Jahresbilanz

Trotz Corona: Rolls-Royce Power Systems ist auf Expansionskurs

Die Krise hat auch das Friedrichshafener Unternehmen Rolls-Royce Power Systems getroffen. Doch das Unternehmen lässt sich nicht ausbremsen. Im Gegenteil: Am Bodensee wird expandiert und investiert.

Der Geschäftsbereich Power Systems von Rolls-Royce hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem bereinigten Betriebsgewinn von rund 200 Millionen Euro abgeschlossen, obwohl er einen bereinigten Umsatzrückgang um 17 Prozent auf 3,088 Milliarden Euro hinnehmen musste. Das entspricht einer bereinigten Umsatzrendite von 6,5 Prozent. Somit blieb Power Systems mit seiner Produkt- und Lösungsmarke mtu auch im Pandemiejahr 2020 deutlich in der Gewinnzone. 

Die Krisenzeit nutzt Power Systems, um sich für die Zeit nach der Corona-Pandemie auf ein verändertes Geschäftsmodell mit integrierten Lösungen für Antrieb und Energie vorzubereiten – mit besonderem Schwerpunkt auf nachhaltigen, klimafreundlichen Technologien. Dies erklärt eine Mitteilung des Unternehmens. Dazu tragen eine Neuorganisation mit speziellen Geschäftseinheiten für „Sustainable Power Solutions“ und China sowie Investitionen in neue Technologien und die Standorte bei. „Die Covid-19-Krise hat uns hart getroffen, und trotzdem sind wir profitabel, wenn auch nicht in gleichem Maß wie in den Jahren zuvor. Das spricht aber grundsätzlich für die Resilienz unseres Geschäfts“, erklärte Andreas Schell, CEO von Rolls-Royce Power Systems.

Einbruch im Tourismus belastet Rolls-Royce

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Negativ wirkte sich unter anderem der pandemiebedingte Zusammenbruch des Tourismus auf das Ergebnis mit der kommerziellen Schifffahrt aus. Zeitweilig geschlossene Werften beeinträchtigten das Yachtgeschäft. Dennoch investierte das Unternehmen vom Bodensee erst jüngst in diesem Sektor: Im Dezember des vergangenen Jahres wurde bekannt, dass Rolls-Royce das Unternehmen Servowatch Systems übernimmt, welches im Bereich von Schiffsautomatisierungssystemen agiert. „Das verhältnismäßig gute Jahresergebnis ist in erheblichem Maß ein Ergebnis unseres strikten Kosten- und Liquiditätsmanagements, das wir konsequent angewendet haben, um die Auswirkungen des Umsatzrückgangs abzubremsen“, betont Finanzvorständin Louise Öfverström, die diese Position seit Anfang des Jahres bekleidet. Zwar habe es in der zweiten Jahreshälfte Anzeichen einer anfänglichen Erholung gegeben. Doch die umfangreichen Lockdown-Maßnahmen in großen Teilen der Welt dämpfen seitdem weiterhin die Investitionsbereitschaft der Kunden. Öfverström erklärte außerdem: „Wir erwarten einen besseren Auftragseingang im ersten Halbjahr 2021, der sich im zweiten Halbjahr in einer Erholung des Umsatzes bemerkbar macht, wobei wir erst im Jahr 2022 mit einer Rückkehr zu Ergebnissen wie im Jahr 2019 rechnen.“  

Rolls-Royce akquiriert Unternehmen

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Trotz der coronabedingten finanziellen Herausforderungen übernahm der Geschäftsbereich Power Systems im vergangenen Jahr, neben Servowatch, noch zwei weitere Unternehmen, um in verschiedenen Märkten stabiler agieren zu können. Power Systems hatte im Jahr 2020 das belgische Unternehmen Kinolt gekauft, das unterbrechungsfreie Stromversorgungsanlagen auf Basis rotierender Schwungmassen herstellt, den britischen Schiffsautomationshersteller Servowatch akquiriert und sowie die Mehrheit am Berliner Startup Qinous übernommen, mittlerweile das Microgrid-Competence-Center von Power Systems. Die Unternehmen werden in den Geschäftsbereich Power Systems integriert. „Der Rolls-Royce Konzern hat uns diese Zukunftsinvestitionen im Jahr 2020 trotz überaus schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ermöglicht. Das verdeutlicht das große Vertrauen, das der Konzern in uns setzt, gerade im Hinblick auf klimaschonende und umweltfreundliche Lösungen“, kommentierte Schell.  

Investition in Batterien- und Wasserstoff-Segment

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Die Produktion von Batteriespeichercontainern, den mtu EnergyPacks, wird unterdessen am niederbayerischen Standort Ruhstorf auf eine Jahreskapazität von über 50 Containern ausgebaut. Bereits in zwölf Monaten hat Power Systems mit interessanten Aufträgen zum Beispiel in der Südsee, in Costa Rica, in Australien und in Norwegen Zeichen im Markt für erneuerbare und smarte Energielösungen gesetzt. Währenddessen wird in Friedrichshafen mit Nachdruck daran gearbeitet, wie Wasserstoff der Treibstoff der Zukunft werden kann: „Wir sind überzeugt, dass Wasserstoff der Schlüssel zur Energiewende ist“, betont Schell. Voraussichtlich noch im ersten Halbjahr wird ein mit Brennstoffzellentechnik betriebener Demonstrator zur Notstromversorgung in Betrieb gehen. Die Entwickler arbeiten zudem an Wasserstoffmotoren und Motoren für Methanol mit klimaneutral hergestelltem Wasserstoff als Basis. „Unsere hohen Zukunftsinvestitionen finanzieren wir mit den Erlösen aus unserem heutigen Kerngeschäft. Es ist die Stütze unseres Geschäftsbereichs, weshalb wir auch hier weiterhin stark investieren“, sagte Schell. 

Expansion in Friedrichshafen

In diesem und nächstem Jahr wird das Materialwirtschaftszentrum in Kluftern bei Friedrichshafen ausgebaut, verkündete das Unternehmen außerdem. In den bereits genehmigten 10.000 Quadratmeter großen Bau soll unter anderem interimsweise die Friedrichshafener Montagelinie der MTU-Motorenbaureihe 2000 umziehen, um das bestehende Werk modernisieren zu können. Weitere große Investitionen betreffen ein Bearbeitungszentrum für Großmotorengehäuse, die Fertigstellung der Werkserweiterung in Mankato und des Microgrids im Werk Aiken (beide USA), Wasserstoffinfrastruktur für die Werke Friedrichshafen und Augsburg und die Modernisierung von Prüfständen.  

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Der Geschäftsbereich Power Systems von Rolls-Royce hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem bereinigten Betriebsgewinn von rund 200 Millionen Euro abgeschlossen, obwohl er einen bereinigten Umsatzrückgang um 17 Prozent auf 3,088 Milliarden Euro hinnehmen musste. Das entspricht einer bereinigten Umsatzrendite von 6,5 Prozent. Somit blieb Power Systems mit seiner Produkt- und Lösungsmarke mtu auch im Pandemiejahr 2020 deutlich in der Gewinnzone. 

Die Krisenzeit nutzt Power Systems, um sich für die Zeit nach der Corona-Pandemie auf ein verändertes Geschäftsmodell mit integrierten Lösungen für Antrieb und Energie vorzubereiten – mit besonderem Schwerpunkt auf nachhaltigen, klimafreundlichen Technologien. Dies erklärt eine Mitteilung des Unternehmens. Dazu tragen eine Neuorganisation mit speziellen Geschäftseinheiten für „Sustainable Power Solutions“ und China sowie Investitionen in neue Technologien und die Standorte bei. „Die Covid-19-Krise hat uns hart getroffen, und trotzdem sind wir profitabel, wenn auch nicht in gleichem Maß wie in den Jahren zuvor. Das spricht aber grundsätzlich für die Resilienz unseres Geschäfts“, erklärte Andreas Schell, CEO von Rolls-Royce Power Systems.

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Die Produktion von Batteriespeichercontainern, den mtu EnergyPacks, wird unterdessen am niederbayerischen Standort Ruhstorf auf eine Jahreskapazität von über 50 Containern ausgebaut. Bereits in zwölf Monaten hat Power Systems mit interessanten Aufträgen zum Beispiel in der Südsee, in Costa Rica, in Australien und in Norwegen Zeichen im Markt für erneuerbare und smarte Energielösungen gesetzt. Währenddessen wird in Friedrichshafen mit Nachdruck daran gearbeitet, wie Wasserstoff der Treibstoff der Zukunft werden kann: „Wir sind überzeugt, dass Wasserstoff der Schlüssel zur Energiewende ist“, betont Schell. Voraussichtlich noch im ersten Halbjahr wird ein mit Brennstoffzellentechnik betriebener Demonstrator zur Notstromversorgung in Betrieb gehen. Die Entwickler arbeiten zudem an Wasserstoffmotoren und Motoren für Methanol mit klimaneutral hergestelltem Wasserstoff als Basis. „Unsere hohen Zukunftsinvestitionen finanzieren wir mit den Erlösen aus unserem heutigen Kerngeschäft. Es ist die Stütze unseres Geschäftsbereichs, weshalb wir auch hier weiterhin stark investieren“, sagte Schell. 

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