Tradition und Zukunft

Arbeit im Allgäu: Unternehmer übergeben an nächste Generation

Das eigene Familienunternehmen in die Hände der Kinder übergeben ist für beide Seiten schwer. Wie es gelingt und warum es wichtig ist stellten drei Best Practice Beispiele beim Allgäu Tag in Kempten vor.

Das Allgäu lebt von seinem Zusammenhalt – daran sind sich die meisten einig. „Damit Zusammenarbeit gelingt, muss es Anreize für Kooperationen geben. Dieser Anreiz ist bei uns, so einfach es klingt, die Erkenntnis, dass wir gemeinsam mehr erreichen können, als jeder für sich“, fasste es Landrat Anton Klotz in Kempten zusammen. Gemeinsam in die Zukunft gehen auch die Familien Zötler, Brack und Geiger.

Brauerei in 21. Generation

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Hinter diesen Namen verbergen sich drei allgäuer Traditions-Unternehmen. Die Brauerei Zötler gibt es seit über 570 Jahren. Sie ist die älteste familiengeführte Brauerei der Welt. Niklas Zötler leitet das Unternehmen in der 21. Generation. Er übernahm die Geschäfte von seinem Vater Herbert. Dieser steht beratend oder bei repräsentativen Aufgaben immer noch zur Verfügung, aus der Geschäftsführung ist er aber raus. Geholfen habe ein zwei Jahre dauernder Prozess.

Allgäu Tag 2018 in Kempten mit hohem Besuch

„Die Tradition hält uns bodenständig“

„Wenn eine Nachfolge ansteht, sollte man sich überlegen: Wo wollen wir hin mit unserem Unternehmen? Womit wollen wir Geld verdienen?“, so Herbert Zötler. Das habe beim „loslassen“ geholfen. Den Fragen stellte sich die Familie mit externen Beratern und seinen Mitarbeitern. Diese stehen nun voll hinter dem neuen Geschäftsführer, bestätigte Sohn Niklas. Gerade die Frage nach dem Ansprechpartner im Unternehmen sei so geklärt worden. Wichtig bei der entwickelten Vision: „Die Tradition hält uns bodenständig“.

Klotz: Müssen über unsere Strukturen nachdenken

Diese mache das Allgäu auch so erfolgreich, ist Anton Klotz überzeugt. „Das Allgäu ist heute eine der erfolgreichsten, ländlichen Wirtschaftsregionen Deutschlands“, so der Landrat. Die Zukunft dürfe die Region aber nicht aus den Augen verlieren. „Wir müssen darüber nachdenken, ob unserer Strukturen auch in 20 Jahren noch die richtigen sind.“

„Mein Vater ist der bessere Handwerker“

Einen Wandel der Struktur durchlebte die Brack Wintergarten GmbH & Co. KG als Matthias Brack die Leitung übernahm. Gut 100 Jahre alt ist das Unternehmen. Damals wurden Wagen gefertigt, heute spezialisiert sich das Unternehmen auf Wintergärten. Sein Vater Alfred Brack habe noch andere Produkte angeboten. Der Schritt zum reinen Wintergarten-Produzenten wäre mit ihm deutlich schwerer gewesen, gesteht Matthias Brack ein. Doch in einem sei man sich einig: „Mein Vater ist der bessere Handwerker, ich der bessere Kaufmann.“

Nachfolger selbst auf dem Bau

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Sein handwerkliches Geschick beweisen musste Josef Geiger Junior schon als Jugendlicher. Als Spross einer Baufirma war er im Familien-Unternehmen in den Ferien selbst auf den Baustellen aktiv. „So schafft man Verbundenheit zum Unternehmen“, erklärt er. Ein Zwang ins Unternehmen einzusteigen hätte zwar nie bestanden, ein gewisser Druck sei aber da gewesen. Für Pius Geiger gehört die Mitarbeit im eigenen Unternehmen dabei zum Lebens-Leitbild. Er breitet seinen Sohn ebenfalls auf den Einstieg vor. Mit der nächsten Generation zusammenzuarbeiten sei dabei nicht immer leicht – es fehle noch die Routine.

„Identität nach außen, Zusammenhalt nach innen“

„Der Wirtschaftsstandort Allgäu ist Garant für Arbeitsplätze“, machte es Landrat Klotz in seiner Ansprache schließlich nochmal deutlich. Die Marke Allgäu schaffe „Identität nach außen, Zusammenhalt nach innen“. Dies zu bewahren, sei Aufgabe der nächsten Jahre.

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