GROB-WERKE GmbH & Co. KG

Jubiläum: 90 Jahre GROB-WERKE

Luftbild der GROB-WERKE in Mindelheim. Foto: GROB-WERKE GmbH & Co. KG

Die GROB-WERKE feiern in diesem Jahr ihr 90jähriges Bestehen: Im Mai 1926 wurden die GROB-WERKE in München gegründet. Heute befindet sich der Stammsitz allerdings in Mindelheim. Diese richtungsweisende Entscheidung stieß damals auf viel Kritik.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Gründer des Maschinenbauunternehmens war Ernst Grob, der die Ernst Grob Werkzeug- und Maschinenfabrik am 21. Mai 1926 ins Gewerberegister eintragen ließ. 26 Jahre später ging das Unternehmen 1952 an seinen Sohn Burkhart Grob über. Dieser gründet 1956 das erste Auslandswerk der GROB-WERKE im brasilianischen São Paulo. Zwölf Jahre später folgte das spätere Stammwerk in Mindelheim, 1991 das US-Werk in Bluffton und im Jahre 2012 kam ein Werk im chinesischen Dalian dazu. Allein in den letzten drei Jahren hat das Unternehmen über 200 Millionen Euro investiert. Der Großteil des Geldes floss in den Stammsitz in Mindelheim.

Firmensitz in Mindelheim wächst kontinuierlich

Bis heute sind die GROB-WERKE ein reines Familienunternehmen, das mittlerweile in der dritten Generation geführt wird. Allein am Firmensitz in Mindelheim sind heute 3.600 Mitarbeiter beschäftigt. Seit 2007 hat sich das Firmengelände nahezu verdoppelt. Die Hallenfläche wurde um rund 80.000 Quadratmeter erweitert. Der Baubeginn für eine weitere Halle mit einer Grundfläche von 38.000 Quadratmetern ist bereits erfolgt. Das Verwaltungsgebäude soll im Spätsommer dieses Jahres fertiggestellt werden.

Trotz Kritik: GROB verlässt München Ender 60er

Damit bestätigte sich Dr. Burkhart Grobs Entscheidung, von München in das Unterallgäu zu ziehen. Denn die konjunkturelle Entwicklung im deutschen Maschinenbau Ende der 1960er Jahre lies das Werk in München schnell zu klein werden. Da eine Expansion in München nicht möglich war, erwarb Burkhart Grob 1967 ein Grundstück von der Firma Stetter mit einer 1.500 Quadratmeter großen Werkshalle im 90 Kilometer entfernten bayerisch-schwäbischen Mindelheim. Argumente wie eine schlechte Verkehrsanbindung oder fehlendes Angebot an qualifizierten Arbeitskräften aus dem maschinen- und steuerungstechnischen Bereich hielten ihn nicht ab. Sein Gedanke war: Das Unternehmen kann bei Bedarf durch den Zukauf weiterer Grundstücke expandieren.

GROB expandiert am ersten Auslandswerk

Auch die Expansion nach Brasilien zahlte sich für die GROB-WERKE aus. Diese feiert in diesem Jahr 60jähriges Jubiläum. Nach der ersten Investitionsoffensive in den 1960er Jahren startete bei GROB do Brasil die Produktion von Sondermaschinen. Das brasilianische GROB-Werk entwickelte sich Schritt für Schritt von einem Sechs-Mann-Betrieb in einer Doppelgarage zum über 500 Mitarbeiter großen Maschinenbau­unternehmen. Die Aktiengesellschaft „B. GROB do Brasil S.A. Indústria e Comercio de Máquinas Operatrizes e Ferramentas“ erwirtschaftet mittlerweile jährlich über 100 Millionen Euro.

Die G-Module-Technik

Ein wichtiger Sprung für das Unternehmen ist auch die Etablierung der G-Module-Technik Anfang der 2000er. Dabei handelt es sich um modular aufgebaute Bearbeitungszentren. Die Idee stammte eigentlich aus den späten 80ern, wurde aber erst später vom Markt angenommen. Die Einführung der neuen G-Baureihe ist die entscheidendste Produktentwicklung in der Geschichte der GROB-Gruppe, wie das Unternehmen angibt.

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