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Multivac und KIT entwickeln Verpackungsmaschinen für 2045
Innovationswettewerb

Multivac und KIT entwickeln Verpackungsmaschinen für 2045

Im Rahmen des Projekts „(Thermo)form the Future – Smart, Robust, User-Oriented Packaging Machines“ entwickeln Studierende des KI
Im Rahmen des Projekts „(Thermo) form the Future – Smart, Robust, User-Oriented Packaging Machines“ entwickeln Studierende des KIT Konzepte für eineTiefziehverpackungsmaschine im Jahr 2045. Multivac ist Kooperationspartner. Foto: Multivac Group

Multiac und das KIT haben sich der Frage nach zukunftsfähigen Verpackungsmaschinen angenommen. 40 Studierende entwickeln Konzepte für die nächste Generation von Tiefziehverpackungsmaschinen.

Multivac arbeitet im Wintersemester 2026/27 mit dem IPEK – Institut für Produktentwicklung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zusammen. Im Projekt „Integrierte Produktentwicklung“ entwickeln 40 Studierende neue Konzepte für den Geschäftsbereich Tiefziehverpackungsmaschinen.

Zum Auftakt trafen sich die Teilnehmer am 6. und 7. Oktober bei Multivac in Wolfertschwenden im Unterallgäu. Dort erhielten sie Einblicke in das Unternehmen. Die Tiefziehverpackungstechnologie stand im Mittelpunkt. Zudem ging es um Markt- und Kundenanforderungen. Das Projekt trägt den Titel „(Thermo) form the Future – Smart, Robust, User-Oriented Packaging Machines“. Die Studierenden sollen eine Tiefziehverpackungsmaschine für das Jahr 2045 konzipieren.

Weniger Ressourcen, höhere Anforderungen

Im Mittelpunkt stehen künftige Anforderungen an die Verpackung von Lebensmitteln. Verpackungsmaschinen sollen flexibler und zuverlässiger werden. Gleichzeitig geht es um Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Dabei rechnen die Projektpartner mit knapper werdenden Ressourcen. Qualifiziertes Personal könnte zunehmend fehlen. Auch Produktionsfläche, Zeit und weitere Ressourcen werden knapper. Multivac will mit dem Projekt neue Ansätze für diese Herausforderungen gewinnen. „Die Aufgabenstellung orientiert sich an zentralen Herausforderungen unserer Kunden sowie an den strategischen Zielen unseres Geschäftsbereichs“, erklärt Matthias Riedel, Executive Vice President Tiefziehverpackungsmaschinen bei Multivac.

Die PPWR erhöht den Druck auf Verpackungshersteller

Wie groß die aktuellen Herausforderungen für die Verpackungsbranche sind, zeigt auch die neue EU-Verpackungsverordnung PPWR. Multivac berät deshalb zunehmend Kunden zu den neuen Vorgaben. Dabei geht es unter anderem um die Frage, welche Verpackungskonzepte künftig als recyclingfähig gelten.

Besonders die Lebensmittelindustrie steht vor Herausforderungen. Wurst und Fleisch benötigen einen hohen Produktschutz. Dafür werden häufig Mehrschichtfolien eingesetzt. Sie bestehen aus verschiedenen Materialien. Jedes Material erfüllt dabei eine bestimmte Schutzfunktion.

Der Materialmix erschwert jedoch das Recycling. Gleichzeitig können recyclingfähige Folien bei der Verarbeitung anspruchsvoller sein. Multivac arbeitet deshalb auch an der Weiterentwicklung seiner Maschinentechnik. Auch bei der Umstellung auf andere Folien können technische Anpassungen notwendig werden. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen haben laut Multivac teilweise wenig Kapazitäten, um sich mit der PPWR zu beschäftigen. Gleichzeitig kommen auf die Unternehmen zusätzliche Anforderungen zu.

Sieben Teams arbeiten an neuen Konzepten

An dem Projekt beteiligen sich Studierende aus Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen und Mechatronik. Von Oktober 2026 bis März 2027 arbeiten sie in Karlsruhe. Die 40 Teilnehmenden bilden sieben Entwicklungsteams. Jedes Team wird von einem Multivac-Team-Paten begleitet. Während des Projekts stellen die Gruppen ihre Zwischenergebnisse bei mehreren Meilensteinterminen vor.

Das IPEK und ein Steering Committee von Multivac begleiten die Entwicklung. Sie geben den Teams fachliches Feedback. Auf dieser Grundlage werden die Konzepte Schritt für Schritt weiterentwickelt. Am Ende wählt jedes Team die aus seiner Sicht vielversprechendste Produktidee aus.

Prototypen sollen im März 2027 präsentiert werden

Zum Abschluss stellen die Teams ihre Konzepte am 2. März 2027 in Karlsruhe vor. Dabei zeigen sie jeweils einen Prototyp und eine Produktpräsentation. Zu der Veranstaltung werden rund 300 Gäste aus Gesellschaft, Forschung und Industrie erwartet. Auch das IPEK sieht in der Zusammenarbeit eine Möglichkeit, neue Ansätze für die Verpackungstechnik zu entwickeln. Institutsleiter am IPEK, Prof. Tobias Düser sieht darin eine Chance. „Wir freuen uns, gemeinsam mit Multivac und unseren Studierenden die Zukunft der Verpackungstechnologien mitzugestalten und innovative Antworten auf die Herausforderungen der Tiefziehmaschinen und -prozesse von morgen zu entwickeln", so Düser zum Abschluss der Auftaktveranstaltung.

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