Smart-City

Intelligente Städte bald auch im Oberallgäu

Michael Lucke. Foto: VanSurksum
Das Allgäuer Überlandwerk (AÜW) will mit Partner-Unternehmen Handlungskonzepte sowie einen Pilotprojekt für einen Smart City-Ansatz erarbeiten. Ziel ist, die Region besser zu vernetzen.

Der Begriff Smart City (intelligente Stadt) beschreibt im Allgemeinen die gezielte Verbesserung der ökologischen, ökonomischen, gesellschaftlichen und sozialen Infrastruktursysteme einer Stadt. Gelingen soll dies mithilfe eines bewussten Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Diese könnten schon bald in der Region Oberallgäu-Kleinwalsertal der Fall sein.

Lucke: Digitalisierung endet nicht an der Stadtgrenze

„Anfangs haben wir geplant, den Smart City-Ansatz in Kempten aufzubauen. Nachdem die Digitalisierung aber nicht an der Stadtgrenze endet, haben wir uns dazu entschieden, auch Bereiche des Oberallgäus und des Kleinwalsertals in das Projekt zu integrieren“, erläutert Michael Lucke, Geschäftsführer Allgäuer Überlandwerk. Neben dem AÜW arbeiten ZAK Kempten - Zweckverband für Abfallwirtschaft, die Stadt Kempten, die Sozialbau GmbH sowie die Gemeinde Mittelberg im Kleinwalsertal gemeinsam am Projekt.

Gemeinsame Internet-Plattform für besseren Austausch

Im ersten Schritt soll ein grenzübergreifendes Handlungskonzept entwickelt werden, um die Zusammenarbeit und Kommunikation der Projektpartner zu intensivieren. Ein vielversprechender Baustein kann beispielsweise der Aufbau einer kommunal-übergreifenden Internet-Plattform sein. Dort könnten unterschiedlichste Daten verschiedener Institutionen verwaltet werden. Wichtig für die Projektgruppe sind hier vor allem Verkehrsdaten, Geodaten, Umwelt- und Wetterdaten sowie Messdaten verschiedener Sensoren. Die Plattform kann sich als Schlüsselerfolgsfaktor in einer intelligenten und modernen Region erweisen.

„Wir sehen viele Ansätze“

„Das Thema Smart City und die vielfältigen Möglichkeiten, die durch die Digitalisierung entstehen, lassen sich leider nicht in einem Satz zusammenfassen. Wir stehen hier am Anfang und sehen viele Ansätze, die die Prozesse der Projektpartner, aber ebenso auch das Leben der Bürgerinnen und Bürger, vereinfachen können. Dazu zählen Services wie die Anzeige freier Parkplätze in der Innenstadt oder auch die Reservierung von Ladestationen für E-Fahrzeuge. Aber beispielsweise auch die Routenoptimierung der Leerung von öffentlichen Papierkörben gehört dazu. Sensoren in den Mülleimern zeigen an, ob diese voll sind oder noch leer. Das spart unter Umständen die Anfahrt. Auch defekte Straßenlaternen werden direkt angezeigt oder können durch aufmerksame Bürgerinnen und Bürger in dem Portal gemeldet werden“, erläutert Michael Lucke einige Anwendungsbeispiele des Smart City Projekts.

Erste Fortschritte Anfang 2019 erwartet

Fertig und einsatzbereit soll das grenzübergreifende Handlungskonzept bereits Anfang 2019 sein. Dieses dient dann als Grundlage, konkreter Maßnahmen und Umsetzungen zu identifizieren. Parallel sollen in einem Pilotprojekt erste Erfahrungen im Umgang mit Sensornetzwerken im sogenannten „Internet der Dinge“ gesammelt werden. Dieses befasst sich mit der Vernetzung von Alltagsgegenständen oder öffentlicher Infrastruktur, die Ihren Zustand über das Internet kommunizieren können. Die Erstellung des Handlungskonzepts als Interreg-Projekt wird finanziell durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt, unter Begleitung der EUREGIO via Salina mit Sitz in Kempten.

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Lucke: Digitalisierung endet nicht an der Stadtgrenze

„Anfangs haben wir geplant, den Smart City-Ansatz in Kempten aufzubauen. Nachdem die Digitalisierung aber nicht an der Stadtgrenze endet, haben wir uns dazu entschieden, auch Bereiche des Oberallgäus und des Kleinwalsertals in das Projekt zu integrieren“, erläutert Michael Lucke, Geschäftsführer Allgäuer Überlandwerk. Neben dem AÜW arbeiten ZAK Kempten - Zweckverband für Abfallwirtschaft, die Stadt Kempten, die Sozialbau GmbH sowie die Gemeinde Mittelberg im Kleinwalsertal gemeinsam am Projekt.

Gemeinsame Internet-Plattform für besseren Austausch

Im ersten Schritt soll ein grenzübergreifendes Handlungskonzept entwickelt werden, um die Zusammenarbeit und Kommunikation der Projektpartner zu intensivieren. Ein vielversprechender Baustein kann beispielsweise der Aufbau einer kommunal-übergreifenden Internet-Plattform sein. Dort könnten unterschiedlichste Daten verschiedener Institutionen verwaltet werden. Wichtig für die Projektgruppe sind hier vor allem Verkehrsdaten, Geodaten, Umwelt- und Wetterdaten sowie Messdaten verschiedener Sensoren. Die Plattform kann sich als Schlüsselerfolgsfaktor in einer intelligenten und modernen Region erweisen.

„Wir sehen viele Ansätze“

„Das Thema Smart City und die vielfältigen Möglichkeiten, die durch die Digitalisierung entstehen, lassen sich leider nicht in einem Satz zusammenfassen. Wir stehen hier am Anfang und sehen viele Ansätze, die die Prozesse der Projektpartner, aber ebenso auch das Leben der Bürgerinnen und Bürger, vereinfachen können. Dazu zählen Services wie die Anzeige freier Parkplätze in der Innenstadt oder auch die Reservierung von Ladestationen für E-Fahrzeuge. Aber beispielsweise auch die Routenoptimierung der Leerung von öffentlichen Papierkörben gehört dazu. Sensoren in den Mülleimern zeigen an, ob diese voll sind oder noch leer. Das spart unter Umständen die Anfahrt. Auch defekte Straßenlaternen werden direkt angezeigt oder können durch aufmerksame Bürgerinnen und Bürger in dem Portal gemeldet werden“, erläutert Michael Lucke einige Anwendungsbeispiele des Smart City Projekts.

Erste Fortschritte Anfang 2019 erwartet

Fertig und einsatzbereit soll das grenzübergreifende Handlungskonzept bereits Anfang 2019 sein. Dieses dient dann als Grundlage, konkreter Maßnahmen und Umsetzungen zu identifizieren. Parallel sollen in einem Pilotprojekt erste Erfahrungen im Umgang mit Sensornetzwerken im sogenannten „Internet der Dinge“ gesammelt werden. Dieses befasst sich mit der Vernetzung von Alltagsgegenständen oder öffentlicher Infrastruktur, die Ihren Zustand über das Internet kommunizieren können. Die Erstellung des Handlungskonzepts als Interreg-Projekt wird finanziell durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt, unter Begleitung der EUREGIO via Salina mit Sitz in Kempten.

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