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EvoBus: 20 Jahre Omnibusproduktion in Neu-Ulm
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EvoBus

EvoBus: 20 Jahre Omnibusproduktion in Neu-Ulm

 Jubliäum für EvoBus Werk Neu-Ulm: 20 Jahre Omnibusproduktion. Fotos: EvoBus

Jubliäum für EvoBus Werk Neu-Ulm: Am 5. Oktober jährt sich der Start zur Omnibus-Serienfertigung im Neu-Ulmer Busmontagewerk der Daimler AG zum 20sten Mal.

Nach den ersten konkreten Planungsschritten für ein neues Buswerk im Jahr 1983 durch die ehemalige Karl Kässbohrer Fahrzeugwerke GmbH, Ulm, folgten im August 1990 der erste Spatenstich und Baubeginn. Insgesamt steckte das Ulmer Traditionsunternehmen rund 175 Millionen D-Mark in diese strategische Zukunftsinvestition. Die ersten 100.000 m2 Baugrundstück – etwa ein Drittel der heutigen Gesamtwerksfläche – erwarb die Firma Kässbohrer im Jahr 1973. Karl Kässbohrer, der Enkel des Firmengründers und damals als geschäftsführender Gesellschafter in der Geschäftsführung verantwortlich für Werks- und Investitionsplanung, sagt heute rückblickend: „Es waren zwei wesentliche Faktoren, die unsere Überlegungen beeinflusst haben.

Einerseits waren es die unbefriedigenden Raumverhältnisse in dem alten Werk in der Ulmer Weststadt und andererseits mussten wir auch den finanziellen Kraftakt sehen, den dieses Gesamtprojekt für unser Unternehmen dargestellt hat. Es kamen deshalb nur schrittweise Lösungen in Frage, vom Kauf des ersten Teilgeländes bis zum realistischen Planungsbeginn.“ Das Gesamtareal des Omnibusmontagewerkes in Neu-Ulm beträgt heute 640.000 m2 und die überbaute Fläche 216.000 m2. Im Jahr 1995 schlossen die beiden bedeutendsten europäischen Omnibus-Marken Mercedes-Benz und Setra ein strategisches Bündnis und gründeten die EvoBus GmbH.

Das war der Startschuss für die erfolgreichste Omnibus-Geschichte des ausgehenden 20. Jahrhunderts: In Entwicklung, Produktion, Service und Vertrieb sowie in Sicherheits- und Umwelttechnologien ist EvoBus führend in der Branche. Durch die Verschmelzung von Mercedes-Benz Omnibussen mit der Kässbohrer Marke Setra wurde auch das Werk Neu-Ulm Teil der EvoBus GmbH. Heute montieren die rund 3.800 Beschäftigten Mercedes-Benz und Setra Omnibusse auf einem Band. Gleichzeitig ist Neu-Ulm das „Kompentenzcenter Lackierung“, in dem alle Lackieraufgaben für EvoBus-Produkte erledigt werden. Insgesamt belaufen sich die Gesamtinvestitionen der Daimler AG in das Neu-Ulmer Werk seit dem Jahr 1995 auf 190 Mio. Euro.

Produktionsstätte für Omnibusse der Marken

Mercedes-Benz und Setra In den letzten 20 Jahren hat sich die hochmoderne Omnibus-Produktionsstätte, Produktionsabläufe und -aufgaben, aber auch das Unternehmen selbst stark verändert. Die Fertigung der Ulmer Traditionsmarke Setra ist für dieses Werk immer noch ein Schwerpunkt. So beginnt in diesem Jahr am Standort die Produktion der neuen Reisebusgeneration Setra ComfortClass 500. Der Fokus liegt heute ebenfalls auf der Schwestermarke Mercedes-Benz, so dass auch Omnibusse mit dem Stern in Neu-Ulm produziert werden. Zusammen ist das Werk mit dem Omnibusstandort in Mannheim das Rückgrat des europäischen Produktionsverbundes der EvoBus GmbH mit sechs Werken in Deutschland, Frankreich, Tschechien, Spanien und der Türkei.

Die hohe Anpassungsfähigkeit in der Neu-Ulmer Produktion ist auch der baulichen Auslegung geschuldet: Nichts ist fest im Boden verbaut, sondern alle Versorgungsleitungen wie beispielsweise Licht, Lüftung, Wasser und Heizung werden über die Deckenleitungen zugeführt, so dass für die Montageabläufe und den Materialfluss die höchstmögliche Flexibilität gegeben ist. Wolfgang Hänle, Geschäftsführer Produktion Daimler Buses, betont deshalb: „Für Kässbohrer war damals diese Investition in Neu-Ulm eine Frage der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und ein Schritt in die – wie wir heute wissen – nicht leichte Zukunft. Es war gelichzeitig der richtige Schritt und hat die Zukunft des Standortes Ulm gesichert. Heute ist unser modernes Buswerk in Neu-Ulm einer der Garanten für den Erfolg von EvoBus und damit auch von Daimler Buses, der weltweiten Nummer 1 im Busgeschäft.“

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