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Neue Wasserstoff-Tankstelle am Flughafen Memmingen gestartet
Grüner Wasserstoff

Neue Wasserstoff-Tankstelle am Flughafen Memmingen gestartet

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, BMW-Vorstands-Chef Oliver Zipse und Flughafen-Geschäftsführer Ralf Schmid (vorne li
Flughafen-Geschäftsführer Ralf Schmid (l.), Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Mitte) und BMW-Vorstands-Chef Oliver Zipse (r.) haben die Wasserstofftankstelle am Flughafen Memmingen eröffnet. Foto: Nicole Engelhart/StMWi

Am Flughafen Memmingen ist eine neue Wasserstofftankstelle in Betrieb gegangen. Das Projekt ist Teil eines umfassenden Ausbaus der Wasserstoffwirtschaft in Bayern. Parallel wird bereits ein Elektrolyseur zur lokalen Erzeugung von grünem Wasserstoff geplant.

Am Flughafen Memmingen wurde eine neue H2-Tankstelle eröffnet. Die Anlage ist Teil des Projekts „Green Airport Memmingen“. Der grüne Wasserstoff soll künftig direkt vor Ort erzeugt werden. 

Wasserstoffinfrastruktur am Standort Memmingen 

Die neue Tankstelle ist ein Baustein eines größeren Energiekonzepts am Flughafen. Geplant ist ein 5-Megawatt-Elektrolyseur zur lokalen Produktion von grünem Wasserstoff. Beide Komponenten werden durch Förderprogramme des bayerischen Wirtschaftsministeriums unterstützt. 

Lesen Sie hier: Flughafen Memmingen feiert Spatenstich der Wasserstoff-Tankstelle

Für das Gesamtprojekt wurde der Flughafen Memmingen als „Gestalter im Team Energiewende Bayern“ ausgezeichnet. Das Konzept umfasst ein Heizwerk mit Wärmenetz, eine Photovoltaikanlage, die neue Wasserstoff-Tankstelle sowie den geplanten Elektrolyseur. 

Rolle von Wasserstoff in Bayern

„Die aktuelle Ölkrise und hohe Spritpreise würden zeigen, wie wichtig Alternativen zum Öl sind “, sagt Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. Bayern sei führend beim Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland. „Wir treiben den Ausbau der H2-Infrastruktur mit Tankstellen und Elektrolyseuren im Freistaat konsequent voran. Unsere Programme greifen ineinander “, sagt Aiwanger. Teil davon ist der Flughafen Memmingen mit dem Green-Airport-Projekt.

Der Freistaat Bayern stellt insgesamt 70 Millionen Euro für Wasserstofftankstellen bereit. Zwischen 2020 und 2024 wurden 30 Förderbescheide erteilt. Die Anlage in Memmingen ist die achte geförderte Tankstelle im Land. Ein weiteres Förderprogramm ist für Juni 2026 geplant. Es umfasst 35 Millionen Euro und unterstützt die Anschaffung von Wasserstoff-Nutzfahrzeugen aller Klassen. 

BMW und industrielle Entwicklung 

So forscht BMW daran, wasserstoffbetriebene Autos auf die Straße zu bringen. BMW entwickelt im Rahmen eines IPCEI-Projekts (Important Project of Common European Interest) den Brennstoffzellenantrieb „HyPowerDrive“. Dafür erhält das Unternehmen 273 Millionen Euro Förderung, rund 30 Prozent davon trägt der Freistaat Bayern. Ziel ist die Industrialisierung eines Brennstoffzellen-Elektroantriebs für Pkws. Dieser soll in bestehende Fahrzeugarchitekturen integriert werden können. Die Serienproduktion ist ab 2028 vorgesehen.

„Wir unterstützen BMW mit Nachdruck, um Wasserstoff auf die Straße zu bringen. Die Vorteile liegen auf der Hand: emissionsfreier Antrieb, hohe Reichweiten und kurze Betankungszeiten“, so Aiwanger. Im Zuge der Eröffnung der Wasserstoff-Tankstelle in Memmingen übergab BMW zwei Testfahrzeuge des Typs BMW iX5 mit Brennstoffzellenantrieb.

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