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Wie prägen Engagement und Entwicklung die Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren?
Jubilare

Wie prägen Engagement und Entwicklung die Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren?

(v.l.n.r.): Manuel Hagemann, Tobias H. und Gabriele Sandler. Drei langjährige Mitarbeitende, die stellvertretend für die Vielfalt und das persönliche Engagement einer großen Zahl von Jubilaren und Jubilarinnen stehen, die die Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren und die Wertachtal-Werkstätten im vegangenen Jahr ehren konnten. Foto: Lebenhilfe Ostallgäu-Kaufbeuren e.V., Julia Hammerstiel
(v.l.n.r.): Manuel Hagemann, Tobias H. und Gabriele Sandler. Drei langjährige Mitarbeitende, die stellvertretend für die Vielfalt und das persönliche Engagement einer großen Zahl von Jubilaren und Jubilarinnen stehen, die die Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren und die Wertachtal-Werkstätten im vegangenen Jahr ehren konnten. Foto: Lebenhilfe Ostallgäu-Kaufbeuren e.V., Julia Hammerstiel

Insgesamt 124 Mitarbeitende der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren und der Wertachtal-Werkstätten wurden für ihre langjährige Tätigkeit geehrt. Drei Beispiele zeigen, wie Engagement, Entwicklung und Eigeninitiative die Arbeit prägen können.

Im vergangenen Jahr feierten 124 Mitarbeitende und Beschäftigte der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren und der Wertachtal-Werkstätten ihre Jubiläen. Drei von ihnen zeigen exemplarisch, wie individuelle Entwicklung und langfristige Begleitung in den Einrichtungen umgesetzt werden. Ihre Erfahrungen verdeutlichen, wie Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gleichermaßen gestärkt werden. 

Ein Berufsweg mit Eigeninitiative, Mut und Herz 

Tobias H. begann seine berufliche Laufbahn als Dachdecker. Nach einem Unfall konnte er diesen Beruf nicht mehr ausüben. Vor 20 Jahren wechselte er zu den Wertachtal-Werkstätten. Dort erhielt er neue Perspektiven und Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung. Er suchte gezielt nach mehr Verantwortung und sozialem Austausch. Mit Eigeninitiative fand er schließlich eine Stelle in der Hausverwaltung Oswald in Buchloe. Seit fast drei Jahren übernimmt er dort zentrale Aufgaben. Er betreut das Telefon, koordiniert Wasserschäden und fungiert als Ansprechpartner. 

„Früher war ich Dachdecker – da hatte ich den ganzen Tag mit Menschen zu tun. Heute ist das wieder so“, erklärt er. Begleitet wird er weiterhin durch Job Coaches der Werkstätten. Sie unterstützen seine Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt. 

Entwicklung ermöglichen und Perspektiven schaffen 

Manuel Hagemann feierte sein zehnjähriges Jubiläum bei den Wertachtal-Werkstätten. Seine Tätigkeit im sozialen Bereich begann jedoch bereits vor rund 20 Jahren. Ursprünglich ausgebildet als Elektroinstallateur, verlagerte er seinen Schwerpunkt auf die Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigung. In der P-Werkstatt Neugablonz war er am Aufbau des Berufsbildungsbereichs beteiligt. Zudem engagierte er sich als Betriebsrat. Heute übernimmt er Verantwortung als Gruppenleiter der Wäscherei und als Teamleiter des Standorts. 

Viele Beschäftigte, die heute in der Wäscherei arbeiten, wurden zuvor von ihm begleitet. Diese Kontinuität prägt seine Arbeit. „Haben Sie Sehnsucht nach uns?“, wird er beispielsweise von ihnen gefragt. Für ihn sind solche Begegnungen prägend. Die Entwicklung der Beschäftigten mitzuerleben und von ihnen zu lernen, beschreibt er als bereichernd. 

Eine eigene Stimme finden 

Gabi Sandler wurde für ihr 20-jähriges Jubiläum geehrt. Ihre Tätigkeit bei der Lebenshilfe begann bereits 1988. Damals war sie die erste Logopädin des Vereins. Heute arbeitet sie bereichsübergreifend zwischen Tages- und Förderstätte, Werkstatt und Therapiehaus. „Unsere Arbeit lebt von Entwicklung, Beziehung und Vertrauen. Das braucht Zeit. Nur so entstehen stabile Bindungen und genau diese bilden die Grundlage für nachhaltige, gelingende Begleitung. Das ist eine große Stärke der Lebenshilfe und der Wertachtal-Werkstätten“, erklärt sie. 

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die „Unterstützte Kommunikation“. In der sogenannten „Talker“-Gruppe ermöglicht sie Menschen ohne Lautsprache, sich mithilfe technischer Hilfsmittel auszudrücken. Seit 2017 engagiert sie sich zudem in einem Arbeitskreis, der den fachlichen Austausch und die Weiterentwicklung fördert.

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