Große Feier

eza! feiert mit 300 Gästen 20-jähriges Jubiläum in Kempten

Anlässlich des 20. Geburtstages von eza! kamen rund 300 Vertreter aus Wirtschaft und Politik zusammen. Das Treffen lieferte eine Plattform für energie- und klimapolitische Diskussionen.

Mit seinen mittlerweile 34 Mitarbeitern gehört das Energie- und Umweltzentrum zu einer festen Klimaschutz-Institution im Allgäu. Das Unternehmen spezialisierte sich seit seiner Gründung im Jahre 1998 auf die Vermittlung von Know-How für klima-effizienteres Bauen und Umbauen. Das Geburtstags-Symposium stand unter dem Slogan „Energiezukunft 2038“.

Warum eza! gegründet wurde

Nachdem der Wunsch in der Politik nach einer Energieberatung für Bürger laut geworden war, wurde eza! eingerichtet. Als Vorbild diente hier der Energiespar-Verein in Vorarlberg, berichtet Gebhard Kaiser, der damalige Landrat des Landkreises Oberallgäu und Gründungsvater von eza!. Die gemeinnützige Einrichtung wird von einer breiten Basis aus Landkreisen und kreisfreien Städten, der Wirtschaft und einzelnen Initiativen des Allgäus getragen. Diese Träger-Landschaft sei maßgeblich für den eza!-Erfolg verantwortlich, betonte Kaiser. „Es gibt vieles, das man alleine nicht vorantreiben kann“, so seine langjährige Erfahrung als Kommunalpolitiker. 

Wirtschaftsförderer und Klimaschutz-Beauftragter in einem

Trotz wachsender Aufgabenfelder, hält der Geschäftsführer Martin Sambale die neutrale und kompetente Energieberatung noch immer für das Steckenpferd von eza!. Das Umweltzentrum könne hier positiv bilanzieren, stellte Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle fest. Seit 2014 ist dieser der Vorsitzende der eza! Gesellschafterversammlung. „In den 20 Jahren des Bestehens wurden rund 37.000 persönliche Energieberatungen durchgeführt“, so Kiechle. „Damit hat eza! im gesamten Allgäu mit seinen 650.000 Einwohnern bereits einen Großteil der Bauherren und Hausbesitzer erreicht.“ Aufgrund der Energieberatung investierten viele Hausbesitzer in die Sanierung ihrer Immobilie, fügte Kiechle hinzu. „eza! liefert damit nicht nur Impulse für die Energiewende und den Klimaschutz, sondern leistet damit auch einen sehr praktischen Beitrag zur Wirtschaftsförderung in der Region.“  

eza!-partner vereinfacht Suche nach geeigneten Fachkräften

Um Hausbesitzern und Bauherren die Suche nach qualifizierten Fachleuten im Allgäu zu erleichtern, wurden vor rund 15 Jahren dann eza!-partner gegründet. Mit aktuell 129 Mitgliedern aus allen Branchen ist das Netzwerk mit einer Art „Gelbe Seiten der Umweltkompetenz“ zu vergleichen. Die Mitglieder des Netzwerks treffen sich regelmäßig zu Fortbildungen und unterziehen sich der Qualitätssicherung durch eza!. „Das eza!-PartnerNetzwerk steht für Qualität am Bau", erklärte Sambale und verwies auf die Vielzahl positiver Rückmeldungen von Bauherren, die eza!-partnerBetriebe engagiert haben. 

Das sind die weiteren Aufgabenfelder

Das eza!-Team ist auch noch auf anderen Gebieten aktiv. So wurden oder werden derzeit 250 Gebäude in 32 Gemeinden und Städten energetisch optimiert. Die eza!-Klimaschutzabteilung berät aktuell 24 Landkreise, Städte und Gemeinden in Ihrer Energie- und Klimaschutzpolitik. Es werden aber auch Unternehmen bei der Optimierung ihrer Energiebilanz unterstützt, ergänzte Martin Sambale. „In den 20 Jahren seines Bestehens hat sich eza! hervorragend entwickelt und viele wichtige Impulse für das Allgäu geliefert“, meinte Kiechle. Trotzdem werde das Umweltzentrum auch zukünftig energie-effizientes Bauen und den Einsatz erneuerbarer Energien vorantreiben.

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