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Rolls-Royce Power Systems steigert Umsatz um 6 Prozent
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Halbjahres Bilanz

Rolls-Royce Power Systems steigert Umsatz um 6 Prozent

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Mit Microgrids, die zum Beispiel in Photovoltaikanlagen verwendet werden, möchte die Rolls-Royce Power Systems AG neue Märkte erschließen. Foto: Robert Hack

Rolls-Royce Power Systems ist mit dem ersten Halbjahr 2019 zufrieden. Der Umsatz und Gewinn wurde im schwierigen Markt gesteigert. Für das zweite Halbjahr ist unter anderem eine Neustrukturierung der eigenen Marken geplant.

Der Rolls-Royce-Geschäftsbereich Power Systems hat in der ersten Hälfte des Jahres 2019 Umsatz und Gewinn gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum deutlich gesteigert. Trotz der unsicheren Lage der Weltwirtschaft. Der bereinigte Umsatz stieg insgesamt um 6 Prozent auf rund  1,7 Milliarden Euro. Der bereinigte Betriebsgewinn wuchs sogar um 20 Prozent auf 109 Millionen Euro. Strategisch bedeutende Projekte und Aufträge kennzeichneten die erste Hälfte des Jahres 2019, die auch von der weiteren Umsetzung der Zukunftsstrategie PS 2030 geprägt war. Ab Herbst wird der Geschäftsbereich Power Systems außerdem mit seinem Markenauftritt die Zugehörigkeit zum britischen Rolls-Royce-Konzern deutlicher als bisher hervorheben. 

Partnerschaft mit chinesischer Firma

 „Wir haben uns ordentlich geschlagen, obwohl wir uns in einer herausfordernden Gemengelage befinden“, erklärte Vorstandsvorsitzender Andreas Schell. Das klassische Geschäft mit Motoren und Systemen sei durch eine gute Auftragslage gekennzeichnet. So ist Power Systems mit XCMG, einem chinesischen Hersteller von Bergbaufahrzeugen, eine vertiefte Partnerschaft eingegangen, was die Position im chinesischen Markt weiter verbessern soll.  Das Geschäftsfeld Energieerzeugung trug zum Neugeschäft im ersten Halbjahr 2019 allerdings besonders stark bei. Vor allem die Notstromversorgung für missionskritische Anlagen wie beispielsweise Datencenter, wird weiterhin stark nachgefragt. „Diese Mischung aus unterschiedlichen Märkten gibt uns Stabilität“, analysiert Finanzvorstand Wolfgang Widlewski, „Mit dem um 15 Prozent gestiegenen Auftragsbestand von 3,818 Milliarden Euro haben wir ein ordentliches Polster, um zu einem guten Gesamtjahresergebnis zu kommen“, so Widlewski weiter. 

Neue Produkte feiern Erfolge 

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Besonders zufrieden zeigte sich das Unternehmen außerdem mit dem Absatzmarkt neuartiger Produkte: „Bestellungen von 13 MTU-Hybridantrieben für Bahn-Triebwagen aus dem Vereinigten Königreich und Irland zeigen, dass es wichtig und richtig ist, in Zukunftstechnologien zu investieren und dabei einen langen Atem zu haben“, so Schell. Für das baden-württembergische Verkehrsministerium arbeitet Rolls-Royce Power Systems derzeit an einer Machbarkeitsstudie zum Einsatz des MTU-Bahn-Hybridantriebs in Deutschlands Südwesten.

„Einen weiteren großen Schritt zum Lösungsanbieter haben wir mit der Inbetriebnahme des ersten Microgrids beim Automobilzulieferer Winkelmann in Ahlen gemacht“, erklärt Schell. Das erste eigene Microgrid entsteht derzeit auf dem Werksgelände in Friedrichshafen und soll im Herbst eingeweiht werden. Ein zweites unternehmenseigenes Microgrid wird derzeit im MTU-Werk in Aiken (USA) gebaut.  „Unsere Microgrid- Entwicklungen sind auf dem Weltmarkt auf großes Interesse gestoßen“, freut sich Schell. Allein für den im Frühjahr vorgestellten MTU-Batteriecontainer arbeitet das Unternehmen an mehreren Dutzend Angeboten für potenzielle Kunden.

Anlehnung an britischen Rolls-Royce

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Der Rolls-Royce-Geschäftsbereich Power Systems mit seiner Kernmarke MTU soll außerdem künftig stärker als bisher als integraler Bestandteil des britischen Technologiekonzerns Rolls-Royce auftreten. Derzeit entsteht eine neue Markenarchitektur, die ab Herbst mit dem Start des neuen MTU Internetauftritts sichtbar umgesetzt wird. Die neue, klare Markenstruktur unterstützt die Strategie PS 2030 des Geschäftsbereichs Power Systems und den globalen Wachstumskurs. Rolls-Royce wird die Unternehmensmarke und die Arbeitgebermarke sein.

Ein erster sichtbarer Schritt wird die Umbenennung von operativen Gesellschaften sein: Aus der MTU Friedrichshafen GmbH wird im Herbst 2019 die Rolls-Royce Solutions GmbH. Aus der heutigen MTU Onsite Energy GmbH in Augsburg wird die Rolls-Royce Solutions Augsburg GmbH. „Die neue Markenarchitektur schafft klare Verhältnisse und eine bessere Sichtbarkeit unseres Unternehmens und seiner Produkte“, so Andreas Schell, „Unser neuer Auftritt ist ein klares Bekenntnis zum Rolls-Royce-Konzern, dessen zweitgrößter Geschäftsbereich wir sind. Gleichzeitig bekennt sich Rolls-Royce zu unserer Marke MTU, was uns stolz macht.“

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