Premiere

MTU-Gasmotoren von Rolls-Royce erstmals in neuer Doeksen-Fähre

Das niederländische Unternehmen Doeksen hat Anfang Juli die erste 70-Meter lange Fähre in Betrieb genommen. Mit an Bord waren auch zwei Gasmotoren von dem bayrisch-schwäbischen Unternehmen Rolls-Royce.

Die niederländische Reederei Doeksen hat am 1. Juli 2020 in Harlingen die erste von zwei neuen 70-Meter langen Fähren offiziell in Betrieb genommen. Premiere haben auch die zwei 16Zylinder-MTU-Gasmotoren von Rolls-Royce an Bord, die mit insgesamt rund 3.000 Kilowatt Leistung für einen sauberen Betrieb der „Willem Barentsz“ auf dem Weltkulturerbe Wattenmeer sorgen.

Leistung, Betriebsverhalten, Fahrweise und leiser Betrieb

„Ich bin wirklich beeindruckt von den MTU-Gasmotoren. Sie haben bis jetzt alle unsere Erwartungen in Sachen Leistung, Betriebsverhalten, Fahrweise und leiser Betrieb erfüllt“, berichtet Paul Melles, Geschäftsführer der Rederei Doeksen. 

Maritime Energiewende soll vorangetrieben werden


„Wir sind stolz darauf, dass die Reederei Doeksen unsere neuen Gasmotoren ausgewählt hat, um ihre Schiffe umweltfreundlich auf dem als besonders schützenswert ausgezeichneten Wattenmeer zu betreiben“, erklärt Knut Müller, Leiter des Marine- und Behördengeschäfts bei Rolls-Royce Power Systems. „Gemeinsam mit unserem Partner setzen wir so alles daran, die maritime Energiewende voranzutreiben.“ 

Reiner Gasmotor überzeugt Reedereien mit Dynamik

Rolls-Royce hatte seine neuen MTU-Gasmotoren für Schiffsantriebe erstmals im September 2016 vorgestellt und die Vorserienmotoren für die zwei Katamarane der Reederei Doeksen bereits Ende 2017 an die Werft Strategic Marine in Vietnam ausgeliefert. „Rolls-Royce hat den ersten Single-Fuel-Gasmotor entwickelt, der einen Festpropeller direkt antreiben kann und damit ein dynamisches Beschleunigungsvermögen hat. Das war ein wesentliches Argument, das uns überzeugte“, erklärt Paul Melles.

Umweltfreundlicher Antrieb für geschütztes Wattenmeer


Der Hauptantrieb der beiden neuen Katamarane besteht aus je zwei schnelllaufenden 16Zylinder-MTU-Gasmotoren der Baureihe 4000 mit jeweils 1.492 Kilowatt Leistung. Die Motoren treiben Azimuth-Festpropeller an, die die Schiffe damit auf eine Betriebsgeschwindigkeit von 14 Knoten bringen. Der MTU-Gasmotor unterschreitet die Grenzwerte aktueller Emissionsrichtlinien (IMO III) bereits ohne Abgasnachbehandlung erheblich - so liegt zum Beispiel die Partikelmasse unter der Nachweisgrenze. Er stößt keine Schwefeloxide aus und nur geringe Mengen an Stickoxiden.  

Kraftstoffverbrauch, Emissionen, Sicherheit und Beschleunigung

Der neue Gasmotor sei besonders geeignet für Fähren, Schubboote, Schlepper, und Spezialschiffe wie Forschungsboote. Kraftstoffverbrauch, Emissionen, Sicherheit und Beschleunigung seien von Beginn an im Fokus der Entwicklung gewesen sein. Die Gasmotoren sind mit einer Multipoint-Gaseindüsung, einer dynamischen Motorsteuerung und einer weiterentwickelten Turboaufladung ausgestattet. Die Multipoint-Gaseindüsung sorgt für ein dynamisches Beschleunigungsvermögen, eine hohe Leistung sowie eine Reduzierung der Emissionen. Die geregelte Verbrennung sorgt auch für einen effizienten Kraftstoffeinsatz. Dank der doppelwandigen Ausführung des Gassystems kann der Maschinenraum ähnlich wie bei einem Dieselantrieb ausgeführt werden.

Gasmotor Teil des Green- und Hightech-Programms von Rolls-Royce

Der neue Gasmotor ist Teil des Green- und Hightech-Programms von Rolls-Royce. Damit investiert das Unternehmen gezielt in umweltfreundliche Zukunftslösungen für weniger Schadstoffausstoß und geringeren Energie- und Rohstoffverbrauch. Rolls-Royce konzentriert sich im Green- und High-Tech-Programm auf Effizienzsteigerung, alternative Kraftstoffe, Elektrifizierung, Digitalisierung und integrierte Systemlösungen, mit dem Ziel, gesamte Antriebs- und Energie-Erzeugungssysteme anzubieten. 

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Premiere

MTU-Gasmotoren von Rolls-Royce erstmals in neuer Doeksen-Fähre

Das niederländische Unternehmen Doeksen hat Anfang Juli die erste 70-Meter lange Fähre in Betrieb genommen. Mit an Bord waren auch zwei Gasmotoren von dem bayrisch-schwäbischen Unternehmen Rolls-Royce.

Die niederländische Reederei Doeksen hat am 1. Juli 2020 in Harlingen die erste von zwei neuen 70-Meter langen Fähren offiziell in Betrieb genommen. Premiere haben auch die zwei 16Zylinder-MTU-Gasmotoren von Rolls-Royce an Bord, die mit insgesamt rund 3.000 Kilowatt Leistung für einen sauberen Betrieb der „Willem Barentsz“ auf dem Weltkulturerbe Wattenmeer sorgen.

Leistung, Betriebsverhalten, Fahrweise und leiser Betrieb

„Ich bin wirklich beeindruckt von den MTU-Gasmotoren. Sie haben bis jetzt alle unsere Erwartungen in Sachen Leistung, Betriebsverhalten, Fahrweise und leiser Betrieb erfüllt“, berichtet Paul Melles, Geschäftsführer der Rederei Doeksen. 

Maritime Energiewende soll vorangetrieben werden


„Wir sind stolz darauf, dass die Reederei Doeksen unsere neuen Gasmotoren ausgewählt hat, um ihre Schiffe umweltfreundlich auf dem als besonders schützenswert ausgezeichneten Wattenmeer zu betreiben“, erklärt Knut Müller, Leiter des Marine- und Behördengeschäfts bei Rolls-Royce Power Systems. „Gemeinsam mit unserem Partner setzen wir so alles daran, die maritime Energiewende voranzutreiben.“ 

Reiner Gasmotor überzeugt Reedereien mit Dynamik

Rolls-Royce hatte seine neuen MTU-Gasmotoren für Schiffsantriebe erstmals im September 2016 vorgestellt und die Vorserienmotoren für die zwei Katamarane der Reederei Doeksen bereits Ende 2017 an die Werft Strategic Marine in Vietnam ausgeliefert. „Rolls-Royce hat den ersten Single-Fuel-Gasmotor entwickelt, der einen Festpropeller direkt antreiben kann und damit ein dynamisches Beschleunigungsvermögen hat. Das war ein wesentliches Argument, das uns überzeugte“, erklärt Paul Melles.

Umweltfreundlicher Antrieb für geschütztes Wattenmeer


Der Hauptantrieb der beiden neuen Katamarane besteht aus je zwei schnelllaufenden 16Zylinder-MTU-Gasmotoren der Baureihe 4000 mit jeweils 1.492 Kilowatt Leistung. Die Motoren treiben Azimuth-Festpropeller an, die die Schiffe damit auf eine Betriebsgeschwindigkeit von 14 Knoten bringen. Der MTU-Gasmotor unterschreitet die Grenzwerte aktueller Emissionsrichtlinien (IMO III) bereits ohne Abgasnachbehandlung erheblich - so liegt zum Beispiel die Partikelmasse unter der Nachweisgrenze. Er stößt keine Schwefeloxide aus und nur geringe Mengen an Stickoxiden.  

Kraftstoffverbrauch, Emissionen, Sicherheit und Beschleunigung

Der neue Gasmotor sei besonders geeignet für Fähren, Schubboote, Schlepper, und Spezialschiffe wie Forschungsboote. Kraftstoffverbrauch, Emissionen, Sicherheit und Beschleunigung seien von Beginn an im Fokus der Entwicklung gewesen sein. Die Gasmotoren sind mit einer Multipoint-Gaseindüsung, einer dynamischen Motorsteuerung und einer weiterentwickelten Turboaufladung ausgestattet. Die Multipoint-Gaseindüsung sorgt für ein dynamisches Beschleunigungsvermögen, eine hohe Leistung sowie eine Reduzierung der Emissionen. Die geregelte Verbrennung sorgt auch für einen effizienten Kraftstoffeinsatz. Dank der doppelwandigen Ausführung des Gassystems kann der Maschinenraum ähnlich wie bei einem Dieselantrieb ausgeführt werden.

Gasmotor Teil des Green- und Hightech-Programms von Rolls-Royce

Der neue Gasmotor ist Teil des Green- und Hightech-Programms von Rolls-Royce. Damit investiert das Unternehmen gezielt in umweltfreundliche Zukunftslösungen für weniger Schadstoffausstoß und geringeren Energie- und Rohstoffverbrauch. Rolls-Royce konzentriert sich im Green- und High-Tech-Programm auf Effizienzsteigerung, alternative Kraftstoffe, Elektrifizierung, Digitalisierung und integrierte Systemlösungen, mit dem Ziel, gesamte Antriebs- und Energie-Erzeugungssysteme anzubieten. 

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben