tisch saßen unter anderem Landrat Thorsten Freudenberger sowie die Vertreter der Kommunen. Auch Thomas Engel, Leiter der Regionalnetze Süd der DB Netz AG, und Florian Liese, Stellvertretender Leiter des Sachgebiets Schieneninfrastruktur und Eisenbahnwesen im Bayerischen Verkehrsministerium, waren vor Ort.

Aufnahme des Projekts in BVWP praktisch ausgeschlossen

Eine Finanzierung für den Ausbau der Illertalbahn gemäß dem Bundesverkehrswegeplan (BVWP) hat laut Thomas Engel von der DB kaum Aussicht auf Erfolg. Das liegt daran, dass auf der Strecke kaum Güter- und Fernverkehr stattfindet. Somit fehlt eine für die Aufnahme wichtige Grundvoraussetzung. Die circa 30 Teilnehmer des Gesprächs wollen nun alternative Möglichkeiten prüfen, den Ausbau der Strecke zu realisieren.

Vorentwurfsplan kostet rund zwei Millionen Euro

Als erste Phase soll bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, einem Unternehmen des Freistaats Bayern, bis Ende 2015 die sogenannte VAST (Verkehrliche Aufgabenstellung) erarbeitet werden. Parallel dazu sollen die Mitgliederkommunen der IG Illertalbahn in ihren Gremien Vorfinanzierungsmöglichkeiten erörtern. Vorfinanziert werden muss wahrscheinlich die Vorentwurfsplanung, deren Kosten die Experten der Bahn auf etwa zwei Millionen Euro taxierten.

DB offen für Dialog

Voraussetzung für die Vorentwurfsplanung ist die BAST (Betriebliche Aufgabenstellung), die auf der VAST aufbaut. Die DB Netz AG wird die BAST fertigen. Engel rechnet damit, dass diese Arbeit etwa ein weiteres Jahr, also bis Ende 2016, dauern wird. Er machte aber keine konkreten Terminzusagen, dafür sei das Projekt noch in einem zu frühen Stadium. Engel versprach hingegen, einen „Meilensteinplan“ bis zur Fertigstellung der BAST aufzustellen. Außerdem verabredeten Landrat Thorsten Freudenberger als Vorsitzender der IG Illertalbahn und Thomas Engel, sich regelmäßig telefonisch über den beiderseitigen Sachstand auszutauschen.

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Ausbau kostet wahrscheinlich rund 50 Millionen Euro

Belastbare Zahlen werden mit der Entwurfsplanung allerdings frühestens 2020 vorliegen. Derzeit stehen geschätzte 50 Millionen Euro für den zweigleisigen Ausbau von Neu-Ulm/Finningen nach Senden im Raum. Von 2020 bis 2024 werden nach Angaben des Innenministeriums im Finanzierungstopf voraussichtlich Mittel verfügbar sein, aus denen das Projekt bestritten werden könnte.

Drei neue Bahnstationen für das Unterallgäu realistisch

Eine Anbindung der Illertalbahn an die benachbarten Regionalbahnen auf baden-württembergischem Gebiet scheint unrealistisch. Berechtigte Hoffnungen können sich dagegen die Gemeinden Fellheim, Heimertingen und Pleß im Landkreis Unterallgäu machen. Sie wollen jeweils eine Bahnhaltestelle bekommen. Diese Vorhaben sind laut Florian Liese jedoch unabhängig vom zweigleisigen Ausbau zu sehen: Verwirklicht werden sollen die neuen Haltestellen bis zum Jahr 2019 mit Eigenmitteln der Deutschen Bahn (DB) und Fördermitteln des bayerischen Innen- und Verkehrsministeriums.

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