Landratsamt Unterallgäu | eza! Energie- und Umweltzentrum Allgäu

eza und LEW starten Vorzeige-Projekt zur Energiewende im Unterallgäu

Martin Sambale, Landrat Hans-Joachim Weirather und Norbert Schürmann. Foto: Sylvia Rustler/Landratsamt Unterallgäu

Der Landkreis Unterallgäu, das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (Eza), die Lechwerke AG (LEW) und weitere Partner wollen das Thema Energiewende im Unterallgäu gemeinsam angehen. Mit dem Projekt „Modellregion Unterallgäu Nordwesten“ soll eine mögliche Umsetzung der Energiewende demonstriert werden. Damit ist das Unterallgäu deutschlandweit die erste Region für diesen Feldversuch.

von Tamina Andrasch, Online-Redaktion

Die Modellregion soll vor allem zeigen, ob und wie eine überwiegend auf erneuerbaren Energien beruhende Versorgung im ländlichen Raum machbar ist. Dazu soll der Anteil erneuerbarer Energien am Strom- und Wärmeverbrauch von 40 Prozent auf 60 Prozent ausgebaut werden. Darüber hinaus spielen auch die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen sowie die stärkere Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz eine wichtige Rolle. Gefördert wird das Projekt mit rund 870.000 Euro aus dem Energie- und Umweltfonds der Bundesregierung über das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und dessen Projektträger, der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR).

„Anerkennung für unseren Einsatz für erneuerbare Energien“

„Dass wir als Modellregion für ganz Deutschland ausgewählt worden sind, ist auch eine Anerkennung für unsere bisherige Arbeit und unseren Einsatz für erneuerbare Energien“, freut sich Landrat Hans-Joachim Weirather. Er sieht in dem Projekt mit einer Laufzeit von fünf Jahren eine einmalige Chance für den Landkreis Unterallgäu. „Wir können hier beispielhaft demonstrieren, wie eine erfolgreiche Energiewende in einem ländlichen Raum in Deutschland funktionieren kann.“ Auch die regionalen Wirtschaftskreisläufe werden laut Landrat Weirather mit diesem Projekt gestärkt.

Modellprojekt gelingt nur durch „sehr intensive Zusammenarbeit“

Auch Martin Sambale, Geschäftsführer von eza!, hat sich für das Projekt eingesetzt. Es umfasst 27 Kommunen innerhalb der Modellregion. Ausgewählt wurde der nordwestliche Teil des Unterallgäus mit den Verwaltungsgemeinschaften Babenhausen, Boos, Memmingerberg, Erkheim, Pfaffenhausen und Kirchheim. „Überall dort starten derzeit Energieteams, die bestehende Projekte vorantreiben und neue initiieren“, so Sambale. Denn „ob Kommunen, Bürger oder Unternehmen, alle in der Region werden davon profitieren“, betont Sambale. In den betroffenen Gemeinden sind auch kostenlose Beratungen und Energiechecks geplant, die bereits sehr gut angenommen werden.

„Hervorragendes Beispiel für eine erfolgreiche Energiewende vor Ort“

Regionale Unternehmen haben Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und der Nutzung erneuerbarer Energien bereits erfolgreich umgesetzt. Dazu zählen beispielsweise die Molkerei Ehrmann in Oberschönegg, der Ökohaushersteller Baufritz in Erkheim, das Ziegelwerk in Klosterbeuren und die Metallwarenfabrik Wanzl in Kirchheim. Die Vernetzung lokaler Akteure sowie der Einsatz energieeffizienter Technologien und erneuerbarer Energien in Kirchheim ist eza! zufolge ein „hervorragendes Beispiel für eine erfolgreiche Energiewende vor Ort“.

„Energiewende ist mehr als nur Stromwende“

„Die Region hat schon jetzt einen überdurchschnittlich hohen Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch“, so LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann. Allerdings werde der Strom aus erneuerbaren Energien nicht immer dann erzeugt, wenn er gebraucht werde. Im Rahmen des Projektes werden die Lechwerke deshalb auch ein virtuelles Regionalwerk zur Systemintegration von erneuerbaren Energien untersuchen. Dabei werden Interessenten bei der Speicherung und Nutzung von Solarstrom für Wärmezwecke unterstützt. Gleichzeitig stellte Schürmann klar: „Energiewende ist mehr als nur Stromwende.“

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„Anerkennung für unseren Einsatz für erneuerbare Energien“

„Dass wir als Modellregion für ganz Deutschland ausgewählt worden sind, ist auch eine Anerkennung für unsere bisherige Arbeit und unseren Einsatz für erneuerbare Energien“, freut sich Landrat Hans-Joachim Weirather. Er sieht in dem Projekt mit einer Laufzeit von fünf Jahren eine einmalige Chance für den Landkreis Unterallgäu. „Wir können hier beispielhaft demonstrieren, wie eine erfolgreiche Energiewende in einem ländlichen Raum in Deutschland funktionieren kann.“ Auch die regionalen Wirtschaftskreisläufe werden laut Landrat Weirather mit diesem Projekt gestärkt.

Modellprojekt gelingt nur durch „sehr intensive Zusammenarbeit“

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Regionale Unternehmen haben Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und der Nutzung erneuerbarer Energien bereits erfolgreich umgesetzt. Dazu zählen beispielsweise die Molkerei Ehrmann in Oberschönegg, der Ökohaushersteller Baufritz in Erkheim, das Ziegelwerk in Klosterbeuren und die Metallwarenfabrik Wanzl in Kirchheim. Die Vernetzung lokaler Akteure sowie der Einsatz energieeffizienter Technologien und erneuerbarer Energien in Kirchheim ist eza! zufolge ein „hervorragendes Beispiel für eine erfolgreiche Energiewende vor Ort“.

„Energiewende ist mehr als nur Stromwende“

„Die Region hat schon jetzt einen überdurchschnittlich hohen Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch“, so LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann. Allerdings werde der Strom aus erneuerbaren Energien nicht immer dann erzeugt, wenn er gebraucht werde. Im Rahmen des Projektes werden die Lechwerke deshalb auch ein virtuelles Regionalwerk zur Systemintegration von erneuerbaren Energien untersuchen. Dabei werden Interessenten bei der Speicherung und Nutzung von Solarstrom für Wärmezwecke unterstützt. Gleichzeitig stellte Schürmann klar: „Energiewende ist mehr als nur Stromwende.“

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