Flexibler Nahverkehr

Besserer ÖPNV im Unterallgäu: Starttermin für FLEXIBUS steht fest

Der FLEXIBUS kommt am 1. Oktober ins Unterallgäu. Dieser soll das Nahverkehr-Angebot vor Ort erheblich verbessern.

Auf der Sommermesse in Pfaffenhausen präsentierte sich die FLEXIBUS den Besuchern. Zahlreiche Fahrgäste fragten auf der Messe nach, wie das Angebot funktioniert, wo sich die nächstgelegene Haltestelle an ihrem Wohnort befindet, und wo sie mit dem Bus hinfahren können, berichtet der Geschäftsführer, Josef Brandner. Auch der bayerische Wirtschaftsminister Franz-Josef Pschierer informierte sich vor Ort bei Brandner, dem "Erfinder" des FLEXIBUS, über diese bedarfsorientierte Betriebsform des öffentlichen Personennahverkehrs.

390 Haltestellen werden zusätzlich eingerichtet

Der FLEXIBUS ergänzt ab Oktober das bestehende Verkehrsangebot in den Gemeinden Breitenbrunn, Eppishausen, Kirchheim, Oberrieden, Pfaffenhausen und Salgen.  Ab 15. Oktober geht der Flexibus dann auch in Apfeltrach, Dirlewang, Kammlach, Mindelheim und Unteregg auf Fahrt. Das hat der Kreisausschuss nun beschlossen. In Ergänzung zu bestehenden Haltestellen des Linienverkehrs werden zusätzlich 390 Haltestellen für den FLEXIBUS eingerichtet. Dadurch reduziert sich der Weg zur nächsten Haltestelle auf weniger als 100 Meter. Diese werden montags bis sonntags von sieben bis 18 Uhr angefahren. Es gibt aber keinen festen Fahrplan. Der FLEXIBUS fährt nur dann, wenn er mindestens eine halbe Stunde vor der gewünschten Abfahrt angefordert wurde. Das neue, flexiblere Angebot ist für die Nutzer dabei nicht viel teurer als eine Fahrt mit dem Linienbus. 

Landkreis und Gemeinden tragen Löwenanteil

Dieses neue Angebot ist dem Landkreis und den beteiligten Gemeinden einiges wert: Sie tragen nach Abzug einer staatlichen Förderung den Löwenanteil der Kosten, die durch den Fahrkartenverkauf nur zu einem Teil abgedeckt werden. Je nachdem, wie viele Fahrgäste das neue Angebot nutzen, sind das für den Knoten Kirchheim-Pfaffenhausen mit den Orten Breitenbrunn, Eppishausen und Oberrieden laut den Prognosen von Josef Brandner von der Flexibus KG aus Krumbach zwischen 100.000 und 140.000 Euro im Jahr. Für den neuen Knoten Mindelheim mit den Orten Apfeltrach, Dirlewang, Kammlach und Unterergg sind es laut Manuel Steber vom Busunternehmen Steber voraussichtlich zwischen 130.000 und 170.000 Euro im Jahr.

Mehr zu FLEXIBUS

Gestartet hat FLEXIBUS in Krumbach zur Ergänzung des beschränkten Linienverkehrsangebotes. Seit 2009 wird das bedarfsorientierte Personenbeförderungssystem schrittweise weiter ausgebaut. Wegen seines Erfolgs in Krumbach wurde das Angebot 2012 als Pilotprojektes des Freistaats Bayern im gesamten Landkreis Günzburg eingeführt. Während der Pilotförderung 2012 bis 2014 übernahm der Freistaat Bayern 70 Prozent des Defizits. Den verbleibenden Betrag leisteten der Landkreis Günzburg und die am Flexibus beteiligten Gemeinden je zur Hälfte. Mittlerweile ist FLEXIBUS ist neben Krumbach auch im Raum Thannausen/Ziemetshausen/Burtenbach, Ichenhausen/Kammeltal, Günzburg/Leipheim und Burgau/Haldenwang/Offingen verfügbar.

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Landkreis und Gemeinden tragen Löwenanteil

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