Jahreszeit-Einfluss

Arbeitslosenzahl im Allgäu zum Januar gestiegen

Beratungsgespräch bei der Agentur für Arbeit. Symbolbild. Foto: Bundesagentur für Arbeit
Zum Jahresauftakt verzeichnete der bayerische Teil des Allgäus rund 1.000 mehr arbeitslose Menschen als noch im Dezember. Dies hängt sowohl mit dem Wetter als auch mit den Feiertagen zusammen.

Auch wenn die Temperaturen im Januar vielfach milde waren, meldete sich eine ganze Reihe von Kräften aus Außenberufen vorübergehend bei den Vermittlern neu arbeitslos. Zusätzlicher kam hinzu, dass das abgeschlossene Weihnachtsgeschäft in Büro, Verkauf und Logistik Entlassungen nach sich zog. Im Januar waren insgesamt über 10.600 Frauen und Männer im Agenturbezirk des Arbeitsamts Kempten-Memmingen arbeitslos gemeldet.

Niedrigster Januarwert der letzten zehn Jahre

Damit ging die Arbeitslosenquote im Monatsvergleich um 0,3 Prozentpunkte nach oben und lag bei 2,9 Prozent. Die ist jedoch immer noch der niedrigste Januarwert der letzten zehn Jahre. Im Januar des vergangenen Jahres lag die Arbeitslosenquote bei 3,2 Prozent. Den niedrigsten Wert im Agenturbezirk gab es diesen Januar in den Wirtschaftsräumen Memmingen, Mindelheim und Marktoberdorf mit 2,5 Prozent. Nach den Feiertagen nahm die Nachfrage nach Arbeitskräften im Januar zudem wieder zu. Arbeitgeber stellten insgesamt knapp 6.800 Stellenangebote für Vermittlungsaktivitäten zur Verfügung.

Diese Fachkräfte werden gesucht

Einen Schwerpunkt stellten Beschäftigungs-Möglichkeiten im Fahrzeug- und Maschinenbau sowie in der Metallbearbeitung dar. 170 Stellen boten Arbeitgeber hier neu an. Für Tätigkeiten im Tourismus waren 160 zusätzliche Kräfte gefragt, sei es als Koch oder im Gästeservice. Der Pflegesektor bot einige neue Arbeitsplätze für Kranken- beziehungsweise Altenpfleger zur Besetzung an. Daneben blieben Erzieherinnen und Heilerziehungspfleger weiter gefragt. Annähernd 30 neue Arbeitsplätze galt es hier zu besetzen.

Ausblick für das laufende Jahr

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes hängt in den nächsten Wochen weiter von Witterungseinflüssen ab. In den vergangenen Jahren waren die ersten beiden Monate des Jahres meist mit mehr arbeitslosen Menschen verbunden. Falls sich der Winter in diesem Jahr noch mit tieferen Temperaturen zurückmeldet, verhindert das ein reibungsloses Fortsetzen verschiedener Arbeiten im Freien. Einer Reihe von Beschäftigten in Außenberufen droht in diesem Fall eine vorübergehende Entlassung, bis mit steigenden Temperaturen die unterbrochenen Arbeiten wieder aufgenommen werden. Weiter stabilisierend auf den regionalen Arbeitsmarkt wirkt die gute Auftragslage in vielen Betrieben, die für eine anhaltende Nachfrage nach Arbeitskräften sorgt.  

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