Medizinische Versorgung

Fliegende Intensivstation am Flughafen Memmingen gelandet

Am Flughafen Memmingen ist Anfang Oktober erstmals eine fliegende Intensivstation gelandet. Wie der Airport damit eine wichtige Rolle in der weltweiten Rettungskette der Bundeswehr unter Beweis stellt.

Premiere am Flughafen Memmingen: Erstmals landete am 6. Oktober ein Airbus A310 der Bundeswehr auf dem bayerisch-schwäbischen Verkehrsflughafen, der damit seine Rolle in der weltweiten Rettungskette der Luftwaffe erneut unter Beweis stellte.

Moderne Standards der Intensivmedizin am Bord der „August Euler“

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An Bord des Airbus befanden sich acht schwer verletzte ukrainische Soldaten, die zur weiteren Behandlung ins Bundeswehrkrankenhaus nach Ulm gebracht wurden. Die „August Euler“ ist mit einer Spannweite von fast 44 Metern und einer Länge von über 46 Metern sowie einem Maximalgewicht von 157 Tonnen das größte Flugzeug, das bisher in Memmingen gelandet ist. Der Airbus A310 MedEvac gilt als fliegende Intensivstation und ist nach modernsten Standards der Intensivmedizin ausgestattet. Er kann neben sechs Intensivpatienten weitere 38 Menschen liegend transportieren und gilt in der Bundeswehr als wichtiges Glied einer weltweiten Rettungskette zur Versorgung und Evakuierung verletzter oder kranker Soldaten, in der auch das Bundeswehrkrankenhaus in Ulm eine wichtige Rolle spielt. Wenige Stunden später landete mit dem Airbus A400M, dem neuen Transportflugzeug der Bundeswehr, eine weitere zur Intensivstation umgebaute Maschine in Memmingen. Sie kam aus Lissabon und hatte ebenfalls künftige Patienten des Bundeswehrkrankenhauses in Ulm an Bord. 

Allgäu Airport als bedeutender Teil der Verkehrsinfrastruktur

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Für Allgäu Airport Bereichsleiter Aviation Marcel Schütz unterstreicht der aufwendige Einsatz der Bundeswehr, die die verletzten Soldaten in einem gesicherten Konvoi vom Flugplatz nach Ulm brachte, dessen Bedeutung als Teil der Verkehrsinfrastruktur. „Auch in Zeiten des Lockdowns“, so Schütz, „hatten wir immer für Rettungs- und Hilfsflüge geöffnet und konnten so wichtige Beiträge zur Versorgung leisten.“ Gerade das Bundeswehrkrankenhaus in Ulm nutze den Flughafen regelmäßig als idealen Standort für medizinisch bedingte Flüge. Aber auch andere Organisationen, die Polizei sowie das Militär griffen gerne auf die vorhandene Infrastruktur zurück. „Wir werden“, betont Schütz, „auch in schwierigen Zeiten weiter das Unsere tun.“ 

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