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Zum Ausbildungsstart 2026 haben 39 junge Menschen ihre berufliche Laufbahn bei Liebherr-Aerospace in den Werken Friedrichshafen am Bodensee und Lindenberg im Landkreis Lindau begonnen. Die Nachwuchskräfte werden in verschiedenen Berufen ausgebildet. Dazu gehören Fachlageristen, Industriekaufleute und Industriemechaniker. Auch Mechatroniker, Oberflächenbeschichter, Technische Produktdesigner, Werkstoffprüfer und Zerspanungsmechaniker sind dabei.
Die erste Woche stand zunächst im Zeichen des Einstiegs. Auf dem Programm standen Einführungsveranstaltungen, Informationsschulungen und Unterweisungen. Gemeinsam mit 13 dual Studierenden verbrachten die neuen Auszubildenden zudem drei Kennenlerntage in Oberstdorf. Dabei ging es vor allem um das gegenseitige Kennenlernen. Zugleich sollte die Grundlage für den Zusammenhalt im Team geschaffen werden.
Eine der neuen Auszubildenden ist Alina Buske. Sie beginnt eine Ausbildung zur Industriemechanikerin in Lindenberg. Mit dieser Entscheidung folgt sie ihrer gesamten Familie, die ebenfalls bei Liebherr-Aerospace beschäftigt ist. „Bei der Frage, was man nach dem Schulabschluss machen möchte, gibt es so viele Optionen“, erklärt Alina Buske. „Ich habe ganz unterschiedliche in Erwägung gezogen und mich dann für eine Ausbildung zur Industriemechanikerin entschieden. Dass ich mich dafür bei Liebherr in Lindenberg bewerben wollte, war schnell klar.“
In Friedrichshafen gibt es in diesem Jahr eine weitere Besonderheit. Zum ersten Mal verbinden zwei Auszubildende ihre Ausbildung mit dem Erwerb der Fachhochschulreife. Beide beginnen eine Ausbildung zur Zerspanungsmechanikerin beziehungsweise zum Zerspanungsmechaniker. Voraussetzung für den Weg zur Hochschulreife ist ein erfolgreicher mittlerer Bildungsabschluss. Die Fachhochschulreife kann direkt über die Berufsschule erworben werden. Dafür besuchen die beiden Auszubildenden zusätzlichen Unterricht.
Am Ende der Ausbildung stehen neben den regulären Abschlussprüfungen auch Ergänzungsprüfungen für die Fachhochschulreife an. Ausbilder Andreas Christ freut sich über diese Option für seine Lehrlinge. „Dadurch ermöglichen wir unseren Azubis, neben der Berufsausbildung im dualen System direkt noch einen höheren allgemeinbildenden Abschluss zu erreichen“, so Christ. Der Wunsch zur Hochschulreife kam dabei aus der eigenen Motivation der Lehrlinge.
Die nächste Generation steht bereits in den Startlöchern. Bewerbungen für Ausbildungsplätze mit Beginn im Herbst 2027 sind bereits möglich. Auch die Plätze für die DHBW-Studiengänge sind bereits im Liebherr-Karriere-Portal zu finden.
Bei den Ausbildungsberufen gibt es zudem eine Veränderung. Für 2027 werden wieder Ausbildungsplätze für Technische Produktdesigner angeboten. In den vergangenen Jahren war dieser Ausbildungsberuf nur alle zwei Jahre ausgeschrieben. Der steigende Personalbedarf in diesem Fachgebiet verändere laut Unternehmensaussagen nun diesen Ablauf. Liebherr-Aerospace gibt bekannt, dadurch mehr Nachwuchskräfte in diesem Bereich selbst ausbilden zu wollen.