Rolls-Royce Power Systems AG

Rolls-Royce und MTU sichern 6.000 Arbeitsplätze am Bodensee

Rolls-Royce und MTU sichern die Arbeitsplätze an ihren Standorten. Foto: Rolls-Royce Power Systems AG

Die Rolls-Royce Power Systems AG (RRPS) und die MTU Friedrichshafen GmbH setzen ein starkes Zeichen für Friedrichshafen und die Bodensee-Region: Für rund 6.000 Beschäftigte in Friedrichshafen – und darüber hinaus an den Standorten in Duisburg und Hamburg – sind betriebsbedingte Beendigungs-Kündigungen bis zum 31. März 2020 ausgeschlossen.

von Isabell Walter, Online-Redaktion

Betriebsrat, IG Metall und Unternehmensleitung haben eine Vereinbarung für Rolls-Royce Power Systems (RRPS) und das Kernunternehmen MTU Friedrichshafen getroffen. Die Standorte bleiben in ihrer Struktur erhalten. Außerdem gewinnen die Beschäftigten und Unternehmen mehr Flexibilität durch die Einführung eines ganzen Bündels moderner Arbeitszeit- und Personalinstrumente.

„Wir steigern unsere Attraktivität als Arbeitgeber“

„Die Vereinbarungen sind fair für das Unternehmen und die Beschäftigten. Wir können konsequent den Weg der Modernisierung gehen, erhalten gleichzeitig aber die Strukturen und sichern gute Arbeit. Das vom Vorstand auf den Weg gebrachte Zukunftsprogramm RRPS 2018 und das jetzt zusammen mit dem Betriebsrat und der IG Metall beschlossene Paket zur Beschäftigungssicherung sind zwei Seiten einer Medaille. Sicherheit für die Beschäftigten und die Notwendigkeit zu Veränderung schließen sich nicht aus.

Entscheidend ist: Wir gewinnen die notwendige Flexibilität, um in unserem dynamischen und herausfordernden Marktumfeld zielgerichteter agieren zu können. Und mit dem Bündel an neuen, modernen Personalinstrumenten setzen RRPS und MTU ein Ausrufezeichen in der Industrie: Wir machen es unseren Beschäftigten leichter, Leben und Arbeiten in Einklang zu bringen – und steigern unsere Attraktivität als Arbeitgeber“, ergänzt Marcus A. Wasserberg, Vorstand der Rolls-Royce Power Systems AG und Geschäftsführer der MTU Friedrichshafen GmbH sowie seit einem Jahr Arbeitsdirektor beider Unternehmen.

Neue Arbeitszeitmodelle kommen den Mitarbeitern entgegen

Die Verhandlungen liefen unter dem Titel „Wir gemeinsam für unsere Zukunft“. Die drei Parteien haben sich innerhalb von drei Monaten auf ein Paket an Betriebs- und Ergänzungsvereinbarungen zu Tarifverträgen verständigt. Es gibt nun neue Modelle für Arbeitszeitenkonten und eine Arbeitszeitbandbreite von 28 bis 40 Stunden pro Woche. Außerdem sorgen neue Arbeitszeitmodelle für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Zusätzlich wurde eine vergütete Pflegezeit für die Betreuung naher Angehöriger eingeführt und die Altersteilzeit wurde ausgebaut. Zusätzlich wird eine unbefristete Übernahme von Azubis und Dual-Studierenden grundsätzlich ermöglicht.

Veränderungen bringen Einsparung von 10 Millionen Euro pro Jahr

Das Unternehmen gewinnt durch die Neuregelungen ebenfalls an Flexibilität. So kann das Unternehmen auf schwankende und kurzfristige Auftrags- und Auslastungslagen besser reagieren. Außerdem werden Rolls-Royce Power Systems und MTU zusätzlich 10 Millionen Euro pro Jahr einsparen können. Eine Nebenvereinbarung sieht vor, dass Umstrukturierungen und Veränderungen der Arbeitsplätze im Sinne einer Weiterentwicklung des Standorts und des Unternehmens erforderlich und gewollt sind. Bis zu 550 Arbeitsplätze können in diesem Zusammenhang allerdings nur auf freiwilliger Basis abgebaut werden. Davon sind maximal 150 im Bereich der gewerblich Beschäftigten. Das Programm „RRPS 2018 – unsere Zukunft gestalten“ wurde aufgrund des Wettbewerbsdrucks und Veränderungen im globalen Markt für Großmotoren und Antriebssysteme aufgesetzt.

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Entscheidend ist: Wir gewinnen die notwendige Flexibilität, um in unserem dynamischen und herausfordernden Marktumfeld zielgerichteter agieren zu können. Und mit dem Bündel an neuen, modernen Personalinstrumenten setzen RRPS und MTU ein Ausrufezeichen in der Industrie: Wir machen es unseren Beschäftigten leichter, Leben und Arbeiten in Einklang zu bringen – und steigern unsere Attraktivität als Arbeitgeber“, ergänzt Marcus A. Wasserberg, Vorstand der Rolls-Royce Power Systems AG und Geschäftsführer der MTU Friedrichshafen GmbH sowie seit einem Jahr Arbeitsdirektor beider Unternehmen.

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