Plattform für regionale Unternehmen und Politik

10. Wirtschaftsforum Memmingen-Unterallgäu: Über digitalen Stress

Zum zehnten Wirtschaftsforum Memmingen-Unterallgäu trafen sich rund 200 Personen aus Politik und der regionalen Wirtschaft beim Autohaus Rabus in Memmingen. Kernthema war der Umgang mit digitalem Stress.

Michael Haider, Wirtschaftsförderer der Stadt Memmingen, hieß alle Ehrengäste und Anwesenden herzlich willkommen, bevor Gastgeber Gerhard Rabus in seiner Begrüßungsrede kurz die Geschichte des Autohauses Rabus ausführte. Anfänglich 1969 als Pkw-Werkstatt durch Hermann Rabus in Lauben gegründet, folgte 1973 die Verbindung zu Nissan als Vertragshändler. Nach dem Umzug nach Memmingen im Jahr 1997 und der Erweiterung des Autohauses auf weitere Verkaufs- und Werkstattfilialen in der Umgebung, wurde 2017 das neue Gebäude in Memmingen bezogen. Damit steht das Autohaus Rabus sinnbildlich für die Entwicklung in Memmingen und dem Unterallgäu. Durch stetige Investitionen und viel Engagement konnte aus einer kleinen Pkw-Werkstatt ein Unternehmen entstehen.

Weiterhin räumte er mit Fake-News über die E-Mobilität auf und zeigte die Vorteile eines Elektro-Antriebs auf. „Wir dürfen nicht aufhören, uns immer weiterzuentwickeln. Die E-Mobilität kann Zukunft sein, wir brauchen nur mutige Leute dafür. Es ist wichtig, hier zu handeln und nicht nur zu reden“, machte Rabus klar.

„Gehirn unter Strom – Umgang mit dem digitalen Alltagsstress“

Kern des Abends bildete der Vortrag von Priv.-Doz. Dr. med. habil. Volker Busch, Facharzt für Neurologie sowie für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsklinik in Regensburg. Er referierte zum Thema „Gehirn unter Strom – Umgang mit dem digitalen Alltagsstress“.

Der Vortrag führte den Teilnehmern in Grundrissen vor Augen, wie das menschliche Gehirn arbeitet und wie sich die Reizflut und Multitasking auf die Leistungsfähigkeit auswirken. „Eine geistige Kernkompetenz des Menschen ist das Fokussieren. Sich ganz auf eine Sache zu konzentrieren gehört zu jenen Fähigkeiten, von denen andere Intelligenzleistungen wie logisch-deduktives Denken, Problemlösungen oder Handlungsplanung in besonderer Weise abhängig sind“, erklärte Busch. „Ständige Ablenkung im Zeitalter digitaler Kommunikation unterbrechen unser Tun und stehlen uns wertvolle Aufmerksamkeit, wodurch wir nicht mehr so leistungsfähig sind.“

Um gut zu sein und gesund zu bleiben, brauche das Gehirn aber auch Pausen, sogenannte Panoramazeit. So ist es unabdingbar, sich zwischendrin zu entspannen und dem Gehirn Denkpausen zu geben. „Geistiges Nichtstun ist wie das Entrümpeln des Dachspeichers: Auf einmal finden wir etwas, spontan und unvorhergesehen“, so Busch. „Den Menschen zeichnet vor Maschinen aus, dass er analog schwingt. Bedeutet, dass wir sowohl geistige An- als auch Entspannung brauchen, um Höchstleistung bringen zu können. Durch das zwischendrin bewusste Offline-Gehen fördern wir daher auch unsere Kreativität und können Aufgaben leichter bewältigen.“

Wirtschaftliche Weiterentwicklung durch Pausen?

Als Handlungsempfehlung gab er allen Anwesenden mit, sich täglich sowohl eine Stunde Zeit für den Fokus als auch für das Panorama zu nehmen. Dies führe zu einer deutlichen Leistungssteigerung und schaffe darüber hinaus Zufriedenheit, zwei wichtige Dinge, um sich auch wirtschaftlich weiterentwickeln zu können.

Im Anschluss an den Vortrag gab es Zeit, um Fragen zu stellen, Gespräche zu führen und Kontakte zu knüpfen. Somit stellte das Wirtschaftsforum, dass seit 1999 circa alle zwei Jahre im Wechsel in Memmingen oder dem Landkreis Unterallgäu stattfindet, wieder einmal eine gemeinsame Plattform für regionale Unternehmen und Politik dar, um sich auszutauschen und zu Netzwerken.

Organisatoren sind die IHK Schwaben, die Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim, die Stadt Memmingen, ProNah e.V. der Landkreis Unterallgäu sowie die Volksbanken und Raiffeisenbanken im Unterallgäu.

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Weiterhin räumte er mit Fake-News über die E-Mobilität auf und zeigte die Vorteile eines Elektro-Antriebs auf. „Wir dürfen nicht aufhören, uns immer weiterzuentwickeln. Die E-Mobilität kann Zukunft sein, wir brauchen nur mutige Leute dafür. Es ist wichtig, hier zu handeln und nicht nur zu reden“, machte Rabus klar.

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