Kurzarbeit und Umsatz-Totalausfall

Überlebt der Allgäu Skyline Park die Corona-Krise?

Foto: © Allgäu Skyline Park
Ende März sollte der Allgäu Skyline-Park in die neue Saison starten. 70.000 Besucher wären bis Ende April in Bad Wörishofen erwartet worden. Wird Bayerns größter Freizeitpark das überleben? Wir haben bei Inhaber Joachim Löwenthal nachgefragt.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Was bedeutet eine Krise wie diese für Sie als Freizeitpark-Betreiber? 

Joachim Löwenthal: Die momentane Situation ist für die Mehrzahl aller Menschen und Unternehmen eine riesige Belastung und natürlich auch für unseren Park. Wir hatten alle vorbereitenden Maßnahmen für eine Eröffnung Ende März bereits abgeschlossen – bis auf das Einräumen der Gastrostände und die Erstbestellung aller Waren. Wir waren also bereit und dann kamen die Beschränkungen, die eine Öffnung nicht zuließen. Daraufhin mussten wir uns erst einmal sortieren. Denn einen Plan für so eine Situation gab es natürlich nicht.  

Welche Maßnahmen haben Sie getroffen? 

Wir haben alle Arbeiten eingestellt und den Park quasi wieder in den gerade erst beendeten Winterschlaf zurückversetzt. Wir mussten  Kurzarbeit anmelden. Dafür allerdings  vorher erst einmal schlau machen, wie das geht. In meiner 45-jährigen Unternehmertätigkeit war das noch nie vorgekommen  

Reicht das, damit der Park überleben kann?

Wir sind im ständigen Krisenmodus, haben aber trotz Umsatztotalausfall sicherstellen können, dass der Skylinepark auch nach Corona noch für seine Besucher da sein wird.  

Wie viele Besucher hatten Sie über Ostern erwartet? 

Wir haben bis Ende April bei durchwachsenem Wetter mit 40.000 bis 50.000 Besucher kalkuliert. Bei der jetzigen Schönwetterphase kann man von 60.000 bis 70.000 Besucher ausgehen. 

Mit welchen Verlusten rechnen Sie derzeit?   

Die bis Ende April entstehenden Verluste bewegen sich im siebenstelligen Bereich. 

Wie wirkt sich die Situation auf Ihre Mitarbeiter aus?

Es ist uns nicht leichtgefallen, da wir hier nicht nur ein Familienunternehmen, sondern auch eine große Familie sind. Es gab so manche Tränen nicht nur wegen der Lohneinbußen, sondern auch, weil sich alle wieder auf die Arbeit gefreut hatten. 

Wie viele Saison-Arbeitsplätze fallen durch Corona weg? 

50 Saisonarbeitsplätze fallen durch Corona ganz weg. 

Welche Neuerungen hätten die Besucher 2020 erwartet? 

Wir haben auf Grund der stetigen Steigerung der Besucherzahlen für dieses Jahr eine neue Fahrgeschäftsanlage angeschafft. Dieses Fahrgeschäft hat eine Gesamthöhe von circa 150 Meter –  das ist der Weltrekord für das höchste Karussell der Welt. Wir werden die Anlage bis August 2020 fertig stellen. 

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Foto: © Allgäu Skyline Park
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Joachim Löwenthal: Die momentane Situation ist für die Mehrzahl aller Menschen und Unternehmen eine riesige Belastung und natürlich auch für unseren Park. Wir hatten alle vorbereitenden Maßnahmen für eine Eröffnung Ende März bereits abgeschlossen – bis auf das Einräumen der Gastrostände und die Erstbestellung aller Waren. Wir waren also bereit und dann kamen die Beschränkungen, die eine Öffnung nicht zuließen. Daraufhin mussten wir uns erst einmal sortieren. Denn einen Plan für so eine Situation gab es natürlich nicht.  

Welche Maßnahmen haben Sie getroffen? 

Wir haben alle Arbeiten eingestellt und den Park quasi wieder in den gerade erst beendeten Winterschlaf zurückversetzt. Wir mussten  Kurzarbeit anmelden. Dafür allerdings  vorher erst einmal schlau machen, wie das geht. In meiner 45-jährigen Unternehmertätigkeit war das noch nie vorgekommen  

Reicht das, damit der Park überleben kann?

Wir sind im ständigen Krisenmodus, haben aber trotz Umsatztotalausfall sicherstellen können, dass der Skylinepark auch nach Corona noch für seine Besucher da sein wird.  

Wie viele Besucher hatten Sie über Ostern erwartet? 

Wir haben bis Ende April bei durchwachsenem Wetter mit 40.000 bis 50.000 Besucher kalkuliert. Bei der jetzigen Schönwetterphase kann man von 60.000 bis 70.000 Besucher ausgehen. 

Mit welchen Verlusten rechnen Sie derzeit?   

Die bis Ende April entstehenden Verluste bewegen sich im siebenstelligen Bereich. 

Wie wirkt sich die Situation auf Ihre Mitarbeiter aus?

Es ist uns nicht leichtgefallen, da wir hier nicht nur ein Familienunternehmen, sondern auch eine große Familie sind. Es gab so manche Tränen nicht nur wegen der Lohneinbußen, sondern auch, weil sich alle wieder auf die Arbeit gefreut hatten. 

Wie viele Saison-Arbeitsplätze fallen durch Corona weg? 

50 Saisonarbeitsplätze fallen durch Corona ganz weg. 

Welche Neuerungen hätten die Besucher 2020 erwartet? 

Wir haben auf Grund der stetigen Steigerung der Besucherzahlen für dieses Jahr eine neue Fahrgeschäftsanlage angeschafft. Dieses Fahrgeschäft hat eine Gesamthöhe von circa 150 Meter –  das ist der Weltrekord für das höchste Karussell der Welt. Wir werden die Anlage bis August 2020 fertig stellen. 

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