Woche der Ausbildung 2018

Klaus Holetschek besucht DILO in Babenhausen

Klaus Holetschek (3.v.l.) bei DILO. Foto: DILO
Ziel der Woche der Ausbildung ist es, herauszustellen welche Möglichkeiten eine Lehre bietet. Bei der Firma DILO machte sich der Memminger Landtagsabgeordnete Klaus Holetschek ein Bild von den Lehrmethoden.

Holetschek hob dabei die Bedeutung der dualen Berufsausbildung hervor. Diese sei für beide Seiten von Vorteil. „Mit der ‚Bayerischen Woche der Ausbildung‘ zeigen wir den Betrieben und jungen Menschen die Chancen, die eine Berufsausbildung bietet. Denn Ausbildung lohnt sich für Betriebe und Jugendliche gleichermaßen.“

Eigene Ausbildung als „Win-win-Situation für Auszubildenden und Betrieb“

Wie, zeigt die DILO Armaturen und Anlagen GmbH in Babenhausen. Das Unternehmen ist, so Holetschek, ein „Vorzeigebetrieb und Paradebeispiel für gelungene Ausbildung“. Davon überzeugte sich der Politiker bei einem Firmenrundgang inklusive Lehrwerkstatt und anschließenden Gespräch mit Auszubildenden verschiedener Berufszweige. „DILO setzt traditionell auf eine eigene Ausbildung. Wir haben damit sehr viele positive Erfahrungen gemacht. Letztlich ist es eine Win-win-Situation – für die Auszubildenden und für unseren Betrieb“, betonte auch Geschäftsführer Christian Scheller.

Ziel: Auszubildenden übernehmen

Die Ausbildungsquote des Unternehmens lag in den vergangenen Jahren stets deutlich über zehn Prozent. Ziel, so Scheller, sei es, die Auszubildenden in ein festes Arbeitsverhältnis zu übernehmen. „Neben der fachlichen Ausbildung tragen zusätzliche innerbetriebliche Schulungen sowie eine individuelle Betreuung dazu bei, unseren Auszubildenden das Rüstzeug für einen guten Abschluss und somit für eine tragfähige Grundlage ihrer beruflichen Zukunft zu vermitteln“, so Personalleiter Andreas Tochtermann.

Neben der gewerblichen und kaufmännischen Ausbildung bietet DILO mit Hochschulen auch ein Duales Studium zum „Bachelor of Engineering“ in verschiedenen Fachrichtungen. „Die duale Ausbildung ist ein gutes Sprungbrett und ein Garant für Durchlässigkeit, auch mit Blick auf eine akademische Ausbildung. Allerdings sollte wir uns davor hüten, den Wert beruflicher Bildung zu sehr an der Frage der Hochschulzugangsberechtigung festzumachen“, so Holetschek.

Fachkräftemangel wird weiter anziehen

Gerade in Bayern macht sich ein Fachkräftemangel bemerkbar. Bis 2030 prognostiziert der IHK Fachkräftemonitor allein für den Freistaat einen Engpass von rund 347.000 Erwerbstätigen. Darunter 326.000 kaufmännisch und technisch Qualifizierte und nur rund 20.000 Akademiker. „An diesen Zahlen zeigt sich, dass der Weg an die Universität nicht zwingend sein muss“, so Holetschek. Besonders der Mittelstand benötige dringend gut ausgebildete Jugendliche. Wichtig sei, Jugendliche frühzeitig über Schulpraktika mit den Betrieben vertraut zu machen, ergänzt Scheller. Nur so könne man neben Aktionen wie der bayerischen Woche der Ausbildung das Interesse an Ausbildungsberufen wachhalten.

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