Personal und Digitalisierung

Lünendonk-Studie: Damit haben Wirtschaftskanzleien zu kämpfen

Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter der Lünendonk GmbH. Foto: Lünendonk GmbH
Hohe Einstiegsgehälter bereiten den Wirtschaftskanzleien Sorgen. Aber das ist nicht die einzige Schwierigkeit laut der neuen Lünedok-Studie.

Am Donnerstag stellte die Lünendonk & Hossenfelder GmBH mit Sitz in Mindelheim ihre neue Studie „Führende Wirtschaftskanzleien in Deutschland“ vor. Das Marktforschungs-Unternehmen ist bekannt für seine Anbieterrankings in verschiedenen Dienstleistungsbranchen, die sogenannten Lünendonk-Listen. Aus der aktuellen Studie geht hervor, dass für die deutschen Wirtschaftskanzleien neben der Digitalisierung auch das Thema Personal (HR) von strategischer Bedeutung ist.

Herausforderung: Geeignetes Personal finden

So ist klar, dass die Wirtschaftskanzleien mehr Personal brauchen, da sie ein Marktwachstum von sechs Prozent verzeichnen. Daher ist es umso wichtiger, dass die Unternehmen wissen, wie sie neue Talente für sich gewinnen können. Laut Studie haben die Kanzleien große Schwierigkeiten, geeignete Absolventen zu finden. Doch die größte Herausforderung sind für die Studienteilnehmer im Bereich Personal die überdurchschnittlich hohen Einstiegsgehälter, die in der Branche üblich sind.

Arbeitgeber muss Mehrwert bieten

„Hohe Einstiegsgehälter belasten die Kanzleien“, sagt Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk & Hossenfelder. „Es gilt nunmehr herauszuarbeiten, welchen Mehrwert ein Arbeitgeber über ein ‚gutes Gehalt‘ hinaus einer jungen Anwältin beziehungsweise einem jungen Anwalt bieten kann“. Die Studienteilnehmer haben hierbei verschiedene Strategien: Das Angebot reicht von einer adäquaten Work-Life-Balance über Auslandseinsätze bis hin zu gesundheitlichen und familiären Unterstützungen.

Digitalisierung ist weitere Herausforderung

Aber nicht nur die hohen Gehaltsforderungen und die Schwierigkeiten, geeignetes Personal zu finden, stellen die Kanzleien vor neue Herausforderungen. Auch das Veränderungs-Management, das durch die Digitalisierung getrieben wird, kommt noch erschwerend hinzu. Die Legal-Tech-Mitarbeiter werden auch weiterhin aus den klassischen Ausbildungsgebieten rekrutiert. Allerdings wird eine hohe digitale Kompetenz vorausgesetzt.

32 Kanzleien wurden befragt

Die neue Lünendonk-Studie „Führende Wirtschaftskanzleien in Deutschland“ basiert auf der Befragung über Strukturen, Strategien, Planungen und Restriktionen von 32 Wirtschaftskanzleien sowie Rechtsberatungs-Einheiten von WP-Gesellschaften. Die Lünendonk & Hossenfelder GmbH, Mindelheim, analysiert europaweit Unternehmen aus der Informationstechnik-, Beratungs-, Prüfungs- und Dienstleistungsbranche.

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