Großbauprojekt

Max Wild reißt Illerbrücke in Immenstadt-Stein ein

Bei den Abbrucharbeitern der Illerbrücke. Foto: Max Wild GmbH
Bei den Abbrucharbeitern der Illerbrücke. Foto: Max Wild GmbH
Seit Wochen ist das Bauunternehmen im Auftrag der Firma Josef Hebel dabei, die Illerbrücke an der B19-Anschlussstelle Stein in Immenstadt abzubrechen. Kein leichtes Unterfangen: Die Brücke überspannt Iller, Bahnstrecke und einen Wirtschaftsweg.

49 Meter lang und 1.000 Tonnen schwer ist das Mittelfeld der Brücke, das Mitte April in der Nacht von Freitag auf Samstag, aus der Brücke herausgetrennt und langsam abgesenkt wurde, um anschließend zerlegt zu werden. Acht sogenannte Litzenheber mit einer Tragkraft von jeweils 200 Tonnen senkten das Mittelfeld der Brücke ab und ließen es anschließend Zentimeter für Zentimeter am Illerufer nieder. Exakte vorbereitende Arbeiten und zahlreiche Messvorgänge waren nötig, um das überwachte Absenken der Brückenkonstruktion präzise zu steuern.

Arbeiten verliefen reibungslos

Zuvor galt es den Stahlbetonträger von innen so zu verstärken, damit das Brückenteil in einem Stück abgesenkt werden konnte. Hier kamen Stahlbauverstärkungen mit einem Gesamtgewicht von insgesamt 100 Tonnen zum Einsatz. Oberbauleiter Kurt Bicker von der Firma Max Wild hat seit vielen Jahren Erfahrung mit derartigen komplexen Projekten und kennt die Herausforderungen eines solchen Einsatzes: „Im Vorfeld ist nicht einzuschätzen, wie sich das Tragwerk der Brücke beim Hub genau verhalten wird. Es besteht immer die Gefahr, dass sich das Material anders verhält als im Vorfeld berechnet.“ Zur Freude aller Beteiligten verliefen die Arbeiten reibungslos und ohne Zwischenfälle.

Trotz bester Planung können aber auch unvorhersehbare Ereignisse eintreten, die mit einkalkuliert werden müssten. So war das Ablassen des Stahlbeton-Kollosses bereits eine Woche zuvor tagsüber vorgesehen. Auf Grund des zu hohen Wasserstandes der Iller wurden die Arbeiten jedoch kurzfristig auf das Aprilwochenende im Rahmen eines Nachteinsatzes verschoben.

Auch Ost- und Westfeld wurden abgebrochen

Im Anschluss der Beräumung der Iller wurde das Ostfeld der Brücke bereits abgebrochen. Anschließend folgt noch der Abbruch des 1.100 Tonnen schweren Westfeldes der Brücke. Hierbei wird das Brückenfeld zunächst mit Seil- und Wandsäge in insgesamt 68 Einzelteile zerteilt. Zum Schluss wird das Brückenfeld mit einem 450 Tonnen Kran ausgehoben, um im letzten Schritt zerkleinert und abgefahren werden zu können. Das Ende der Bauarbeiten prognostiziert Oberbauleiter Bicker auf Juni 2018.

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Bei den Abbrucharbeitern der Illerbrücke. Foto: Max Wild GmbH
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49 Meter lang und 1.000 Tonnen schwer ist das Mittelfeld der Brücke, das Mitte April in der Nacht von Freitag auf Samstag, aus der Brücke herausgetrennt und langsam abgesenkt wurde, um anschließend zerlegt zu werden. Acht sogenannte Litzenheber mit einer Tragkraft von jeweils 200 Tonnen senkten das Mittelfeld der Brücke ab und ließen es anschließend Zentimeter für Zentimeter am Illerufer nieder. Exakte vorbereitende Arbeiten und zahlreiche Messvorgänge waren nötig, um das überwachte Absenken der Brückenkonstruktion präzise zu steuern.

Arbeiten verliefen reibungslos

Zuvor galt es den Stahlbetonträger von innen so zu verstärken, damit das Brückenteil in einem Stück abgesenkt werden konnte. Hier kamen Stahlbauverstärkungen mit einem Gesamtgewicht von insgesamt 100 Tonnen zum Einsatz. Oberbauleiter Kurt Bicker von der Firma Max Wild hat seit vielen Jahren Erfahrung mit derartigen komplexen Projekten und kennt die Herausforderungen eines solchen Einsatzes: „Im Vorfeld ist nicht einzuschätzen, wie sich das Tragwerk der Brücke beim Hub genau verhalten wird. Es besteht immer die Gefahr, dass sich das Material anders verhält als im Vorfeld berechnet.“ Zur Freude aller Beteiligten verliefen die Arbeiten reibungslos und ohne Zwischenfälle.

Trotz bester Planung können aber auch unvorhersehbare Ereignisse eintreten, die mit einkalkuliert werden müssten. So war das Ablassen des Stahlbeton-Kollosses bereits eine Woche zuvor tagsüber vorgesehen. Auf Grund des zu hohen Wasserstandes der Iller wurden die Arbeiten jedoch kurzfristig auf das Aprilwochenende im Rahmen eines Nachteinsatzes verschoben.

Auch Ost- und Westfeld wurden abgebrochen

Im Anschluss der Beräumung der Iller wurde das Ostfeld der Brücke bereits abgebrochen. Anschließend folgt noch der Abbruch des 1.100 Tonnen schweren Westfeldes der Brücke. Hierbei wird das Brückenfeld zunächst mit Seil- und Wandsäge in insgesamt 68 Einzelteile zerteilt. Zum Schluss wird das Brückenfeld mit einem 450 Tonnen Kran ausgehoben, um im letzten Schritt zerkleinert und abgefahren werden zu können. Das Ende der Bauarbeiten prognostiziert Oberbauleiter Bicker auf Juni 2018.

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