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Die Dachser SE hat eine bestehende Forschungskooperation bis zum Ende des Jahres 2029 verlängert. Gemeinsam mit zwei Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft wollen die Kooperationspartner neue digitale Lösungen erarbeiten, um Lieferketten im Güterverkehr langfristig effizienter zu gestalten.
In dem seit 2017 bestehenden gemeinsamen Forschungslabor arbeiten Fachkräfte des Logistikers eng mit Forschenden aus Dortmund sowie St. Augustin zusammen. Für die kommende dreijährige Vertragslaufzeit soll der Schwerpunkt primär auf künstlicher Intelligenz sowie den Einsatz von Robotik liegen.
Burkhard Eling, CEO von Dachser, betont, dass die wissenschaftliche Zusammenarbeit ein zentraler Baustein der eigenen Innovationsstrategie sei: „Sie hat ihre Schlagkraft und ihre Relevanz für unser Geschäft schon mehrfach unter Beweis gestellt, wenn es darum geht, die Potenziale neuer Technologien für unser gesamtes Netzwerk auszuschöpfen.“
Unternehmen seien gerade im Bereich von KI gefordert, wissenschaftliche Erkenntnisse zügig in den praktischen Arbeitsalltag zu überführen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, erklärt Prof. Dr. Stefan Wrobel, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme. „Dachser setzt das im Rahmen seines Enterprise Labs konsequent um, um sein Geschäftsmodell langfristig wettbewerbsfähig zu halten“, so Wrobel.
Ein greifbares Resultat der bisherigen Zusammenarbeit stellt der digitale Zwilling „@ILO“ dar, ein System, dass ein exaktes, virtuelles Abbild der physischen Vorgänge beim Verladen von Stückgütern in den Umschlaghallen erstellt. Dies ermögliche eine metergenaue Ortung einzelner Pakete in Echtzeit, was durch deutliche Zeitersparnis wiederum für effizientere Abläufe sorge.
Dieses Projekt der beiden Forschungspartner wurde in den vergangenen Jahren mit mehreren Branchenpreisen ausgezeichnet, darunter dem Europäischen Logistik-Preis der European Logistics Association. Bis Ende 2026 soll „@ILO“ europaweit an 14 Standorten von Dachser zum Einsatz kommen.