Tourismus 2017

Immer mehr Gäste besuchen das Allgäu

Auf dem Nordwandsteig am Nebelhorn. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Verschneite Berggipfel, saftige Wiesen, frische Landluft: Wer ins Allgäu kommt, den erwarten reiche Natur und viel Kultur. 2017 zog es über 3,6 Millionen Menschen in die Toursimus-Destination.

Das Allgäu schloss das vergangene Jahr mit einem Rekordergebnis ab, teilte die Allgäu GmbH mit. 2017 wurden erstmals in der Tourismusgeschichte 12,9 Millionen Übernachtungen gezählt. Das entspricht einem Plus von 2,5 Prozent. Bei den Ankünften liegt das Plus noch höher: 5,3 Prozent. Die meisten Gäste kamen aus Deutschland. Sie blieben durchschnittlich dreieinhalb Tage.

Touristen geben 1,3 Milliarden Euro aus

Welche Rolle der Tourismus für das Allgäu spielt, lässt sich an den zusätzlichen Ausgaben der Gäste sehen. Der Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben ließ 2015 die Zusatzausgaben der Touristen untersuchen. Der dwif (Deutsches Wirtschaftswissenschaftliches Institut für Fremdenverkehr e.V.) errechnete, dass jeder Übernachtungsgast durchschnittlich 101,20 Euro im Allgäu ausgibt. Im letzten Jahr war die ein zusätzlicher Umsatz von rund 1,3 Milliarden Euro.

Klaus Holetschek fordert ein Kompetenzzentrum Tourismus im Allgäu

Schon seit über zehn Jahren ist der Trend zum Urlaub im Allgäu ungebrochen. Damit hat sich auch die Wertschöpfung im Tourismus gewaltig erhöht. Der Vorsitzende des Tourismusverbands Allgäu/Bayerisch-Schwaben, Klaus Holetschek, MdL, plädiert angesichts der Zahlen für ein neues bayerisches Kompetenzzentrum Tourismus am Standort. Die Rolle des Tourismus als bedeutende Leitökonomie müsse nachhaltig für die Zukunft gesichert werden.

Aufgaben, Strukturen und Prozesse sollen optimiert werden

Holetschek sieht eine zentrale Aufgabe des neuen Kompetenzzentrums darin, alle wichtige Partner zu vernetzen. Dazu gehören die Tourismuswirtschaft mit Politik, Förderstellen, Wissenschaft und anderen Wirtschaftszweigen. „Es geht darum, Aufgaben, Strukturen und Prozesse auf fundierter Basis zu optimieren und wichtige Entwicklungen durch gezieltes Monitoring im Auge zu behalten.“ Die für ihre Produktentwicklung bekannte Tourismusregion Allgäu/Bayerisch-Schwaben sei für ein Kompetenzzentrum dieser Art ein idealer Standort, ergänzt Klaus Holetschek. Der positive Trend lässt sich auch in Schwaben insgesamt festhalten. 5,6 Millionen Gäste kamen in die Region, wie das Statistische Landesamte ermittelte.

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