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Magnet-Schultz mit Sitz in Memmingen zieht Bilanz zu ihrem 114. Geschäftsjahr. Der Umsatz erreichte 364 Millionen Euro. Das entspricht laut Aussagen des Unternehmens einem Wachstum von gut elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die auf dem internationalen Markt aktive MSM-Group entwickelte sich positiv. Das Unternehmen berichtet von einem gefestigten Weltumsatz von 425 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von rund zehn Prozent.
Das Umsatzwachstum erklärt sich das Unternehmen aufgrund der weltweiten Anwendungsentwicklung in der Automobilindustrie und der Hydraulik. Hinzu kämen neue Projekte im Bereich Nutzfahrzeuge. Auch weitere Geschäftsfelder sollen sich positiv entwickelt haben. Dazu zählen Wasserstoffanwendungen, die Luftfahrt sowie der Rüstungsbereich. Diese werden als anspruchsvolle Nischen beschrieben.
Magnet-Schultz setzt nach eigenen Angaben auf Automatisierung, Innovation und Technologieoffenheit. Damit will das Unternehmen auf die Entwicklungen in der Mobilität und weiteren Kundensegmenten reagieren. Das Familienunternehmen produziert in Deutschland, den USA, China und seit 2024 auch in Rumänien.
Am Stammsitz im Unterallgäu beschäftigt das Unternehmen aktuell 1.800 Menschen. Das Werk ist nach eigenen Angaben gut ausgelastet. Gleichzeitig sind rund 50 Stellen offen. Für das Geschäftsjahr 2026/27 plant Magnet-Schultz ein Wachstum von drei Prozent. Weltweit arbeiten rund 2.450 Menschen für die internationale MSM-Group. Das größte Wachstumspotenzial sieht das Unternehmen am BCC-Standort im rumänischen Brasov.
Nach Angaben von Magnet-Schultz gehören hohe Arbeitskosten bei gleichzeitig niedriger effektiver Jahresarbeitszeit zu den größten Herausforderungen für die deutsche Industrie. Zudem nennt das Unternehmen hohe und zunehmend unsichere Energiekosten sowie eine aus seiner Sicht wachsende Bürokratie und Regulierung.
Als Stärken des Standorts Deutschland werden das hohe Bildungsniveau, die duale Berufsausbildung, eine gute Infrastruktur sowie die hohe Standortattraktivität des Allgäus genannt.