Förderung des ÖPNV

Einheitliche Ticketpreise für Bus und Bahn in Mittelschwaben

Ein Verbund in Mittelschwaben soll einheitliche Tickets und Preise für öffentliche Verkehrsmittel ermöglichen. Bayern unterstützt dieses Vorhaben mit einem Budget von 1,7 Millionen Euro.

Für Fahrgäste der öffentlichen Verkehrsmittel wird ein Traum wahr: Mit Bus und Bahn unterwegs, und das mit einheitlichen Tickets und Preisen. Die Landkreise Günzburg und Unterallgäu bringen gemeinsam mit der Stadt Memmingen eine Grundlagenstudie auf den Weg. Sie wollen untersuchen, wie auch die Regionalzüge in einen regionalen Verkehrs- und Tarifverbund integriert werden können. Der Freistaat Bayern unterstützt dieses Vorhaben und fördert die Grundlagenstudie mit bis zu 1,7 Millionen Euro.

Klaus Holetschek überreicht Förderbescheid

Bayerns Verkehrsstaatssekretär, Klaus Holetschek, hat den Landräten der Landkreise Günzburg und Unterallgäu, Hubert Hafner und Hans-Joachim Weirather, sowie dem Oberbürgermeister der Stadt Memmingen, Manfred Schilder, am vergangenen Freitag den Förderbescheid überreicht. Dabei betonte er, wie wichtig der Ausbau von Verkehrs- und Tarifverbünden ist: „In Verbünden profitieren Fahrgäste von abgestimmten Abfahrtszeiten, einheitlichen Tarifen und Fahrgastinformationen.“ Gerade im ländlichen Raum mache es das den Bürgern einfacher, auch ohne Auto mobil sein zu können. Deshalb unterstütze er die Kommunen, die Grundlagenstudie zu erstellen.

Für Bürger und auch der Umwelt zuliebe

„Der Verkehrsverbund Mittelschwaben und die dafür geplante Grundlagenstudie werden Stadt und Land besser miteinander vernetzen“, sagt Memmingens Oberbürgermeister, Manfred Schilder. „Bürger und auch die Umwelt profitieren davon.“ Landrat Hubert Hafner betonte: „Der Landkreis Günzburg will auch weiterhin Vorreiter für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im ländlichen Raum sein. Die Grundlagenstudie ist dafür von Vorteil.“ Landrat Hans-Joachim Weirather ergänzte: „Unser Ziel ist es, den ÖPNV für die Bürger attraktiver zu machen, damit das Auto öfter stehengelassen werden kann“, so Weirather. „Von der Studie versprechen wir uns wichtige Erkenntnisse, um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen.“ 

Bestandteile der Grundlagenstudie 

Durch die Studienergebnisse können die Kommunen eine Entscheidung über die Mitwirkung an einem Verbund für Bus und Bahn treffen. Es wird nicht nur untersucht, ob eine Integration verkehrlich und wirtschaftlich sinnvoll ist, es werden auch Kostenprognosen und Zeitpläne erstellt. Sobald die Kommunen einen Gutachter beauftragt haben, ist innerhalb von zwei Jahren mit Ergebnissen zu rechnen. Wenn die Studie ein positives Ergebnis liefert, stellt der Freistaat auch eine Förderung für Einmal- und Dauerkosten in Aussicht.

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