HWK Schwaben

HWK Schwaben ehrt 572 neue Meister

Die Jahresbestmeister 2011. Bild: B4B SCHWABEN

572  junge Handwerkerinnen und Handwerker absolvierten im zurückliegenden Jahr erfolgreich die Meisterprüfung vor den Prüfungsausschüssen bei der Handwerkskammer Schwaben. Am 14. Oktober 2011 erhielten sie im Rahmen der Meisterfeier der HWK Schwaben ihren Meisterbrief. Mit Bildergalerie.

Zahlreiche Gäste wohnten den Feierlichkeiten in der BIGbox in Kempten bei, unter den Ehrengästen waren auch die bayerische Justizministerin Beate Merk, sowie Dr. Walter Eschle, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse Augsburg.

„Drei Dinge machen einen Meister aus: Das Wissen, das Können und das Wollen!“

Eröffnet wurde der Abend vom HWK-Präsidenten Jürgen Schmid, der die jungen Meisterinnen und Meister zum Schritt in die Selbstständigkeit ermutigte. Er erzählte dabei von seinem eigenen Weg und seinen Erfahrungen: „Natürlich ging es auch bei mir nicht immer steil bergauf, es gab auch Tiefen und so manch schlaflose Nacht. Dennoch bereue ich heute – nach fast 40 Jahren – nichts und bin immer noch Feuer und Flamme, wenn wir einen neuen Auftrag bekommen, es ein Problem zu lösen gibt oder wir uns mit neuen Techniken und Materialien beschäftigen.“

Doch nicht nur für die Selbstständigkeit oder eine Führungsposition als Angesteller öffnet der Meisterbrief dem Handwerksnachwuchs die Türen: Mit der hohen Auszeichnung qualifizieren sich die Absolventen für ein Studium an einer Hochschule oder Universität.

Seit diesem Jahr erstmals berufsbegleitende Studiengänge

Schmid wies dabei besonders auf den neuen Studiengang zum Wirtschaftsingenieur an der Hochschule Augsburg hin. Dieser Studiengang lässt sich auch mit einer weiteren beruflichen Tätigkeit vereinbaren: „Berufsbegleitend zu studieren ist viel praktikabler und unserer handwerklichen Arbeitswelt näher. Und mit diesem neuen Studiengang sind wir Schwaben Vorreiter in Bayern“, so Schmid. Die Handwerkskammer für Schwaben arbeite auch mit den Hochschulen in Kempten und Neu-Ulm an Konzepten für berufsbegleitende Studiengänge.

„Wir brauchen Unternehmer mit Mut“

Fordert HWK-Präsident Schmid in seiner Rede weiter. Die schlechte, vorherrschende Stimmung, in der von Bankenkrisen und Staatsschulden die Rede ist, sei seiner Meinung nach kein Anlass, sich gegen eine Selbstständigkeit zu entscheiden, denn: „Wer immer alles schlecht redet und Ängste schürt, der schafft es auch, dass aus einer Krisenstimmung eine Krise wird.“ Die Zahlen des Konjunkturberichts der HWK Schwaben, der ebenfalls am Freitag veröffentlicht wurde, zeigten zudem die solide Konjunktur und die positive Stimmung im Handwerk.

Die Energiereform braucht das Handwerk!

Schmid wies auf die Notwendigkeit von Steuervergünstigungen bei energetischen Sanierungen hin. Ein sinnvolles und wichtiges Gesetz dafür steht derzeit im politischen Stau. Dabei würden die Steuervergünstigungen wertvolle Aufträge für das Handwerk bedeuten und somit auch wieder beachtliche Steuereinnahmen für den Staat. Im Zentrum stehen dabei natürlich Umwelt und Energiewende: „Der Klimaschutz und die Erreichung der Klimaschutz-Ziele, der Umstieg von Atomkraft auf regenerative, dezentrale Energieformen werden ohne uns Handwerker nicht funktionieren!“, so Schmid, „und vor allem auch nicht ohne Fachkräfte und Meister.“

Schmid wünschte den neuen Meisterinnen und Meistern alles Gute für eine erfolgreiche, friedvolle Zukunft und gab ihnen noch ein Zitat von Karl Lagerfeld mit auf den Weg: „Nicht das, was ich erreicht habe, interessiert mich, sondern das, was vor mir liegt.“

Weitere Impressionen der Feierlichkeiten finden Sie in unserer Bildergalerie:
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