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Bestätigt: HENSOLDT hat kein geschütztes Kulturgut entsorgt
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Telefunken-Sammlung

Bestätigt: HENSOLDT hat kein geschütztes Kulturgut entsorgt

Die Telefunken-Sammlung bei Hensoldt. Foto: Hensoldt
Die Telefunken-Sammlung bei Hensoldt. Foto: Hensoldt

Der Firma HENSOLDT wurde kürzlich vorgeworfen, wertvolles Kulturgut unberechtigt entsorgt zu haben. Der Grund: Das Ulmer Unternehmen halt als Nachfolge-Unternehmen von Telefunken kürzlich ausrangierte Messgeräte, Mobiliar und Prototypen/Funktionsmuster entsorgt. Nun gibt die Denkmalschutz-Behörde Entwarnung.

Die entsorgten Geräte waren kein Teil der Telefunken-Sammlung und wurden aus einem provisorischen Lager in Nersingen entfernt und fachgerecht entsorgt. Daraufhin hatten Privatpersonen dem Unternehmen vorgeworfen, wertvolles Kulturgut unberechtigt verschrottet zu haben. Die Denkmalschutz-Behörden das Landes und der Stadt Ulm haben nun festgestellt, dass die Telefunken-Sammlung auf dem Gelände der Firma HENSOLDT ordnungsgemäß und unversehrt untergebracht ist.

Vorwürfe „haben sich als haltlos erwiesen“

Außerdem haben die Behördenvertreter bescheinigt, dass unter dem ausgelagerten und entsorgten Material kein schützenswertes Kulturgut ist. Die Vorgehensweise des Unternehmens sei daher nicht zu beanstanden. „Die von verschiedenen Personen erhobenen Vorwürfe, wir hätten Kulturgut widerrechtlich beseitigt, haben sich als haltlos erwiesen“, stellt HENSOLDT-Pressesprecher Lothar Belz, fest. „Damit ist die Angelegenheit für uns erledigt. Selbstverständlich erfüllen wir weiterhin unsere Pflichten aus der Unterschutzstellung. Wir unterstützen die Fachleute der Denkmalschutzbehörden bei der jetzt anstehenden wissenschaftlichen Inventarisierung der weiterhin auf unserem Werksgelände verbleibenden Sammlung.“

Diese Teile umfasst die Sammlung

Die im Besitz der Firma Hensoldt befindliche Sammlung „Radar und Funk“ hat eine hohe technikgeschichtliche Bedeutung. Den Kern der Sammlung bilden Funk- und Radargeräte, die bei Telefunken in Ulm entwickelt und produziert wurden. Dieser Teil wurde als „bewegliches Kulturdenkmal“ im Sinne des Denkmalschutzgesetzes unter Schutz gestellt. Hinzu kommen weitere Teile wie historische Bilder, Messgeräte oder Ersatzteile, die eine didaktisch sinnvolle Ergänzung des Bestandes bilden, selber aber keinen eigenen Denkmalwert besitzen. Zudem zählen Büro- und Werkstattausstattung aus der Zeit des „Museums Funk und Radar“ zur Sammlung.

Rechte und Pflichten bei Denkmalschutz

Der Eigentümer ist verpflichtet, den denkmalwerten Teil der Sammlung zu erhalten. Für die Teile ohne Denkmalwert kann dies nicht gefordert werden. Ebenso kann auch nicht verlangt werden, dass die Sammlung der Öffentlichkeit präsentiert wird.

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