Jahresrückblick

Ereignisse mit Tragweite: das Unterallgäu blick auf 2019 zurück

Trotz dem Vorsatz, bis 2026 schuldenfrei zu sein, wurden in diesem Jahr viele Investitionen im Unterallgäu getätigt. Diese sollen sich allerdings gelohnt haben. So sah das Jahr 2019 für die Region aus.

„Wir blicken zurück auf ein sehr arbeitsintensives Jahr, gespickt mit großen Projekten und Ereignissen von besonderer Tragweite.“ Mit diesen Worten fasst Landrat Hans-Joachim Weirather das Jahr 2019 zusammen. Bis 2026 soll der Landkreis Unterallgäu schuldenfrei sein – das hat der Kreistag beschlossen. „Trotzdem konnten wir heuer große Investitionen tätigen“, sagt Weirather. Zum Beispiel haben die beiden Unterallgäuer Kliniken Investitionszuschüsse in Höhe von fast fünf Millionen Euro erhalten. Insgesamt werden in Mindelheim und Ottobeuren in den kommenden Jahren rund 75 Millionen Euro in Neubau- und Sanierungsmaßnahmen investiert.

Neuer Klinikverbund

„Ganz entscheidend für die Zukunft unserer Kliniken ist der Verbund mit den Kliniken Kempten-Oberallgäu“, so der Landrat. Der neue Klinikverbund ist einer der größten Arbeitgeber im Allgäu und bietet den Patienten laut Weirather eine umfassende stationäre und ambulante Versorgung in nahezu allen medizinischen Fachgebieten. „Nun gilt es, die damit verbundenen Chancen zu nutzen!“

Investition in Verkehrsprojekte

6,3 Millionen Euro hat der Landkreis 2019 in die Kreisstraßen investiert. Weirather nennt Beispiele: Etwa wurde die Sanierung der ehemaligen Eisenbahnbrücke zwischen Illerbeuren und Lautrach abgeschlossen. Jetzt kann das denkmalgeschützte Bauwerk wieder als Geh- und Radweg genutzt werden. In Verbindung mit gemeindlichen Maßnahmen wurde die Ortsdurchfahrt Fellheim ausgebaut, ebenso die Kreisstraße von Mindelau nach Dorschhausen.

Alternativen zum Auto

„Eine attraktive Alternative zum Auto soll der öffentliche Personennahverkehr sein – auch im Sinne des Klimaschutzes“, findet Weirather. Bis 2021 soll der Flexibus im ganzen Landkreis fahren. Zu den Knoten Mindelheim und Kirchheim-Pfaffenhausen, die 2018 in Betrieb gingen, kamen in diesem Jahr die Knoten in den Verwaltungsgemeinschaften Boos und Babenhausen hinzu. Der Flexibus kann im jeweiligen Gebiet individuell gebucht werden. Die Bus-Route richtet sich nach den jeweiligen Anfragen. „Es laufen Gespräche, um auch die Nachbarstädte und Landkreise anzubinden,“ sagt Weirather.

Damit man im Unterallgäu auch mit dem Rad sicher unterwegs ist, baut der Landkreis sukzessiv Radwege aus. Vergangenes Frühjahr wurden die über 5000 Wegweiser des Radwegenetzes kontrolliert, gesäubert und bei Bedarf repariert oder ersetzt. „Gerne angenommen werden die allgäuweiten Freizeitangebote, an denen wir uns beteiligen - wie der Illerradweg, die Radrunde Allgäu und die Wandertrilogie, die wir bis 2021 mit 14 Glückswegen attraktiv ergänzen“, sagt Weirather.

Naturschutzflächen im Landkreis

Ein wertvolles Kapital des Landkreises sei die Natur: „Natur- und Artenschutz ist uns ein großes Anliegen.“ Neu sei ein Konzept, um bestimmte Flächen an Kreisstraßen ökologisch aufzuwerten. Diese werden zum Beispiel seltener gemäht und teilweise neu angesät. Abgesehen davon besitzt der Landkreis laut Weirather 265 Hektar wertvolle Naturschutzflächen, 98 Prozent davon haben Biotopstatus.

Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien sind im Unterallgäu inzwischen unverzichtbar: Etwa die Hälfte des verbrauchten Stroms stammt aus Biomasse und Solarenergie, hat die jüngste Strombilanz des Landkreises ergeben. Um diese Entwicklung weiter voranzutreiben und Energie einzusparen, beteiligte sich der Landkreis an einem deutschlandweit einmaligen Feldversuch, der „Energiewende Unterallgäu Nordwest“: Drei Jahre lang flossen Fördergelder aus dem Energie- und Umweltfond, um in einem Teil des Landkreises eine Energiewende im Zeitraffer umzusetzen. Anfang 2019 war das Förderprojekt abgeschlossen. Alle Beteiligten waren sich einig: „Wir haben viel erreicht, es gibt aber auch noch viel zu tun.“ „Klimaschutz wird in unserer Arbeit weiterhin eine zentrale Rolle spielen“, betont Weirather.

Mehr Personal für die Veterinärämter

Für die seniorenpolitische Arbeit hat der Landkreis 2019 die Grundlage aktualisiert: das seniorenpolitische Gesamtkonzept. „Das neue Konzept soll für die nächsten zehn Jahre Maßstab unseres Handelns sein“, so der Landrat.  „Wir haben 2019 essenzielle Projekte vorangetrieben. Auch in einer Herzensangelegenheit – für die ich mich einsetze, seit ich Landrat bin – sind wir Ende des Jahres einen Schritt weitergekommen.“  So hat die Staatsregierung auf den Ruf nach mehr Personal für die Veterinärämter reagiert. „Abzuwarten bleibt, was tatsächlich im Unterallgäu ankommt“, sagt Weirather.

Trauer um Altlandrat Dr. Hermann Haisch 

Ende des Jahres trauerten die Bürger im Unterallgäu um Altlandrat Dr. Hermann Haisch. Er starb am 14. November im Alter von 80 Jahren. „Während seiner 28-jährigen Amtszeit hat sich das Unterallgäu zu einem starken Wirtschaftsstandort weiterentwickelt und zu einer Region, in der sich die Bürger wohl fühlen können“, sagt Weirather: „Wir verlieren mit Dr. Hermann Haisch einen hoch geschätzten Kommunalpolitiker und einen besonderen Menschen!“

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„Wir blicken zurück auf ein sehr arbeitsintensives Jahr, gespickt mit großen Projekten und Ereignissen von besonderer Tragweite.“ Mit diesen Worten fasst Landrat Hans-Joachim Weirather das Jahr 2019 zusammen. Bis 2026 soll der Landkreis Unterallgäu schuldenfrei sein – das hat der Kreistag beschlossen. „Trotzdem konnten wir heuer große Investitionen tätigen“, sagt Weirather. Zum Beispiel haben die beiden Unterallgäuer Kliniken Investitionszuschüsse in Höhe von fast fünf Millionen Euro erhalten. Insgesamt werden in Mindelheim und Ottobeuren in den kommenden Jahren rund 75 Millionen Euro in Neubau- und Sanierungsmaßnahmen investiert.

Neuer Klinikverbund

„Ganz entscheidend für die Zukunft unserer Kliniken ist der Verbund mit den Kliniken Kempten-Oberallgäu“, so der Landrat. Der neue Klinikverbund ist einer der größten Arbeitgeber im Allgäu und bietet den Patienten laut Weirather eine umfassende stationäre und ambulante Versorgung in nahezu allen medizinischen Fachgebieten. „Nun gilt es, die damit verbundenen Chancen zu nutzen!“

Investition in Verkehrsprojekte

6,3 Millionen Euro hat der Landkreis 2019 in die Kreisstraßen investiert. Weirather nennt Beispiele: Etwa wurde die Sanierung der ehemaligen Eisenbahnbrücke zwischen Illerbeuren und Lautrach abgeschlossen. Jetzt kann das denkmalgeschützte Bauwerk wieder als Geh- und Radweg genutzt werden. In Verbindung mit gemeindlichen Maßnahmen wurde die Ortsdurchfahrt Fellheim ausgebaut, ebenso die Kreisstraße von Mindelau nach Dorschhausen.

Alternativen zum Auto

„Eine attraktive Alternative zum Auto soll der öffentliche Personennahverkehr sein – auch im Sinne des Klimaschutzes“, findet Weirather. Bis 2021 soll der Flexibus im ganzen Landkreis fahren. Zu den Knoten Mindelheim und Kirchheim-Pfaffenhausen, die 2018 in Betrieb gingen, kamen in diesem Jahr die Knoten in den Verwaltungsgemeinschaften Boos und Babenhausen hinzu. Der Flexibus kann im jeweiligen Gebiet individuell gebucht werden. Die Bus-Route richtet sich nach den jeweiligen Anfragen. „Es laufen Gespräche, um auch die Nachbarstädte und Landkreise anzubinden,“ sagt Weirather.

Damit man im Unterallgäu auch mit dem Rad sicher unterwegs ist, baut der Landkreis sukzessiv Radwege aus. Vergangenes Frühjahr wurden die über 5000 Wegweiser des Radwegenetzes kontrolliert, gesäubert und bei Bedarf repariert oder ersetzt. „Gerne angenommen werden die allgäuweiten Freizeitangebote, an denen wir uns beteiligen - wie der Illerradweg, die Radrunde Allgäu und die Wandertrilogie, die wir bis 2021 mit 14 Glückswegen attraktiv ergänzen“, sagt Weirather.

Naturschutzflächen im Landkreis

Ein wertvolles Kapital des Landkreises sei die Natur: „Natur- und Artenschutz ist uns ein großes Anliegen.“ Neu sei ein Konzept, um bestimmte Flächen an Kreisstraßen ökologisch aufzuwerten. Diese werden zum Beispiel seltener gemäht und teilweise neu angesät. Abgesehen davon besitzt der Landkreis laut Weirather 265 Hektar wertvolle Naturschutzflächen, 98 Prozent davon haben Biotopstatus.

Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien sind im Unterallgäu inzwischen unverzichtbar: Etwa die Hälfte des verbrauchten Stroms stammt aus Biomasse und Solarenergie, hat die jüngste Strombilanz des Landkreises ergeben. Um diese Entwicklung weiter voranzutreiben und Energie einzusparen, beteiligte sich der Landkreis an einem deutschlandweit einmaligen Feldversuch, der „Energiewende Unterallgäu Nordwest“: Drei Jahre lang flossen Fördergelder aus dem Energie- und Umweltfond, um in einem Teil des Landkreises eine Energiewende im Zeitraffer umzusetzen. Anfang 2019 war das Förderprojekt abgeschlossen. Alle Beteiligten waren sich einig: „Wir haben viel erreicht, es gibt aber auch noch viel zu tun.“ „Klimaschutz wird in unserer Arbeit weiterhin eine zentrale Rolle spielen“, betont Weirather.

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