Stadt Bad Wörishofen

Therme Bad Wörishofen - Streit um Abgaben

Luftaufnahme der Therme. Foto: Therme Bad Wörishofen

Eine der beliebten Wellness-Zentren der Region Schwaben liegt in der Stadt Bad Wörishofen: die Therme Bad Wörishofen. Diese zieht jährlich viele Besucher an und erfreut sich einer großen Beliebtheit. Jetzt wirft der amtierende Bürgermeister Paul Gruschka (Freie Wähler) der Therme jedoch vor, nicht genügend Fremdenverkehrsbeiträge gezahlt zu haben. Der ehemalige Bürgermeister und jetzt im Bayerischen Landtag sitzende CSU-Abgeordnete Klaus Holetschek haben in seiner Amtszeit (Mai 2002 bis Oktober 2013) zu wenige Abgaben verlangt. Eine Mediation zu diesem Thema ist geplant.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Die Therme Bad Wörishofen ist ein beliebtes Ziel vieler Thermalbad-Genießer. Doch nun scheint es Probleme zwischen Therme und Stadt zu geben. Von fehlenden Fremdenverkehrsbeiträgen ist die Rede. Diese seien schon seit Jahren nicht gezahlt worden. CSU-Abgeordneten Klaus Holetschek wird sogar vorgeworfen, diese vorsätzlich nicht eingefordert zu haben, während seiner Amtszeit als Bürgermeister der Stadt Bad Wörishofen (Mai 2002 bis Oktober 2013).

Klaus Holetschek bleibt trotz Vorwürfen ruhig

Trotz der Anschuldigungen besteht bei Klaus Holetschek aber scheinbar kein Grund zur Sorge. "Ich begrüße und unterstütze die Aufklärung der Sachlage in Bad Wörishofen. Es ist wichtig, standortsichernde Maßnahmen für Kurorte und Heilbäder verantwortungsvoll zu gestalten und nachvollziehbar offenzulegen", sagte er zu diesem Thema. Das wirkt alles sehr gelassen. Seine Fraktionsmitglieder dagegen sind alles andere als begeistert.

Die CSU – Bad Wörishofen ist empört über die an die Presse gelangten Informationen

In einem offenen Brief veröffentlichte die CSU – Bad Wörishofen am 12. Januar eine Beschwerde zu den in der Presse erschienen Details über die Thematik. Gerichtet war dieser an den amtierenden Bürgermeister Paul Gruschka (Freie Wähler), welcher in dem erschienen Artikel zitiert wurde. Neben dem Vorwurf, er hätte vertrauliche Informationen weitergegeben, beschuldigten sie ihn auch „ohne weitere Information des Stadtrates eine weitere Kanzlei beauftragt“ zu haben.

Paul Gruschka wehrt sich gegen die Unterstellungen der CSU

„Die Beauftragung eines Gutachters war vom Stadtrat beschlossen worden und der gewünschte Gutachter wurde auch beauftragt. Da dieser Gutachter lediglich das Thema Fremdenverkehrsbeitrags-Recht überprüfen konnte, habe ich im Rahmen der laufenden Geschäfte ein zusätzliches Gutachten über weitergehende Ansprüche eingefordert, da auch insoweit Verjährung drohte. Ich sehe mich dem Wohle der Stadt verpflichtet, dazu gehört auch, Vermögensschaden von der Stadt abzuwenden“, rechtfertigte Paul Gruschka dies in einer Stellungnahme zum offenen Brief.

Lösung für das Problem soll durch Mediation gefunden werden

Trotz all des Zwists, steht aber auch für die CSU Aufklärung an erster Stelle. Gemeinsam mit allen beteiligten. Deshalb soll es eine Mediation über dieses Problem geben, in der nach einer Lösung gesucht werden soll. „Ein Unternehmer wie Wund (Geschäftsführer der Therme), der in Bad Wörishofen über 45 Millionen Euro investiert und damit 220 neue Arbeitsplätze geschaffen hat, (…), der einer der größten Gewerbesteuerzahler in Bad Wörishofen ist, sich bisher auch verpflichtet gefühlt hat diese Gewerbesteuer in Bad Wörishofen zu zahlen, verdient es, dass man sich mit ihm an einen Tisch setzt und nach echten Lösungen sucht“, so Christiane-Maria Rapp, CSU-Fraktionsvorsitzende im Namen der gesamten CSU-Stadtratsfraktion.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben